Sky Deutschland testet Werbung über Zugfenster

4. Juli 2013 Kategorie: Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Ihr kennt das sicher, man fährt mit der Bahn und lehnt sich zur Entpsannung mit dem Kopf gegen das Fenster. Was wäre wenn man dadurch plötzlich Stimmen im Kopf hätte, die man nur selbst wahrnehmen kann? Klingt creepy, könnte aber bald schon ein perfekter Weg für Werbung sein.

Sky Deutschland testet die Übertragung solcher Werbung in Zügen. Mittels „Bone-Conduction“-Technologie (Schallwellen über Knochen übertragen) erhält man die Aufforderung, sich die Sky Go App herunterzuladen. Während es momentan für Werbezwecke getestet wird, ist auch der Einsatz im Entertainment- oder Info-Bereich denkbar. Im Video seht Ihr die Funktionsweise und auch die Reaktionen der Reisenden.


Neue Ideen in der Werbung sind ja schön und gut, aber lehnen sich die Leute nciht aus dem Grund an ein Bahnfenster um Ruhe zu haben? Werden wir durch diese Art von Übetragung bald keine fettigen Bahnscheiben mehr sehen mpüssen, weil jeder es vermeidet sich anzulehnen? Ich persönlich finde diese Methode ja mehr als fragwürdig. Wie sieht es mit Euch aus?



Quelle: BBC |
Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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39 Kommentare

S0me0ne 4. Juli 2013 um 22:08 Uhr

Ich glaub bei denen hackts… Da will man pennen und wir dann mit Werbung vollgeqatscht! Ich werde die Dinger mit dem größten Vergnügen abreisen und unter den Zug werfen!

Tchooe 4. Juli 2013 um 22:10 Uhr

Total bescheuert. Bald hat man nur noch zuhause seine Ruhe – sofern man den FI-Schalter auslöst und alle batteriebetriebenen Geräte in der vollen Badewanne versenkt.

Philipp Reichelt 4. Juli 2013 um 22:11 Uhr

das klingt stark nach der beknackten idee eines geldgeilen managers, der nicht weiß, wie er noch mehr rausquetschen soll!

Peterle 4. Juli 2013 um 22:12 Uhr

Ich seh das positiv. Endlich lehnt sich keiner mehr mit seinen fettigen Haaren gegen die Scheibe.

mgrote 4. Juli 2013 um 22:14 Uhr

Haben wir schon wieder April?

schon 4. Juli 2013 um 22:17 Uhr

Aber passt zum unternehmen, oder ?

LinuxMcBook 4. Juli 2013 um 22:20 Uhr

„Ihr kennt das sicher, man fährt mit der Bahn und lehnt sich zur Entpsannung mit dem Kopf gegen das Fenster.“

Nein tue ich nicht. Eben weil ich nicht weiß, ob vorher an genau der Stelle, der Typ aus der Mitte in der unteren Reihe des Videos, sein Kopf gegen gelehnt hat…

Die Technik ist übrigens nicht nur bei Tauben und dem Militär im Einsatz, sondern auch bei Google Glass!

Georg 4. Juli 2013 um 22:23 Uhr

Ich glaube, ich zahle denen schon kräftig Geld, um Zug fahren zu dürfen. Wozu muss ich da noch zusätzlich mit Werbung gequält werden?

Aktuell ist Zug fahren oft teurer als Roller und auch manche sparsame Kleinwagen. Also…ne danke, um dieser Werbung zu entkommen, brauche ich keinen Werbeblocker.

Faby, Botschafter des Lächelns 4. Juli 2013 um 22:26 Uhr

Also, ja, Werbung ist Kacke, aber wenn die Dinger eine gute Qualität liefern und so angebracht sind wie in dem Film, wie leicht und geil kann man die dann hacken?!? Ich find’s eher sehr spannend.

derflo 4. Juli 2013 um 22:28 Uhr

In Kuba gibt es keine Werbung. Angesichts der Datensammelwut zu meist diesem Zwecke hat das was.
Die Verseuchung durch Werbung ist wirklich kaum noch auszuhalten.

ulkfisch 4. Juli 2013 um 22:29 Uhr

Das sollte sich die Bahn lieber zweimal überlegen. Wenn der große Vorteil beim Bahnreisen, sich entspannen zu können wegfällt, kann ich auch ins Auto steigen.

recording forum 4. Juli 2013 um 22:34 Uhr

Ne schlimme Sache ist es. Wann kommt denn ein Werbeblocker gegen die Bahn.

Kevib 4. Juli 2013 um 22:44 Uhr

Die Technik dahinter ist interessant und hat Potential, aber an solchen Orten hat das wirklich nichts zu suchen. Irgendwo möchte man auch mal von Werbung verschont bleiben. Davon mal ganz abgesehen lege ich meinen Kopf eh nicht an die verdreckten Scheiben der Bahn.

Heinzi 4. Juli 2013 um 22:48 Uhr

„Effektive“ Werbung wenn sogar die Darsteller mehr oder weniger genervt auf diese tolle Idee reagieren. Gerade der letzte Kopf gegen 0:30.

Grainger 4. Juli 2013 um 22:48 Uhr

Ich finde es gibt ohnehin schon viel zu viel Werbung.
Und ständig sucht die Werbeindustrie nach neuen Möglichkeiten, mich noch mehr mit dem Mist voll zu müllen.

Vermutlich werden sie in ein paar Jahren Werbung von außen spiegelverkehrt auf meine Wohnzimmerfenster projizieren.

Timo 4. Juli 2013 um 23:08 Uhr

Super Idee. Überzeugt mich garantiert davon Euren Kram nicht zu kaufen. Hat man nicht einmal mehr beim aus dem Fenster schauen seine Ruhe. Überall nur noch Berieselung. Ob die Herrschaften vielleicht auch daran denken, dass zu viel Werbung auch in das Gegenteil umschlagen kann, man genervt davon ist und das Produkt eben nicht kauft? Wohl kaum, Werber leben in ihrer eigenen kleinen Traumwelt.

Justus 4. Juli 2013 um 23:15 Uhr

Statt Werbung sollten die da entspannende Musik auf die Fenster legen … das wäre mal eine sinnvolle Anwendung. (+ Reinigungstücher für die Scheibe an jedem Platz)

Steffi 4. Juli 2013 um 23:29 Uhr

Waren das noch Zeiten an dennen man sich ans Fenster lehnen konnte und einfach nur das Geräusch der Schiene oder des Busses lauschen konnte… R.I.P.

Marcel 4. Juli 2013 um 23:43 Uhr

Mal außen vor, dass ein Bahnticket teuer genug und die Fahrt manchmal schon unangenehm genug ist, ohne dass ich noch durch solch Werbung belästigt werde, aber die Technik dahinter ist wirklich interessant. 😀

Olaf 4. Juli 2013 um 23:48 Uhr

also wenn die dinger echt nur drangeklebt sind, is ernte angesagt.
die kann man für kunstprojekte oder kids vs physik sicher super zweckentfremden/einem zweck zuführen.
zum thema: geht garnich!

mcbexx 5. Juli 2013 um 00:05 Uhr

Nutzt Google Glass nicht auch diese „Bone Conductor“-Technik für die Soundübertragung über das Brillengestell?

zwo 5. Juli 2013 um 01:14 Uhr

Das geht fast schon als Nötigung durch.

aaqq1 5. Juli 2013 um 05:33 Uhr

Minority Report… da hatten die jungs doch auch so Werbung.
Horrorvorstellung!

dirk 5. Juli 2013 um 08:14 Uhr

ganz schlechte schauspieler.

Andy 5. Juli 2013 um 08:49 Uhr

Man sollte man die Deutsche Bahn anfragen wie konkret solche Pläne sind.

Luco 5. Juli 2013 um 08:54 Uhr

Die Idee ist der Knaller. Nur ist es so ziemlich das falscheste Unternehmen der Welt die dort werben. Weil mir langweilig ist soll ich Sky Go App runterladen? Wenn ich kein Abo hab ist die App nutzlos. Wenn es in Deutschland keine Tarife mit ordentlich Datenvolumen gibt ist die App unterwegs nutzlos. Die Technik allerdings ist interessant. So könnte Sky doch einfach Bundesliga Konferenz senden und wer lieber Loungemusik hören will dreht am Sender-Drehknopf an dem Ding^^

Yu 5. Juli 2013 um 08:56 Uhr

@Justus: Viel Glück bei der Suche nach entspannender Musik, die auch nur von der Hälfte der Leute so empfunden wird. Insbesondere morgens ist die einzige entspannende Musik für mich oft Ruhe. Von Werbung mal ganz zu schweigen ^^

blub 5. Juli 2013 um 09:06 Uhr

geniale Idee 🙂 aber mit Werbung würde ich kotzen 😀 (obwohl ich mich nie an die Fenster lehne)
Der erste Kommentar zu dem Video passt finde ich perfekt 😀 :D:
„OBEY

CONSUME

BUY

WATCH TV

STAY ASLEEP

NO THOUGHT

MARRY AND REPRODUCE

OBEY“
Mit Musik wäre das aber cool, oder wenn man drauf zahlen könnte, um es abzuschalten, oder man löst es einfach mit einem Vorschlaghammer 😉 😀 (Vorsicht Sarkasmus und Ironie für merkbefreite Überwacher ;))

sieheEmail 5. Juli 2013 um 09:11 Uhr

ich finds toll. Fahre aber wirklich garnie mit der Bahn. Weiter so!!! 😀 solche kranken typen… Ich fände es super wenn entspannte Musik laufen würde, und bspw die Ansagen so durchgesagt werden könnten… Oder Scientology Werbung… Oder andere „böse“ stimmen… kann man bestimmt viele leute wahnsinnig mit machen 😀

Florian Reuschel (@Loilo92) 5. Juli 2013 um 09:14 Uhr

Gut, dass ich beim Anlehnen an die Zugfensterscheiben immer meine Kapuze aufsetze. Mein persönlicher Wunsch wäre ja dann, dass wegen der Unerreichbarkeit für die Werbung Kapuzen beim Anlehnen an die Fensterscheiben verboten werden. 😀

Bredhis 5. Juli 2013 um 10:04 Uhr

Das wäre doch mal was damit man die Durchsagen vom Zugführer auch versteht … 😉 Aber für Werbung? Nein, danke! Ich fahre eh lieber Auto – für mich bedeutet mit der Bahn zu fahren mehr Stress und mindestens genauso viel Geld für die Fahrt …

zoidberg 5. Juli 2013 um 10:10 Uhr

Haha, als angehender Psychotherapeut muss ich mir dann ja keine Sorgen um Patientennachschub machen … „Immer morgens auf der Fahrt zur Arbeit höre ich diese Stimmen in meinem Kopf“ …

zaunfink 5. Juli 2013 um 11:07 Uhr

Ähm….. Nein?

Erstens: Ich möchte mich anlehnen/ausruhen können ohne belästigt zu werden.
Zweitens: Ich erinnere mich an eine Zugfahrt, bei der mein Reisepartner an dem Fenster lehnte. Ein anderer Zug fuhr an uns vorbei. Schnell. Es machte rumms. Durch den Luftzug/Druckveränderung/was weiß ich bog sich die Scheibe erst nach außen und schnellte dann wieder nach innen, um mit Karacho gegen den Kopf des besagten Reisepartners zu knallen. Fazit: Beule.
Das ist natürlich Extremsituation, aber generell rattern die Scheiben, wenn man irgendwo vorbeifährt und ich zumindest empfinde das nicht als entspannend – es würde vermutlich furchtbar rütteln.

Drittens: Nein.
Viertens: Nein.
Fünftens: Nein.

Jule 5. Juli 2013 um 15:59 Uhr

Die Technik finde ich nice aber eher wenn es um Sound zuhause geht. kein außenschall, nie wieder alle mit belästigen und trotzdem so laut wie ich will? Klingt gut. Und das die Werbung damit anfängt naja.

Stephan Funke 5. Juli 2013 um 17:44 Uhr

Hat Sky überhaupt das Geld für solche Spielereien?

Riccardo Ulpts 5. Juli 2013 um 20:40 Uhr

In Kooperation mit der Bahn 🙂 haha wenn dann die Preise 50 % billiger sind ok. Die die den Vollpreis zahlen dürfen dann hoffentlich keine Werbung bekommen.

PHilipp Seagal 8. Juli 2013 um 16:23 Uhr

Der Film Metropia wird wahr! Endlich Werbung die einem Gedanken in den Kopf flüstert!

Kein Name 14. Oktober 2013 um 22:53 Uhr

Eine App? Ich habe ein Siemens S45i – was wollen die von mir?




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