SM!GHT: smarte Straßenlaternen für 9500 Euro

28. August 2015 Kategorie: Hardware, Smart Home, geschrieben von:

Bildschirmfoto 2015-08-27 um 14.36.45Elektronische Infrastruktur entlang der Verkehrswege wird etwas sein, was in den kommenden Jahren boomen wird. Gemeinden werden sicherlich viel investieren wollen, gerade touristisch erschlossene Gebiete könnten hier weiter punkten. Ich habe mich häufig gefragt, was solche Lösungen wohl alles können wollen und vor allem, was sie kosten. Bei einem Hersteller weiß ich dies nun. SM!GHT (SMART.CITY.LIGHT.) umfasst Produkte, die der Karlsruher Innovationscampus der EnBW (Energie Baden-Württemberg AG) entwickelt hat.

Die bieten zwei Grundversionen (Preis kann also je nach Ausstattung steigen) an. Eine Variante mit 4,50 Meter Höhe kostet 8500 Euro. Bei einer Höhe von sechs Metern beträgt der Preis 9500 Euro. Doch was ist drin, wenn Gemeinden die komplette Alt-Laterne (hier ist nur WLAN-Aufrüstung möglich) austauschen und eine neue nutzen wollen?

Bei einem kompletten Austausch der Straßenbeleuchtung lassen sich die neuen Lichtmasten mit folgenden Optionen ausrüsten: Ladetechnik bietet Strom für Elektroautos mit Hilfe einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose und einer dreiphasigen Typ-2-Anbindung mit bis zu 22 kW Schnellladefunktion. Nutzer identifizieren sich per Chipkarte, befestigen den Stecker und starten den Ladevorgang. Ein Display zeigt Informationen über Ladestand und Tarif. Aufgeladen werden können alle E-Fahrzeuge vom Pedelec bis zur Limousine, wie das Unternehmen mitteilt.

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Die Ausstattung mit Umweltsensorik misst Lärm, Feinstaub, Helligkeit, Luftdruck und -feuchtigkeit sowie die Temperatur. Diese Daten lassen sich aufzeichnen und automatisch übers Internet versenden oder direkt auf dem Display anzeigen.

Ein Notrufknopf am Mast stellt innerhalb von Sekunden eine Verbindung her, um Hilfe zu rufen. Eingebaute Mikrofone und Lautsprecher ermöglichen ein Gespräch mit der Notrufzentrale. Gleichzeitig leuchtet an der Mastspitze ein SOS-Signal, um weiträumig zu zeigen, wo Hilfe benötigt wird.

Die EnBW will das ganze Projekt auf der diesjährigen IAA  vorführen und ich bin mir sicher, dass wir noch viele Lösungen sehen werden, wie die Straße der Zukunft aussehen könnte. Das Potential für smarte Städte ist ja da…


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