Shazam soll bald Augen bekommen und auch Objekte statt nur Musik erkennen

6. März 2015 Kategorie: Internet, Mobile, geschrieben von:

Shazam hat mit seinem Musikerkennungsdienst vieles richtig gemacht. Menschen können sich überall und jederzeit informieren, was sie gerade von irgendwoher auf die Ohren bekommen. Neben Musik hat mittlerweile auch die Werbeindustrie Shazam für sich entdeckt, so kann man Shazam bei einer TV- / Kino- / Radio-/ Whatever-Werbung lauschen lassen und erhält zusätzliche Informationen. Für Shazam ist mit Audio aber noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, als nächstes sind Objekte an der Reihe.

shazam

Ihr erinnert Euch sicher an das Fire Phone von Amazon. Dies hatte ein Feature, welches Euch über Produkte informiert, wenn Ihr die Kamera auf diese richtet. Diese Funktion brachte dem Smartphone auch schnell den liebevollen Namen Shopping-Phone ein. So muss man sich auch die Pläne von Shazam vorstellen, es sollen Objekte erkannt werden und entsprechend erweiterte Informationen an den Nutzer gegeben werden.

Dieser Ansatz lässt sich auch perfekt mit Shazams Werbestrategie verbinden. Kunden würden beim Scan eines Produktes Informationen erhalten, Werber könnten direkt das Produkt anbieten. Allerdings läuft Shazam mit einer solchen Erweiterung auch Gefahr, den Blick aufs Wesentliche zu verlieren. Kunden lieben Single-Purpose-Apps, sie sind es gewohnt, mit Shazam Musik zu scannen, um Informationen zu einem Lied zu erhalten. An solche Neuerungen muss der Nutzer geschickt herangeführt werden, man sieht leider viel zu oft, dass eigentlich etablierte Dienste den Bach heruntergehen, weil sie plötzlich an Featuritis erkranken.

Der blaue Shazam-Button wird bleiben, erzählt Rich Riley (Shazam CEO) Reuters im Interview, er wird nur mehr können als nur Musik erkennen. Ich bin gespannt, ob dies für Shazam so aufgeht.


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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