Selbstmord: Günter Freiherr von Gravenreuth ist tot
Rechtsanwalt Gravenreuth sollte in der Szene eigentlich jeder kennen, oder? Gerade kam die Info, dass sich der Münchner Anwalt, bekannt geworden durch Abmahnungen im IT-Bereich, selbst erschossen hat. Erst wollte ich den Gerüchten bei Twitter, Gulli & Co nicht glauben, doch ich selber kenne Menschen aus “der Szene”, die mir eben definitiv bestätigten, dass er sich erschossen hat (nein, ich darf keine Namen nennen). Kein Fake. Definitiv Selbstmord. Ob es an der vor kurzem stattgefundenen Verurteilung gelegen hat? Übrigens: Freudige Kommentare werde ich löschen. Abmahnungen hin oder her – es handelt sich immer noch um ein Leben…
Update: Michl schreibt folgendes in den Kommentaren: “Finanzprobleme, die nicht ausgestandene Strafsache, der Verdacht auf Krebs – letztlich aber schwere Beziehungsprobleme und der Entzug seines sozialen Umfeldes, sind laut seinen letzten Worten die Hintergründe”

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91 Kommentare zu “Selbstmord: Günter Freiherr von Gravenreuth ist tot”
Marcus sagt
Da kann man mal sehen, was so eine Verurteilung anrichten kann.
Er dient nun hoffentlich als abschreckendes Beispiel (auch wenn es etwas makaber ist).
Kommentar am 22. Februar 2010 um 11:45 geschrieben.
ad (
@admartinator) sagt
Ich bewundere deinen Mut, zu diesem Beitrag die Kommentarfunktion offen zu lassen. Wollen wir hoffen, dass die Diskussionen hier nicht auf das Niveau vom h***e-Forum abgleiten.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 11:45 geschrieben.
Teo (
@TeosSenf) sagt
Oha. Schlimme Sache. Die Ursache des Selbstmords sehe ich allerdings nicht in der Verurteilung. Ich meine, was sind schon 1 Jahr und 2 Monate Haft? Deshalb gibt sich doch niemand die Kugel. Vielleicht hat der Suizid auch gar nichts mit öffentlich diskutierten Dingen zu tun. Auch solche Leute sind schließlich nicht vor Depressionen oder familiären Problemen gefeit.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 11:46 geschrieben.
faxweiche (
@faxweiche) sagt
http://bit.ly/9mSqYh
der bayerntext hat noch ein paar infos
Kommentar am 22. Februar 2010 um 11:46 geschrieben.
Babel sagt
Ob da nicht bald ne Sammelklage gegen alle kommt die über den Tot geschrieben haben? Ohje ohje…
SCNR
Kommentar am 22. Februar 2010 um 11:46 geschrieben.
Pascal (
@Friedenspanzer) sagt
“Freudige Kommentare werde ich löschen.”
Finde ich toll, die Entscheidung. Mir geht es jetzt schon total auf den Sack wie mit der Nachricht umgegangen wird, egal was man von dem Mann halten konnte.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 11:47 geschrieben.
Teo (
@TeosSenf) sagt
Übrigens liegt die Selbstmordrate in Bayern generell etwas höher, als in anderen Bundesländern.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 11:48 geschrieben.
hoschi sagt
mein Beileid an die Angehörigen
Kommentar am 22. Februar 2010 um 11:52 geschrieben.
Christian sagt
Screenshot Bayerntext: http://bit.ly/aAtuGQ
Na ja, Friede und so…*murmel*
Kommentar am 22. Februar 2010 um 11:58 geschrieben.
sahhaf sagt
What goes around, comes around.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 12:05 geschrieben.
Marcel (
@marcshake) sagt
Ich hab mal mit GvG im Gulliforum diskutiert. Sein Standpunkt hin oder her, argumentieren konnte der Mann.
Irgendwie dann ja doch: Rest in Peace.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 12:09 geschrieben.
MC Winkel sagt
So geht die Welt. Wahnsinn.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 12:12 geschrieben.
Toddi sagt
starkes Stück…
Da bin ich mal auf die Erklärung gespannt, was ihn zu diesem Schritt bewegt hat, wenns denn überhaupt eine Erklärung gebben wird.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 12:15 geschrieben.
cro sagt
Herr Gravenreuth, so sieht keine Kämpfernatur aus. Pfui sag ich nur dazu, vor allem gleich den egoistischsten Weg zu gehen, zeugt einfach nur von Feigheit.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 12:20 geschrieben.
alonso sagt
Etwas makaber: Ob es bei Heise eine grüne Welle geben wird . . . ?
Kommentar am 22. Februar 2010 um 12:34 geschrieben.
Dessicater sagt
Mag man halten was man will von dem Mann.
Er hatte seine rechtliche Strafe bekommen.
Aber ein Leben ist ein Leben.
Mein Beileid an alle Angehörigen.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 12:34 geschrieben.
MasterMax sagt
Wenigstens hat er sich nicht vor einen Zug geworfen und damit noch einen Zugführer traumatisiert.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 12:44 geschrieben.
Kampfschmuser sagt
Ein wenig erschüttert hat es mich.
Egal was war, ein Leben bleibt ein Leben.
Im engeren Kreis von Gravenreuth hatte man mit einer solchen Aktion schon etwas spekuliert. Er wollte ja kämpfen bis der letzte Vorhang fällt. Niemand konnte sich vorstellen, dass er wirklich in den Knast geht. Den letzten Vorhang hat er nun selber runtergezogen.
Ich kann persönlich nicht verstehen sich wegen 14 Monaten umzubringen. Bei guter Führung wäre er nach 8-9 Monaten wieder draußen gewesen.
Aber dafür das Leben zu geben… Hat ihm wohl keiner gesagt, dass es davon immer nur eins für jeden gibt.
Ruhe in Frieden. Mein Beileid den Angehörigen und ich hoffe, dass die billigen Nachtreter in der Minderzahl hier und woanders bleiben.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 12:46 geschrieben.
nippelnuckler sagt
@Teo: in Bayern gibts auch häufiger Lottogewinne und der Durchschnitt hat mehr Geld. Ob das alles was mit der höheren Selbstmordrate dort zutun hat? wer weis
Kommentar am 22. Februar 2010 um 12:50 geschrieben.
werner67 sagt
R.I.P.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 12:55 geschrieben.
isnixfrei sagt
Für seine Verfehlungen hat er eine rechtstaatlich Strafe bekommen, damit ist die Sache erledigt. Sein Freitot war eine persönliche Entscheidung, deren Gründe für mich nicht von Belang sind. Ist mir eigentlich gleichgültig.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 13:03 geschrieben.
Matthias (
@kuenzer) sagt
Eine sehr kontrovers diskutierte Person.
Ob es nun etwas mit der Verurteilung zu tun hatte, bezweifle ich.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 13:05 geschrieben.
JürgenHugo (
@ALBrequet) sagt
Nun ja – das Internet wird ihn nicht sonderlich vermisssen.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 13:06 geschrieben.
mkrueger (
@ChewieKrueger) sagt
Oh, da kann man ja wieder Torrent – Dienste nutzen (natürlich nur um Gigabyte von Linux Programmen zu ziehen). Wir hatten auch schon mal eine Abmahnung von dem guten Mann, schade dass ich die damals weggeworfen habe…
Kommentar am 22. Februar 2010 um 13:07 geschrieben.
Jimbei sagt
Mh… Ich weiß ja nicht. Kommt mir leicht unglaubwürdig vor, denn er hatte schon mehrmals Verurteilungen gehabt und ist immer in Berufung gegangen und hat’s hinausgezögert.
Aber als Resümé: er war einer der Leute, die man nicht mochte. Er hatte immer mit irgendjemandem einen Rechtsstreit, machte anderen Leuten das Leben wahnsinnig schwer (und zerstörte vermutlich so manches) und war allgemein auch im Gulli-Forum ein Nervbolzen. Er war wie der Nachbar, der einen nicht in Ruhe lässt, bis man auszieht. Viel eher wäre eine Existenzkrise für mich ein Motiv, statt diese poplige Gefängnisstrafe (etwas über einem Jahr ist für mich kein Grund für Selbstmord).
Nichtsdestotrotz, sei’s drum. Es gibt genug Gravenreuths auf dieser Welt, die sich lediglich weniger öffentlich profilieren und stattdessen auf Teufel-komm-raus ahnungslose Ebayer um ihre Existenz klagen.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 13:10 geschrieben.
faxweiche (
@faxweiche) sagt
@isnixfrei: das SZ-Magazin hat da letzte Woche recht passend bemäkelt, dass “Freitod” zu beschönigend klingt. Finde Selbstmord/Suizid in diesem Zusammenhang deutlich passender…. auch wenn es Dir offensichtlich gleichgültig ist.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 13:11 geschrieben.
philipp sagt
wer zum schwert greift…
Kommentar am 22. Februar 2010 um 13:22 geschrieben.
Michl sagt
http://de.wikipedia.org/wiki/G.....ravenreuth
da steht schon drin, sind die schnell.
Naja kenn den Kerl net daher hält sich meine Trauer in Grenzen.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 13:27 geschrieben.
sotel sagt
Wir sind als Onlinehändler (leider) ständig von Abmahnungen im Wettbewerbsrecht und Markenrecht betroffen. Solche Anwälte kosten uns viel Geld und Zeit, da man sich ja leider jeder Abmahnung zur Wehr setzen muss. Egal ob berechtigt oder nicht.
Durch seine Haftstrafe hätte er seine Zulassung verlieren können. Schätze schon, dass der Freitod damit zu tun hat.
Manche Anwälte leben in einer anderen Welt – so kommt es mir leider manchmal vor, wenn ich deren Forderungen für einen Brief sehe…
Kommentar am 22. Februar 2010 um 13:28 geschrieben.
Gutenbyte-Webdesign sagt
ohne einen blick in die psyche, der jetzt schwierig ist, bleibt das meiste spekulation. ich glaube, egomane, egozentrisch, manisch könnten passende begriffe sein, was aber auch wieder nur spekulation ist. was bleibt, ist ein ende im ungleichgewicht, aber wenigstens ein selbstbestimmtes. ruhe in frieden, und wenn du die möglichkeit hast, mach es nun besser.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 13:31 geschrieben.
Fraggle sagt
Ich glaube kaum, daß er wegen der Dauer der Haftstrafe sich sein Leben nahm. Vielmehr, weil er danach nicht mehr prozessieren darf und somit sein Lebensinhalt entzogen wurde.
Wie auch immer, mein Mitgefühl mit den Angehörigen, denn die können genausowenig etwas darfür, wie die übertrieben drastischen Strafen, die er auf Kopierer heraufbeschworen hat.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 13:35 geschrieben.
JürgenHugo (
@ALBrequet) sagt
Nur mal nebenbei: für seine Haltung bez. der “freudigen Kommentare” muß ich dem Caschy Hochachtung zollen.
Ich glaube nicht, daß ich das in einem ähnlichen Fall so könnte…
Kommentar am 22. Februar 2010 um 13:44 geschrieben.
caschy sagt
Ich war nie Betroffener. Vielleicht deshalb. Andere werden sicherlich applaudieren. Gibt Dinge, da muss ich auch schlucken um nicht Dinge zu sagen, die ich nicht gesagt haben will. Aber mit dem Alter kommt die Weisheit… war früher anders
Och, morgen schon wieder n Jahr älter…
Kommentar am 22. Februar 2010 um 13:49 geschrieben.
stardust sagt
>>weil er danach nicht mehr prozessieren darf und somit sein Lebensinhalt entzogen wurde
sehe das exakt genauso! Einer der sich so in eine Sache hinensteigert und noch dazu in einem Beruf den man selbstständig bis 80 Jahre ausüben könnte… den trifft sowas sicherlich.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 13:50 geschrieben.
Nirven sagt
Wie Fraggle schon sagt: Relevant ist die Dauer der Haft vermutlich vor allem, weil es beudeutet hätte, dass er seinen Beruf nicht mehr ausüben darf.
Seine Angehörigen tun mir leid, aber mein Mitleid für ihn hält sich in Grenzen, er hatte es selbst zu verschulden, dass er eine solche Strafe aufgebrummt bekam.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 13:51 geschrieben.
Markus12 sagt
Ich wollte mir zu dem Fall eigentlich keine Kommentare anschauen, was ich dann natürlich doch gemacht habe, um darin bestätigt zu werden, was ich ahnte.
Es kam anders. Das Niveau zumindest hier im Blog hat mich dann doch positiv überrascht.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 14:00 geschrieben.
LesterPicket sagt
Bandwidth Limit Exceeded…
R.I.P.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 14:03 geschrieben.
Michl sagt
Steffen Wernery hat die Abschiedsmail von Gravenreuth erhalten. “Finanzprobleme, die nicht ausgestandene Strafsache, der Verdacht auf Krebs – letztlich aber schwere Beziehungsprobleme und der Entzug seines sozialen Umfeldes, sind laut seinen letzten Worten die Hintergründe”
Kommentar am 22. Februar 2010 um 14:10 geschrieben.
caschy sagt
@Michl: hast du Zugriff darauf? Kannste es nicht hier reinkopieren?
Kommentar am 22. Februar 2010 um 14:16 geschrieben.
phantomaniac sagt
Insgesamt bin stehe ich dem relativ neutral gegenüber. Hat sich ja einige Stücke geleistet, die immer hart an der Grenze waren….und war in meinen Augen einer der Wegbereiter für das Abmahnunwesen.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 14:17 geschrieben.
pencil sagt
Steffen Wernery, einer der Gründer des Chaos Computer Club, hat die Abschiedsmail von Gravenreuth erhalten. “Finanzprobleme, die nicht ausgestandene Strafsache, der Verdacht auf Krebs – letztlich aber schwere Beziehungsprobleme und der Entzug seines sozialen Umfeldes, sind laut seinen letzten Worten die Hintergründe”, so Wernery in einer E-Mail an Golem.de.
http://www.golem.de/1002/73296.html
Kommentar am 22. Februar 2010 um 14:23 geschrieben.
Michl sagt
nee auf die email hab ich keinen Zugriff. kann sogar sein dass ich das von golem glaub aber das war wo anders.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 14:34 geschrieben.
Ostwestf4le sagt
Jeder Tod ist traurig und tragisch.
Ich finde es sehr begrüßenswert, dass Du hämische Kommentare und Ähnliches erst gar nicht veröffentlichst.
Danke.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 14:34 geschrieben.
Dirk sagt
Mensch Cashy,
“ich selber kenne Menschen aus “der Szene”
Du kennst das Rotlichtmillieu?
Ich las vom Freiherren bereits zu Zeiten des Usenets. Er war bereits damals umstritten, aber auch kompetent, hatte mir mal einen guten Rat gegeben. Dass er sich dem schnellen Geld hingeben hat … schade. Aber da fallen mir auch aktuelle Beispiele ein.
Ein Tod ist in der Regel immer zu betrauern.
R.I.P.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 14:44 geschrieben.
caschy sagt
Nein, eher Internet-Szene.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 14:46 geschrieben.
Hias sagt
Ist ja gut jetzt.
Ein polarisierender Mann hat sich umgebracht.
Nach offiziellen Zahlen tun dies jeden Tag 2740 Menschen weltweit.
@Dirk: Betrauerst Du alle diese Menschen auch?
Das hier kommt mir heute vor wie ein Ethik-Thread (“wieviel kann ich schreiben, ohne hämisch zu werden”) oder noch viel simpler wie ein Gaffer-Thread.
Sorry, Ihr Edelmütigen!
Kommentar am 22. Februar 2010 um 15:21 geschrieben.
Headhunter sagt
Ich habe mit ihm einige sehr kontroverse und anstrengende Telefonate geführt, weil er für mich einer der zweifelhaftesten “Juristen” der BRD war.
Trotzdem, aus Hochachtung vor seinem Tod, ruhe in Frieden, Günni!
Kommentar am 22. Februar 2010 um 15:28 geschrieben.
Loverk89 sagt
Musste erst mal googlen denn der Name sagte mir nichts. Ich kannte ihn aber doch vom hören sagen. Naja RIP und so weiter mein Beileid
Kommentar am 22. Februar 2010 um 15:39 geschrieben.
Richthofen sagt
Respekt für diesen Artikel.
Traurig, traurig … egal,
ob ein Mensch auf jemanden positiv oder negativ gewirkt hat,
wie verzweifelt muss ein Mensch sein,
dass der Freitod gewählt wird.
cu
Kommentar am 22. Februar 2010 um 15:39 geschrieben.
JürgenHugo (
@ALBrequet) sagt
@Hias:
Soo edelmütig bin ich garnicht – manchmal schreib ich sogar auf Kommentare, deren Tenor mir nicht so recht gefällt, eine ziemlich deutliche und unmißverständliche Antwort…
In diesem Fall erachte ich das aber nicht als notwendig oder dringlich, weil die meisten hier durchaus in der Lage sind, sich über so etwas ihre eigene Meinung zu bilden…
Kommentar am 22. Februar 2010 um 15:41 geschrieben.
Claus sagt
Flucht vor der eigenen Verantwortung ist nichts vor dem ich in irgend einer Form Respekt haben oder Bedauern empfinden könnte. Er ist nicht der erste und wird auch nicht der letzte sein, der sich in Situationen hinein manövriert, die dann aus der persönlichen Sicht unkontrollierbar erscheinen.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 15:48 geschrieben.
SEO Coach sagt
auf ein aufrichtiges Trauern darf man in diesem Fall wohl nicht hoffen…
Kommentar am 22. Februar 2010 um 16:08 geschrieben.
dreaven4 sagt
Für Abmahnungen muss man einen hohen Preis zahlen oder in einem Lied zusammengefasst.
Einer ist immer der Loser.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 16:25 geschrieben.
Josef sagt
Ich hätte es garnicht hier erwähnt. Aus meiner Sicht sollte man sowas nicht mal in die Zeitung setzen. Verbrecher haben sowas nicht verdient.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 16:48 geschrieben.
dimido sagt
Ruhe in Frieden, aus christlicher Sicht!
Aber, es wundert mich wieder, dass MachtMenschen am Ende immer wieder scheitern und dann nicht weiterleben können.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 17:04 geschrieben.
JürgenHugo (
@ALBrequet) sagt
Verbrecher is aber ein starkes Wort – Unsympath vielleicht. Er hatte sich total verrannt – und so ein Mann macht sich eben Feinde.
Die “taz” – DAS war eben ein Feind zuviel…
Kommentar am 22. Februar 2010 um 17:05 geschrieben.
AMUNO sagt
Hat jemand ein paar Links zur Abschiedsmail? Ist leider noch nicht so viel bekannt darüber, bzw. sie wurde noch nicht veröffentlicht. Kann mir nicht vorstellen, dass ausgerechnet Gravenreuth nur loyale Leute kennen würde.
Günter Freiherr von Gravenreuth begeht Selbstmord
Gruß
AMUNO
Kommentar am 22. Februar 2010 um 17:41 geschrieben.
Luca sagt
Ich sehe das auch so wie MasterMax, wenn er sterben will, wenigstens ohne andere zu beeinflussen.
Ob das feige ist oder vielleicht aus einer jahrelangen psychischen Krankheit entstanden ist (habe ihn schon “kennen lernen” dürfen), wird man wohl nicht wirklich erfahren. Meiner Meinung nach hatte der Kerl enorme Profilierungssucht…
Vielleicht ist es besser so, vielleicht hat sich sein Gewissen gemeldet. Ist doch aber auch egal. Er war ein kompetenter Mann, hat diese Kompetenz und seine Intelligenz aber eben leider für die falsche Sache eingesetzt.
Er möge seinen Frieden gefunden haben.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 18:08 geschrieben.
brave (
@melron78) sagt
Ich denke mal das er doch auch ganz schön unter Druck gestanden hat, denn er war ja nicht wirklich beliebt und hatte bestimmt auch auch keine “Fan-Post” sowas kann auf Dauer auch ganz schön runterziehen und wer weiß was da noch alles reinspielt, dann die Aussicht seine Lizenz zu verlieren usw…
Zum einen bin ich froh das es nun einen “großen” Abmahner weniger gibt, aber nicht auf diese Weise.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 18:16 geschrieben.
Phr³³k sagt
Sehr schade da er endlich mal für seine Taten geradestehen sollte.
Er wird sich gedacht haben die 14 Monate steht er nie durch. Das Berufsverbot kam sicher auch noch dazu, die Vollstreckung des Urteils wurde verschoben damit er seine Kanzlei auflösen konnte. Und wenn ich micxh recht erinnere war das seine Aussage das er die Haftstrafe nicht freiwillig antreten wird.
Dabei erinnere ich mich noch ziemlich gut an die berühmten Aufkleber der 90ziger LAN-Parties…(Gravenreuth is watching you…)
Kommentar am 22. Februar 2010 um 18:27 geschrieben.
Mo sagt
Mann-O-Mann, der war so lange im Geschäft. Das zog sich schon seit Amiga-Zeiten hin bis in die Gegenwart. Irgendwann hab ich nur noch ein Schmunzeln auf den Lippen gehabt, wenn er wieder eine neue Geschäftsidee hatte und die durchzog. Freitod ist schon ne heikle Sache und immer tragisch – vor allem für die Angehörigen, die sich jetzt damit auseinandersetzen müssen.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 18:43 geschrieben.
Phr³³k sagt
Naja aber “Tanja” hats auch echt übertrieben, da waren die C64 Kleinanzeigen noch echt harmlos im Gegensatz zu seinen vielen anderen “gewinnversprechenden” Mitteln. Ich werd die alte Dartscheibe mal wieder rausholen, war schön zur CC99…
(Headhunter sagte)
Trotzdem, aus Hochachtung vor seinem Tod, ruhe in Frieden, Günni!
Besser hätt ichs nicht sagen können.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 18:50 geschrieben.
Usie sagt
Ich würde den Zwinker-Smilie aus dem Beitrag entfernen. Bei einer Todesmeldung sind Smilies jeglicher Art irgendwie fehl am Platz…
Kommentar am 22. Februar 2010 um 18:54 geschrieben.
caschy sagt
Recht hast du.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 18:58 geschrieben.
Uli sagt
Nein, Selbstmord ist definitv keine “befriedigende” Lösung, nicht einmal für den “public enemy” der Online-Szene. Vielmehr ärgert es mich, stellvetretend für seine “Abmahn-Opfer”, jetzt nicht mehr so etwas wie Genugtuung für ergangene Urteile zu erlangen, die u.U. ebenfalls Exitenzen gekostet haben. Außerdem werden für jeden “rollenden Kopf” 7 Köpfe nachwachsen.
Mein Beileid den Angehörigen. Sofern noch vorhanden.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 19:05 geschrieben.
Heiko Bernhörster (
@HeikoBe) sagt
Ich kann es kaum glauben: Er gehörte trotz allem doch schon seit fast 30 Jahren zur Branche dazu. So kann es also Enden.
Heiko
Kommentar am 22. Februar 2010 um 20:04 geschrieben.
Feinschnitt sagt
Jetzt kann er dem Teufel seine Briefchen schreiben. Aber ich schätze, der fackelt nicht lange.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 20:28 geschrieben.
Guido (
@katzeausdemsack) sagt
Ich kannte ihn persönlich von einigen RADWAR-Partys und anderen C64-Partys und Meetings. Vieles was er (vorallem nach der 64er/Amiga-Zeit) getan hat, war sicher mehr als bedenklich. Er selber als Person war aber weder “bedrohlich”, “der Anwalt des Schreckens” noch ein wirklicher “Unsympath”, wie derzeit häufig zu lesen ist. Das sind Interpretationen aus seinen Handlungen, die ich sicher auch nicht beschwichtigen will. Der Mensch den ich kennengelernt habe war ein anderer.
R.I.P Günni – Ich hätte mich lieber aufgrund eines anderen Anlasses an die gute alte Zeit erinnert.
Wer ihn nicht kannte, findet hier zwei Links zu einer Gesprächrunde in der Sendung “Highscore”. Alte Szenemitglieder werden im Publikum viele bekannte Gesichter der C64-Szene sehen und natürlich Markus Wiederstein in der Runde.
http://www.youtube.com/watch?v=UCxz-V-WYTI
Kommentar am 22. Februar 2010 um 21:33 geschrieben.
Feinschnitt sagt
@Guido – thx for the linx
Kommentar am 22. Februar 2010 um 21:50 geschrieben.
Axel sagt
In früherer Zeit war der Freitod ein Eingeständnis des Scheiterns. Vielleicht auch die Erkenntnis, wesentliche Dinge des Lebens wirklich ganz falsch angepackt zu haben. Es zeugte von Ehre, diese finale Handlung durchzuführen.
Aber wir können nur über die Gründe spekulieren.
Kommentar am 22. Februar 2010 um 22:17 geschrieben.
Josef sagt
@Jürgen Hugo
Ich finde nicht dass Verbrecher ein starkes Wort ist. Er wurde schließlich verurteilt. Wenn man sich die ganzen Presseberichte mal durchliest ….
Kommentar am 22. Februar 2010 um 22:25 geschrieben.
JürgenHugo (
@ALBrequet) sagt
Naja – eine Zierde seines Berufsstandes war der sicher nicht. Ich finde, hier ist der Gesetzgeber gefordert. Er ist/war ja mit seiner “Masche” nicht alleine.
Urheberrecht hin oder her – für den “Normalmenschen” ist eben ein Unterschied, ob einer wertvolles geistiges Eigentum (Patente, komplizierte Software etc.) stiehlt, kopiert oder sonstwas – oder ob der Caschy ein Foto von einer Wurst, das ein anderer gemacht hat benutzt.
Diese “Abmahn”wälte wollen ja nicht dem Recht zur Genüge helfen, sondern für sich “Kohle abzocken”. Indem sie überlegenes Wissen über Gesetze (und deren evtl. Schwachpunkte) ausnutzen. Und da wird ja mit ungleichen Karten gespielt.
Das ist doch so ähnlich, als ob ich ein Computerspiel, das ich kenne, gegen einen Analphabeten spiele, der das noch nie gemacht hat. Ich kenne das Spiel, ich kann die Regeln (und die Cheats…) nachlesen – DER kann das alles nicht. Ich bin also gnadenlos im Vorteil – wer wird da wohl gewinnen…
Die bei der “taz” konnten aber lesen…
Kommentar am 22. Februar 2010 um 22:51 geschrieben.
Stefan Gehring sagt
Tja, die waren Gründe werden wir nie erfahren, sind in dem Fall sicher auch nicht so wichtig. Mein Mitgefühl seinen Angehörigen.
Er war sicher nicht unumstritten, doch wie es bei allen großen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ist: Nach ihrem Ableben wird darüber nur noch wenig geredet, noch weniger allerdings über das was sie gutes getan haben …
Stefan
http://www.hasengrill.net
Kommentar am 23. Februar 2010 um 00:01 geschrieben.
JürgenHugo (
@ALBrequet) sagt
Was der alles “gutes” getan hat – das kann man aber sicher auf einen ganz kleinen Zettel schreiben…
Kommentar am 23. Februar 2010 um 10:16 geschrieben.
Birgit Gabriel sagt
@ Caschy
OT – aber: Alles Gute und Glückwunsch zum “wieder ein Jahr älter”.
Bei der Gelegenheit auch danke für dieses Blog, in dem ich seit rund einem Jahr gern und mehr oder weniger regelmäßig mitlese.
Kommentar am 23. Februar 2010 um 11:23 geschrieben.
franzi sagt
Das ist doch der, der Links zu anderen Servern in Frage gestellt hat und damit Geld machen wollte.
Kommentar am 23. Februar 2010 um 13:05 geschrieben.
chtulhu sagt
Ich finds einfach nur feige sich vor seiner Strafe zu drücken.
Immer nur den einfachen Weg gehen und seine Macht missbrauchen.
So kanns gehen, und bei Saddam Hussein hat auch keiner gesagt: Das ist doch auch ein Mensch!
Kommentar am 24. Februar 2010 um 09:13 geschrieben.
Grainger sagt
Im Jahr 2005 haben in der EU ca. 58.000 Menschen Suizid begangen, davon 10.260 in Deutschland.
Ich sehe keinen Grund, warum ich dem Suizid von GvG einen höheren Stellenwert beimessen sollte als den anderen.
Kommentar am 24. Februar 2010 um 23:34 geschrieben.
Heiko Bernhörster (
@HeikoBe) sagt
@Grainger: Jeder Selbstmord ist tragisch. Aber solche von Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, verursachen naturgemäß mehr Aufmerksamkeit.
Und GvG “kennt” man doch schon fast 30 Jahre lang…
Heiko
Kommentar am 25. Februar 2010 um 21:46 geschrieben.
pcdoc sagt
Für die Familienangehörigen tut es mir natürlich auch leid. Aber als Ehemals Betroffener seiner Betrügerischen Machenschaften hält sich meine Persönliche Trauer sehr in Grenzen.
Kommentar am 3. März 2010 um 07:23 geschrieben.
Fransi sagt
Ein Mensch bleibt ein Mensch
Kommentar am 30. April 2010 um 14:19 geschrieben.
Börtie sagt
Das muss man sich erstmal vorstellen dass einen Menschen seine eigenen Wertvorstellungen oder eben das Platzen derer in den Selbstmord treibt. DAS bedeutet Mut – oder etwa totale Verzweiflung???
Kommentar am 14. Mai 2010 um 20:38 geschrieben.
Marcel sagt
Ruhe in Frieden..
Kommentar am 18. Juli 2010 um 16:57 geschrieben.
maca ber sagt
Er bleibt ein Komma in der Internetgeschichte, zum Ausrufezeichen hat es nicht gereicht.
Kommentar am 23. August 2010 um 13:48 geschrieben.
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