Search & Replace: Wörter in WordPress ersetzen

20. Juni 2011 Kategorie: Windows, geschrieben von: caschy

Mal wieder ein etwas sehr spezielles Thema, aber es muss sein. Ich hatte eben ein Telefonat mit einem Blogger. Dieser wurde abgemahnt, weil er ein spezielles Wort in seinem Blog verwendete. Diese Bezeichnung ist in Deutschland von einem Inhaber geschützt, in anderen Ländern gehört das Wort einer bekannten & großen Internetfirma.

So bekam er also vom deutschen Rechteinhaber eine Abmahnung. Nein, keine Kostennote, aber die alte und bewährte zu unterzeichnende Unterlassungserklärung. Quasi ein Freibrief – du unterzeichnest, dass du Wort XYZ nicht mehr nutzt, tust du es doch, dann kannste latzen bis der Arzt kommt.

Was also tun, wenn man das Wort schon 100x im eigenen Blog hat? Oder wenn Firefox irgendwann BigBrowser heisst und du das ändern möchtest? Ihr merkt sicherlich, worauf ich hinaus will: einfaches Suchen & Ersetzen.

Search & Replace nennt sich das Plugin für WordPress – wer Peilung hat, kann es auch via SQL-Query machen. Einfach altes und neues Wort eingeben, Tabellen auswählen – fertig. Sollte man im Hinterkopf behalten.

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Über den Autor: caschy

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33 Kommentare

NetzBlogR 20. Juni 2011 um 18:30 Uhr

Das Plugin kann man auch nutzen, wenn man z.B. alle absoluten Links innerhalb eines Blogs in relative Links umwandeln will. Hat mir damals bei der Umstellung eines Themes und der Ordnerstruktur sehr geholfen.

Didi 20. Juni 2011 um 18:34 Uhr

Gemäß der Anleitung vorab das Datenbank-Backup nicht vergessen. Außerdem findet das Plugin nicht alles. Daher danach noch mal die die WP-Backend-Suche drüberlaufen lassen und die Reste per Hand entfernen.

Krug Markus 20. Juni 2011 um 18:34 Uhr

Das ist doch ein Witz, eine Abmahnung wegen einem Wort ! Wo kommen wir mittlerweile hin?

knoxer123 20. Juni 2011 um 18:37 Uhr

Danke für den Tipp. Habe entsprechendes Wort gleich mal ausgetauscht :)

JürgenHugo 20. Juni 2011 um 18:38 Uhr

Hoffentlich is “Fakebook” oder “Zuckermann” nirgendwo “geschützt”…

Oder sollte ich mir das schützen lassen?

AndroidFan 20. Juni 2011 um 18:39 Uhr

Ich würde gerne mal wissen wollen, welches Wort das ist? Internetfirma? Google? ;-)

Dürfte man das Wort selbst dann nicht verwenden, wenn es als geschützt markiert ist?

Thomas 20. Juni 2011 um 18:42 Uhr

Ach geh, Mail darf man in einem deutschen Blog nicht mehr verwenden?

Fraggle 20. Juni 2011 um 18:47 Uhr

Ist ein Scherz, oder? Ich erwischte mich dabei, wie ich auf den Kalender schaute um zu schauen ob schon wieder….

maik 20. Juni 2011 um 18:48 Uhr

Gutes Plugin! Am Wochenende hab ich erst sowas Programmiert, jedoch nicht für WordPress sondern für ein eigenes Projekt. Ich wollte erreichen, dass ein bestimmtes Wort in meinen News immer speziell formatiert wird.
[code]
$newstext = str_replace("Dynamo", "Dynamo", $newstext);
[/code]
Hier wird halt mit str_replace die Variable $newstext nach “Dynamo” durchsucht, und dann mit einer anderen Farbe hervorgehoben. Die Zeile oben muss etwas angepasst werden und dann in den Quellcode eurer Seite eingebunden werden.

sonyon 20. Juni 2011 um 18:50 Uhr

Gings zufällig um einen Mailanbieter? ;)

Ralf Heinrich 20. Juni 2011 um 18:53 Uhr

Das Tool war mir schon mehr als einmal nützlich, wenn ein Blog auf eine andere Haupt- oder Subdomain umziehen musste. Einfacher geht’s nicht. :)

michl 20. Juni 2011 um 19:01 Uhr

Dann kann man ja garnicht über das super Unternehmen schreiben bei dem die Post richtig abgeht.

Verrückte Welt auf was man alles aufpassen muss.

Frank | androidnews 20. Juni 2011 um 19:07 Uhr

Das Bizarre daran ist ja auch, dass man sich nicht mal in Zitaten oder beim Nennen von Fremdnamen auf die “geschützte” Marke beziehen darf. Wenn man zum Beispiel über Android schreibt und eine Systemdatei referenziert, die zufällig aus gutem Grund hmail.apk heißt und man das nicht schreiben darf. Soll man stattdessen auf hooglemail.apk verweisen, auch wenn diese Datei nicht existiert? Oder wenn eine Software Hmail Label Notifier heißt und man darüber schreiben will? Darf man den deutschprachigen Wikipedia-Eintrag zu Hmail überhaupt verlinken?

Ich weiß nicht, ob “Hoogle” dagegen rechtlich noch etwas tun kann, aber ich hoffe es. Dass sich jemand darüber vermutlich einen extravaganten Lebensstil finanziert, kleine Blogger und große Firmen abzumahnen, ist in meinen Augen erbärmlich.

raufaufnberg 20. Juni 2011 um 19:26 Uhr

Und wenn ich jetzt als nicht Deutscher gmail schreibe was passiert dann?
Wir werden es sehen spätestens wenn mein Beitrag gelöscht wird ;)

napfekarl 20. Juni 2011 um 19:38 Uhr

gmail, gmail, gmail… jehova, jehova… Sie war’s, sie war’s, sie war’s…. Er war’s, er war’s…

Mann, mann. Abmahnanwälte sind das Hinterallerletzte! Echt jetzt!

Apple, Microsoft, iMovie, Excel, usw. sind doch auch alles eingetragene Markenzeichen. Was, wenn da eine Abmahnwelle ins Rollen kommt? Ist das noch ernst zu nehmen? Ich würde die Unterlassungserklärung nicht unterzeichnen…

Gabe 20. Juni 2011 um 19:39 Uhr

Mit der Geschichte sollte ich mal zum Google Hauptsitz hier in Zürich :D Das Google da nicht einfach Kohle auf den Tisch gelegt hat? Zu lange her zum erinnern. Apple machts ja auch nicht anders, aktuell siehe icloud.

raufaufnberg 20. Juni 2011 um 19:50 Uhr

In der Schweiz wurde das mit gmail schon aufgehoben und auch in DE wirds warscheinlich nicht mehr lange dauern.

Wer löscht hier text stellen? War doch nichts schlimmes daran.

Ich Formuliere es anders.
Der nette Herr möchte in seinem Jungen alter warscheinlich in Pension deshalb noch schnell ein paar Blogs und Co Abmahnen.

paradonym 20. Juni 2011 um 20:01 Uhr

Danke – in meinem Blog ist die verbotene Abkürzung für Google Mail nun nicht mehr vertreten…

Ist hiermit die Abkürzung GoMail gebohren?

AndroidFan 20. Juni 2011 um 20:13 Uhr

Ich check immer noch nicht, um welches Wort es sich handeln soll?

KChristoph 20. Juni 2011 um 20:30 Uhr

2&2 ?
Die Zahl 2 durch das Ergebnis von 2 minus 1 ersetzen … ?

Jürgen 20. Juni 2011 um 20:43 Uhr

Hey,
es geht doch immer wieder um das gleiche. Es wollen sich einige bereichern mit irgendwelchen geschützten Bildern Wörtern usw. Mitlerweile hat sich eine ganze Industrie aufgebaut.

Gruß

Jürgen

CodeZ 20. Juni 2011 um 21:24 Uhr

Auch wenn es jetzt nicht alle hören wollen, aber es gibt durchaus Abmahnungen die auch gerechtfertigt sind. Trotzdem würde ich (und das ist lediglich meine persönliche Meinung) nicht jede strafbewehrte Unterlassungserklärung unterschreiben nur weil das die Gegenseite so möchte.

Erinnert mich irgendwie an die Abmahnungen wegen “Webspace” vor vielen vielen Jahren … probieren kann man es ja mal :-)

JürgenHugo 20. Juni 2011 um 21:39 Uhr

Wenn irgendjemand das Wort “Fakebook” benutzt, dem hetz ich die Frau Günther auf den Hals! Das vorletzte Hemd wird dem weggepfändet – das letzte hol ich dann selber… :mrgreen:

Nico Werdermann 20. Juni 2011 um 22:26 Uhr

Man darf Marken nennen – keine Frage. Das Problem liegt immer nur in der geschäftsmäßigen Benutzung. Die Grenzen sind allerdings nicht immer ganz klar. Wird mit einem ein Markennamen eine andere Ware oder Dienstleistung derselben Klasse, für die die Marke Schutz genießt beschrieben, entsteht für den Markeninhaber das Problem der Verwässerung der Marke.
@CodeZ: Häufig ist es eine pragmatische Lösung, eine Unterlassungserklärung auch bei unberechtigten Abmahnungen abzugeben. Hat man selbst kein Interesse daran, das untersagte Verhalten fortzusetzen, tut das Unterlassungsversprechen nicht weh. Gibt man keine Unterlassungserklärung ab, kann der Abmahner eine einstweilige Verfügung beantragen, die in der Regel ohne Anhörung des Abgemahnten erlassen wird. Dann streitet man plötzlich bei einem Kostenrisiko von 2.000-3.000 EUR über eine Sache, die eigentlich völlig egal war.
@Caschy: Kostennote kann auch hinterher noch kommen. Ist taktisch manchmal besser für den Abmahner. Dann hat er nämlich das vorrangige Ziel schon erreicht und selbst auch ein geringeres Kostenrisiko.

Nico

JürgenHugo 20. Juni 2011 um 22:45 Uhr

@Nico Werdermann:

Hmm – und wenn ich die Marke/das Wort gar nicht erwähne? Nehmen wir einmal Apple:

“Eine Firma, deren Logo eine Frucht sein könnte, die möglicherweise essbar ist” –

wenn das noch im richtigen Kontext steht, weiß jeder (zumindest jeder, der hier mitliest), WELCHE Firma gemeint ist.

Ich hab´s aber weder hingeschrieben noch ausgesprochen – und es wird mit 1000% Sicherheit andere Firmen geben, die iwelche Früchte im Logo haben. Wie sieht das dann aus?

raufaufnberg 21. Juni 2011 um 07:11 Uhr

Es wird keine Firma die Geld mit Produkten verdient dich abmahnen weil du ihr Wort in einem Blog und Co. präsentierst, solange du nicht damit ein anderes Produkt unter diesen Namen vertreibst.
Das wäre ja kontraproduktiv.

Im Falle wort “gmail” ist wie auch in der Schweiz festgestellt
Zitat markenblog.de
Ein Schweizer Handelsgericht erklärte die Marke Gmail von Daniel Giersch in der Schweiz wegen rechtsmissbräuchlicher Markenanmeldung für nichtig.

Zitat pressebox.de (Deutschland)
Das massenhafte Abmahn-Procedere weist darauf hin, dass der ursprüngliche Inhaber, Daniel Giersch, die Marke “Gmail” bösgläubig angemeldet hat. Eine über das Abmahnwesen hinausgehende Nutzung der Marke ist sehr fraglich. Es liegen konkrete Anhaltspunkte vor, dass es Giersch schon zum Zeitpunkt der Markenanmeldung allein darum ging, Unterlassungs- und Geldersatzansprüche gegen Dritte durchzusetzen.

Nico Werdermann 21. Juni 2011 um 10:23 Uhr

@JürgenHugo: Ich verstehe nicht, worauf das hinaus soll.

JürgenHugo 21. Juni 2011 um 10:56 Uhr

@Nico Werdermann:

Na, SOO schwer ist das ja nun nicht zu verstehen. Ich bin ja kein Jurist, aber so ganz “doof” bin ich ja auch nicht:

Wenn ich mit dir üblen Streit hätte, und schlage dir eine dicke Keule über den Kopf – da kann ich für belangt werden.

Wenn ich erzähle, das ich wahrscheinlich ruhig zuschauen würde, wenn dir jemand ANDERES eine noch dickere Keule drüberziehen würde: da würd´mich sicher niemand groß behelligen.

Für alle wäre aber wohl klar: der kann den nicht so besonders gut leiden…

Nochmal: ich schreibe das Wort NICHT, das geschriebene bringt (einigermaßen intelligente) andere Leute aber dazu, das sie ziemlich genau das denken, was ich nicht schreiben (darf).

Oder mal allgemein: viele dieser Mahnwälte wollen ja nicht dem Recht zur Genüge verhelfen, die wollen schlicht (ab******) eine mittelkleine Gebühr kassieren – sie “umtricksen” die Gerechtigkeit.

Also muß derjenige, dem sie vielleicht was anhaben wollen, noch ein bißchen mehr “linksrum” denken wie sie. Vorher natürlich… :mrgreen:

Oguzhan 21. Juni 2011 um 12:30 Uhr

Hi,
geiles tool! muss ich mal austesten. funzt das auch für texte die noch als draft gespeichert sind oder müssen die artikel live sein?

Wowbagger 8. Januar 2012 um 11:09 Uhr

Die Abmahnungen sind Bullshit.
Marken sind immer eine Kombination aus einem Begriff (oder Bild) und einer Warengruppe. Der Schutz greift nur in der Kombi.
Wann man hier mal nach “gmail” sucht: http://register.dpma.de/DPMAregister/marke/einsteiger
findet man 14 Markeneintragungen für verschiedene Warenklassen.

Dabei spielt nur eine Rolle, auf welche Ware ich die Bezeichnung anwende. Wenn also jemand Gmail für Internetdienstleistungen registriert hat, kann er zwar verhindern, dass ich meinen E-Mail-Dienst oder mein Blog GMail nenne, er kann aber nicht verhindern, dass ich in meinem Blog oder meinem E-Mail-Dienst über eine Käsesorte berichte die GMail heisst.

Solche Abmahnungen sollte man ignorieren (nachdem man die Anfrage gründlich geprüft hat) oder mit einer negativen Feststellungklage kontern.

Webber 20. Februar 2013 um 15:36 Uhr

super plug in. Das kann man immer gut gebruachen. So etwas habe ich schon lange gesucht. Danke für den Hinweis.


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