Krach bei Seafile, Abspaltung und ein Neuanfang

21. Juli 2016 Kategorie: Internet, geschrieben von: caschy

seafileDen Service Seafile haben wir hier im Blog erstmal im Jahr 2013 vorgestellt. Erinnert ein wenig an Lösungen wie OwnCloud oder Nextcloud, ist also eine Lösung zum Aufsetzen einer eigenen Cloud. Der Seafile Server kann auf Windows, vielen Linux-Distributionen und dem Raspberry Pi installiert werden. Entsprechende Clients für Windows, Mac, Android und iOS stehen ebenfalls zur Verfügung. Den Spaß kann sich jeder selber aufsetzen, aber es gibt auch bezahlte Cloud-Konten – abgewickelt von einem deutschen Dienstleister –  für all jene, die einen Speicher bei einem externen Anbieter benötigen.

Seafile kam jüngst nicht durch Funktionen in die Medien – sondern durch die Tatsache, dass PayPal sich einen ganz bösen Schnitzer erlaubt hat und die Zahlungszugänge kappte, die über den deutschen Ableger laufen. PayPal musste sich entschuldigen und machte das Konto und das Bezahlen wieder möglich. Dennoch scheint es in der nahen Vergangenheit bei den chinesischen Entwickler und der deutschen GmbH gekriselt zu haben, denn heute informierte man die Kunden und Nutzer über das Ende der Geschäftsbeziehungen.

Hallo,

ab heute werden wir Seafile nicht mehr zusammen mit der chinesischen Seafile Ltd. weiterentwickeln. Wir beenden ab sofort jegliche Geschäftsbeziehung zu Seafile Ltd. Stattdessen werden wir Seafile in Deutschland und Europa unabhängig weiterentwickeln.

Unsere Entwicklung wird für Seafile Professional auf der Version 5.1.8 aufbauen. Das Gleiche gilt für die Community Edition. Wir haben hier in Deutschland ein neues Team zusammengestellt, das die Entwicklung fortführen wird.

Daher bitten wir unsere Kunden und Nutzer dringend, Seafile Versionen nur noch von https://download.seafile.de herunterzuladen.

So teilt man weiterhin mit, dass sich die Zusammenarbeit immer schwieriger gestaltet habe. Dies lag unter anderem daran, dass das Unternehmen drei Mal in einem Jahr die Preise erhöhte – für einzelne Kunden um bis zu 400 Prozent. Ebenfalls soll die Seafile Ltd. der deutschen Partner-GmbH Zugriff auf die Seafile Professional Sourcen entzogen hat, obwohl das gegen laufende Verträge verstößt. Die ganze Geschichte findet man hier.

(danke Alexander!)


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Über den Autor: caschy

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