Samsung zeigt Tablet-Steuerung durch Gedanken

20. April 2013 Kategorie: Mobile, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Nach dem kleinen PR-Skandälchen mit HTC, gibt es wieder etwas Spannendes über Samsung zu berichten. In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Universität von Texas versucht man eine Tablet-Steuerung durch die Messung von Gehirnströmen zu ermöglichen. Klar, das ist noch meilenweit von einer praktischen Lösung entfernt, aber die Ansätze sind da und das Interesse an einer Weiterentwicklung anscheinend auch.

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Momentan werden die Gehrinströme mit einer klassischen EEG-Haube abgefangen. Jeder, der schon einmal eine EEG-Untersuchung hatte, weiß wie unpraktikabel dies im Alltag wäre. Immerhin erreicht man so bereits eine Trefferquote von 80% – 95%, das ist sehr beachtlich. Eine Eingabe dauert im Schnitt noch 5 Sekunden. Aber für den Alltag scheint dies vorerst auch gar nicht gedacht zu sein und genau deshalb ist es spannend. Ein Tablet mit Gedanken steuern wäre für viele Menschen mit Behinderung eine wahnsinnig große Chance.

Wie funktioniert das Ganze? Auf dem Tablet muss man sich auf einen bestimmten Punkt konzentrieren, im Versuch sind es unterschiedlich schnell blinkende Icons. Durch die Messung der Gehrinaktivität wird dann erkannt, wie dieses reagiert. Das System dahinter erkennt dann bestimmte Muster und kann die passende Aktion ausführen. Langfristiges Ziel ist natürlich, die Gehirnströme mit einer anderen Methode, einer weniger unpraktischen als mit einer EEG-Haube, zu messen. So wäre es möglich, diese Technik auch tatsächlich alltagstauglich zu machen. Oder würdet Ihr Euch, bevor Ihr das Haus verlasst oder abends auf dem Sofa erst einmal den Kopf mit einer Leitflüssigkeit einschmieren wollen und dann die ultraschicke Pilotenhaube aufsetzen?

Wer sich die Sache etwas genauer anschauen möchte, kann dies bei MIT Technology Review tun. Dort ist auch ein Video zu finden, das die Steuerung in Aktion zeigt. Leider lässt sich das Video hier nicht einbinden. Abgesehen davon, dass das schon ziemlich futuristisch anmutet, ist das eine echt große Chance für Menschen, die nicht so viel Glück haben wie wir und Ihr. (via)

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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