„Shadowgun: Legends“ auf der Nvidia Shield Android TV exklusiv in 4K angespielt

19. Februar 2017 Kategorie: Games, geschrieben von: André Westphal

„Shadowgun: Legends“ soll dieses Jahr für mobile Endgeräte sowie die Nvidia Shield Android TV erscheinen. Ich hatte dank Nvidia die Gelegenheit eine exklusive Demo des Shooters an der Shield (2015) ausgiebig zu zocken. Das war für mich eine spannende Sache, denn die finale Version des Games wird schließlich erst im Sommer 2017 erscheinen. Doppelte Spannung kam auf, weil das Spiel tatsächlich auf der Nvidia Shield Android TV in 4K ausgegeben wird. In welcher Auflösung das Spiel nativ gerendert wird, kann ich euch allerdings nicht zu 100 % sagen. Natürlich konnte ich den späteren Online-Modus aktuell noch nicht ausprobieren, aber immerhin Eindrücke zur Technik und zum Gameplay sammeln. Vor allem die Grafik hat mich dabei sehr beeindruckt.

Wie gesagt, ist schwer zu sagen, in welcher Auflösung „Shadowgun: Legends“ nun nativ berechnet wird, doch die Ausgabe erfolgt an der Nvidia Shield Android TV in 4K. Ich habe das Game entsprechend in Kombination mit einem Samsung UE55KS8090 getestet, um die Auflösung auch ausnutzen zu können. In der Tat sieht das Spiel deutlich schärfer aus als manch anderes Game, das nur auf 1080p ausgelegt ist. Die Grafikqualität leidet darunter nicht, so dass ich vermute, dass die Berechnung irgendwo zwischen 1080p und 2160p stattfindet und dann skaliert wird. Auch wenn die Bildqualität wiederum toll ist, muss man in meiner Vorabversion noch bei der Performance Abstriche machen. Die Framerate variiert leicht und scheint insgesamt 30 fps anzuvisieren.

Meistens ist „Shadowgun:Legends“ in 4K aber schon in dieser frühen Version absolut vernünftig spielbar. Lediglich bei der Steuerung sollten die Entwickler von Madfinger Games noch bis zur Veröffentlichung nachbessern. So merkt man, dass das Game generell auf Touch-Eingaben an mobilen Endgeräten ausgelegt ist. Mit dem Controller der Nvidia Shield Android TV fühlt es sich quasi an, als würde man mit dem Charakter über Eis schlittern. So bewegt sich die Figur immer ein Stück zu weit und zu ungenau. Da der Schwierigkeitsgrad nicht allzu hoch ist, kann man damit leben. Nur fühlt es sich eben noch etwas unpräzise an. Ich bin mir aber sicher, dass sich das bis zum Launch noch bessern wird.

Noch etwas mehr zur Technik: Entwickler Madfinger Games hat recht aufwändige Partikeleffekte, Schatten und erstaunlich detaillierte Texturen für ein derartiges Spiel eingebunden. Während ich also „Shadowgun: Legends“ an der Shield gezockt habe, hatte ich nie das Gefühl hier einen Titel zu spielen, der eigentlich primär für mobile Endgeräte entwickelt wurde – was ja genau genommen der Fall ist. Man gibt sich offenbar viel Mühe, dem Game an der Shield ein Konsolen-Feeling zu verpassen. Habt ihr schon „Shadowgun“ gespielt? Dann kennt ihr die rudimentäre Geschichte der Spiele bereits: Die Menschheit ist kurz vorm Aussterben, da brachiale Aliens es auf uns abgesehen haben. Als Soldat versuchen wir auf unterschiedlichen Planeten der Bedrohung Herr zu werden und holen zum Gegenschlag aus.

„Shadowgun: Legends“ setzt dabei 30 Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils an. Wie ihr schon herauslest, ist die grobe Science-Fiction-Geschichte aber eher ein Vorwand, um ordentlich Aliens über den Haufen zu knallen. Ich habe beim Testen nun alleine meine Aufgabe erfüllt, zum Release könnt ihr das aber auch gemeinsam mit anderen Spielern tun. Für absolvierte Quests erhaltet ihr Erfahrungspunkte und / oder neue Ausrüstung sowie Credits, die ihr im In-Game-Store investieren könnt. Alternativ könnt ihr über ein Crafting-System auch selbst Items herstellen – in meiner Demo aber noch nicht verfügbar.

Als Basis für die Abenteuer im Weltall soll eine große, persistente Welt dienen, in der alle Spieler sich tummeln. Entwickler Madfinger Games will zudem immer wieder neuen Content nachreichen. Wie ihr wohl herausgelesen habt: „Shadowgun: Legends“ soll dabei in der finalen Version quasi Shooter und MMORPG mischen und schickt sich fast schon an eine Art mobiles „Destiny“ zu werden. Das Sammeln von Loot und Annehmen unzähliger Missionen erinnert freilich auch an die Spiele der Reihe „Borderlands“. Die Entwickler versprechen, dass man Hunderte von Waffen und Rüstungen finden und nutzen kann. Dadurch soll sich dann nicht nur die Optik der eigenen Spielfigur anpassen, sondern auch deren Eigenschaften.

In meiner Demo geht es allerdings eher darum, die technischen Vorzüge an der Nvidia Shield Android TV zu präsentieren. So bewege ich mich durch eine lineare Mission, bei der ich auf einer Alienbasis einen Reaktor hochjagen soll. Dazu schalte ich einige Sicherheitsmechanismen aus, ballere verschiedene Aliengegner über den Haufen und mache am Ende mit ein paar gezielten Schüssen dem Reaktorkern den Garaus. Loot erhalte ich in dieser Demo noch keine und auch das Erfahrungspunkte-System fehlt. Vielmehr merkt man, dass hier eben gezeigt werden soll, was technisch machbar ist.

Wie ihr auf den Screenshots erkennt, sieht „Shadowgun: Legends“ für diese Art von Spiel wirklich super aus. Zumal es sich hier um einen Free-to-Play-Titel handeln wird. Geld will man dann natürlich mit dem bereits erwähnten In-Game-Shop verdienen. Wie wichtig die Mikrotransaktionen am Ende im Spiel sein werden bzw. ob man auch ohne jene gut vorankommt, kann ich wie gesagt anhand der Demo nicht beurteilen.

Meine Demo zu „Shadowgun: Legends“ hat mir kurzweiligen Spaß beschert, auch wenn es sich eben eher um eine technische Demonstration handelt. Davor ziehe ich schon einmal den Hut, denn Madfinger Games holt aus der Nvidia Shield Android TV grafisch sehr viel heraus. Auch an kleine Details hat man gedacht – etwa einen Unschärfe-Effekt an den Bildschirmrändern, wenn man Gegner mit dem Zielfernrohr aufs Korn nimmt. Ob das Spiel auch im Gameplay mit dem hohen, technischen Anspruch mithalten kann, erfahren wir dann zum Launch im Sommer 2017.


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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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