Samsung will sich auch bei Android Wear von anderen unterscheiden

27. Juni 2014 Kategorie: Android, Google, Hardware, Wearables, geschrieben von:

Die Android Wear Smartwatch von Samsung war so eine kleine Überraschung der Google I/O 2014. Hat sich bis kurz vor der Vorstellung aus der Gerüchteküche herausgehalten und kann dennoch schon bestellt werden. Samsung hat bereits Erfahrung mit Smartwatches gesammelt, Android Wear ist bereits das dritte System, das die Koreaner auf einem Wearable einsetzen. Die Samsung Gear Live soll aber nicht dauerhaft so bleiben, wie es sich Google mit Android Wear vielleicht gedacht hat.

Gear_Live

Wie Samsung gegenüber CNet mitteilt, ist die erste Version zwar zu 100% auf Google Dienste ausgelegt, das heißt, aber nciht dass dies auch so bleibt. Zwar gibt es noch keinen Zeitrahmen, aber Samsung will die eigenen Dienste integrieren, unter anderem S-Health auch auf Geräte mit Android Wear bringen. Den Pulsmesser hat die Gear Live schon einmal, auch die entsprechende App ist auf der Smartwatch vorhanden.

Dass Samsung sich nicht komplett auf die Google Experience einlässt, zeigen auch die Watchfaces. 7 kommen auf der Gear Live von google, 5 weitere hat Samsung integriert. Ebenso gibt es auf der Gear Live zwei Stoppuhren. Richtig, eine von Google, eine von Samsung. Einzig das grundlegende Design des Systems kann Samsung aktuell noch nicht ändern, das erlaubt Google bei Android Wear nicht. Mit der eigenen Oberfläche auf Smartphones geriet Samsung auch schon mit Google aneinander, was sich aber scheinbar wieder gebessert hat.

Insgesamt ist das eine recht schlaue Strategie von Samsung. Die Gear Live über den Google Play Store verkaufen und die Nutzer dann mit Samsung-exklusiven Zusatz-Features direkt noch zum passenden (Samsung)-Smartphone locken. Well played, hoffentlich ziehen da andere Hersteller nicht direkt nach, sondern lassen Android Wear erst einmal ausreichend reifen, bevor die große Fragmentierung beginnt.


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