Samsung weitet Gaming auf den 2016er Smart TVs aus

30. Dezember 2015 Kategorie: Games, Hardware, Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_samsungSamsung zeigt sich im Vorfeld der nahenden CES bereits sehr auskunftsfreudig, was das TV-Lineup des Herstellers angeht. So werden TV-Geräte zum Beispiel zur Smart Home-Zentrale. Aber auch im Bereich Gaming setzt Samsung 2016 noch einen drauf. Das betrifft sowohl den Game Streaming Service als auch Spiele, die heruntergeladen werden können. Beide Varianten werden ausgebaut, sodass das Angebot noch attraktiver wird. Es ist bislang ja nicht unattraktiv. Samsung vermeldet 4,5 Millionen Nutzer pro Monat, die auf das Gaming-Angebot zurückgreifen. Viele davon werden sicher über die Integration von PlayStation Now darauf zugreifen, bisher nur in den USA und Kanada verfügbar und wird 2016 ebenfalls weiter ausgebaut.

Insgesamt werden Nutzer mit 2016er SUHD-TVs von Samsung so Zugriff auf hunderte Titel haben, egal ob sie diese streamen wollen oder lieber doch herunterladen. Die Integration von Smart Home und Gaming in den TV zeigt auch schön, wie das klassische Fernsehen immer mehr in den Hintergrund rückt. Damit man sich nicht nur einen teuren Monitor in das Wohnzimmer stellt, versuchen die Hersteller dem Nutzer einen Mehrwert in anderer Form zu bieten, den Fernseher zur Hauszentrale zu machen. Und zumindest auf dem Papier liest sich Samsungs Ansatz schon ganz nett.

Wobei man natürlich auch bedenken muss, dass TV-Geräte eine wesentlich längere Lebensspanne als andere Gadgets haben. Hier liegt dann nämlich auch die Gefahr der Inkompatibilität. Liefert Samsung keine Updates für die TV-Geräte, kann dies dann den ganzen Haushalt betreffen. Sicher ist es praktisch, alles unter einen Hut zu bekommen, wenn dann der Fernseher aber streikt und dadurch dann plötzlich der Kühlschrank nicht mehr funktioniert, ist das halt auch doof.

Immerhin kann Samsung auf diese Weise auch für eine gewisse Kundenbindung sorgen, denn wer sich Zubehör rund um das TV-Gerät kauft, wird bei einem Neukauf kaum auf einen anderen Hersteller setzen, wenn dann die restlichen Geräte nicht mehr damit funktionieren. Das hat zwar nun nichts mit der Meldung des Gaming-Ausbaus zu tun, wird aber meiner Meinung viel zu oft außer Acht gelassen.

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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