Smappee: Intelligenter Energiemonitor war bei mir im Haus nicht intelligent

6. Februar 2016 Kategorie: Smart Home, geschrieben von: caschy

Bildschirmfoto 2016-02-03 um 14.16.10Manchmal muss man einfach aufhören, wenn etwas nervt. Konkret habe ich Smappee aufgegeben. Von vielen als interessantes und innovatives Produkt zum Messen eurer Verbraucher angepriesen. Besonders interessant dabei: man braucht keine Messsteckdosen, „schwarze Magie“ erkennt die Verbraucher automatisch, man muss nur die Basis am Stromkasten anbringen. Aufgrund der Signatur der Geräte will Smappee erkennen, welches Gerät gerade abgeschaltet ist und was es verbraucht. Das klang toll und spannend – und einige Berichte machten mich im Vorfeld neugierig – allerdings auch sehr skeptisch.

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Ich teste viel und gerne Technik, doch wenn Dinge einfach nicht funktionieren, auch nach der x-ten Einrichtung, dann verliere ich die Lust – und auch das muss man vielleicht mal schreiben, um Erwartungen zu dämpfen. Smappee wird also am Stromkasten angebracht, kein Hexenwerk – hat bei mir der Schwager erledigt, der seines Zeichens mal Elektriker gelernt hat. Richtig angeschlossen und mit meinem WLAN verbunden, brachte Smappee dann auch schon zutage, was ich gerade so verbrauche. Das funktioniert fast live, du kannst zuschauen wie sich der Verbrauch erhöht, wenn du Gerät XYZ anwirfst. Toll, wirklich!

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Nun legt man keine 200 Euro auf den Tisch, um den reinen Verbrauch schön „live“ zu sehen. Für die Kohle kann ich mir ne Webcam vor den Schaltschrank stellen und live zuschauen, wie sich die Zahlen verändern. Rein von der Installation und der Inbetriebnahme kann ich hier Smappee absolut keinen Vorwurf machen, das ist flott erledigt, die Anzeige des Verbrauchs gut visualisiert. Smappee braucht Zeit, um Geräte zu finden, die verbrauchen. Ich gab Smappee gehörig Zeit und in der Zeit fand es in meinem Haushalt ganze 11 Geräte. Das ist nicht viel, dauerhaft eingeschaltet sind definitiv mehr – schließlich habe ich schon diverse Sonos-Elemente, mein NAS und weiteres immer an.

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Smappee hätte viel mehr finden dürfen – aber: das Gerät bringt einen Lernmodus mit. Hier kann man Geräte in das Smappee-Universum einbinden. Man startet in der App einfach den Erkennungsvorgang und muss dann die Geräte schalten. Schalte ein, schalte aus, schalte ein, schalte aus. Hat bei mir genau……nie geklappt. Nicht ein einziges Gerät wurde erkannt, weder mein TV, noch meine Lampe im Büro und schon gar nicht der Bass.

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Mal gab es einfach eine Fehlermeldung, dass nichts gefunden wurde, dann wiederum beendete der Lernvorgang nicht korrekt das Erkennen. 200 Euro für diese Nutzerfahrung und die verplemperte Zeit machten keinen Fan aus mir. Rein optisch von der Hardware her macht Smappee was her und ich kann auch die nicht an die neuen iPhones angepasste App verschmerzen.

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Nein, für mich war das einfach nichts und nein, es wird sicherlich nicht nur an Smappee liegen, sondern vielleicht am Stromkreislauf in meinem Haus.Dass Geräte übrigens nicht erkannt werden, trotz Trainingsmodus, ist eine Sache, die einige Nutzer im Netz bestätigten – unter anderem findet man dies auch in den Amazon-Bewertungen vor.

Positiv zu erwähnen: IFTTT-Unterstützung, Einfachheit der Anbringung, Einbindung ins Netzwerk, Live-Ansicht. Negativ zu erwähnen: Lern-Funktion funktionierte bei mir nicht, nur wenige Geräte wurden generell erkannt. Fazit: Da schaue ich dann doch mal lieber nach weiteren Z-Wave Steckdosen und messe lieber mal über einen gewissen Zeitraum einzelne Verbraucher im Betrieb. Schon vielleicht nicht meinen Geldbeutel, wohl aber meine Nerven.


 

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Über den Autor: caschy

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