Samsungs QLED stellen laut VDE als einzige TVs 100 % Farbvolumen dar

12. Februar 2017 Kategorie: Hardware, Streaming, geschrieben von: André Westphal

Samsung hatte auf der CES 2017 einiges Gewese um seine neuen QLED-TVs gemacht: Speziell das gesteigerte Farbvolumen war ein Aspekt, den der Hersteller aus Südkorea immer wieder betonte. Damit ist gemeint, dass die QLED auch bei sehr hoher Helligkeit immer noch eine korrekte Farbdarstellung liefern. Meistens nimmt hingegen die Präzision der Farbwiedergabe mit gesteigerter Helligkeit ab. Dass Samsung nicht nur Herumgeredet hat, bescheinigt dem Unternehmen nun der Verband Deutscher Elektrotechniker (VDE). Demnach geben die neuen QLED den Farbraum DCI-P3 bei jeder Helligkeit korrekt ab.

Samsung hatte sich auf der CES 2017 sehr dafür eingesetzt das Farbvolumen in Zukunft einzubeziehen, wenn man über die Bildqualität von Bildschirmen spreche. Denn es könnte sonst sein, dass zwei unterschiedliche Geräte zwar bei einer bestimmten Helligkeit eine qualitativ gleichwertige Farbdarstellung aufwiesen – verändere man aber die Helligkeit könnten sich enorme Kluften eröffnen. Speziell für HDR, was mit sehr hohen Helligkeiten arbeitet, ist das Farbvolumen nun natürlich tatsächlich sehr relevant.

Klar, dass Samsung die Zertifizierung des VDE nun natürlich ausnutzt, um hervorzuheben, dass die QLED „die ersten TVs weltweit“ seien, die 100 % des Farbvolumens darstellen könnten. Dabei erreichen die neuen High-End-Fernseher von Samsung Helligkeiten von 1.500 bis 2.000 Nits. Außerdem sollen die optimierten Quantum Dots dafür sorgen, dass auch die Schwarzwerte verbessert werden. Bei den Blickwinkeln will Samsung ebenfalls weitere Fortschritte erreicht haben. Mich hatten die QLED vor Ort durchaus beeindruckt, selbst wenn ich den Namen etwas irreführend finde, da er mir zu sehr die Parallelen zu OLED sucht.

Die Testergebnisse des VDE sind auf jeden Fall eine kleine Adelung, denn der Verband ist nicht nur in Deutschland renommiert. Nun müssten die Geräte allerdings erstmal im Handel verfügbar sein, dann Michael Zöller, Samsung Kopf der visuellen Display-Sparte für Europa, hatte fürstliche Preise angedeutet. Noch heißt es abwarten.


Über den Autor: André Westphal

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