Samsung: Smartwatch soll UI auf die Hand projizieren

15. Mai 2016 Kategorie: Hardware, Mobile, Wearables, geschrieben von: Gastautor

samsung-projektor-smartwatchSamsung ist im Bereich für Fitnessarmbänder und Smartwatches recht eifrig dabei: Nach der letztjährigen Gear S2 sind schließlich erst kürzlich neue Infos zu den Wearables Samsung Gear Fit 2 und IconX durchgesickert. Dass die Südkoreaner durchaus mit Innovationen Schwung in den Markt für tragbare Technik bringen möchten, zeigt ein beim US Patent and Trademark Office aufgetauchtes Patent. Darin beschreibt Samsung eine Smartwatch, die mithilfe eines integrierten Projektors die Benutzeroberfläche bzw. Eingabefelder auf die Hand projizieren kann.

Beispielsweise wäre es mit der beschriebenen Technik möglich, eine Tastatur auf der Hand aufploppen zu lassen. Auch andere Optionen bestehen: etwa bei der Suche in einem Kartendienst über den Projektor Zusatzinformationen zu den ausgewählten Orten darzustellen. Im Wesentlichen würde die Projektion als eine Art zweite Anzeige das kleine Display einer Smartwatch entlasten. Allerdings hatte Samsung das Patent in Südkorea bereits im November 2014 eingereicht. Mitte 2015 legte man es dann in den USA vor. Ob und wann Samsung demnach wirklich Produkte auf Basis der Technik entwickeln könnte, ist offen.

samsung smartwatch projektor

So wie Samsung es beschreibt, müssten die Projektionen gar nicht zwangsläufig auf der Handfläche erfolgen. Denkbar wäre auch denkbar die Bilder an die Wand zu werfen oder auf einen Tisch, auf dem der Arm ruht. Neben Smartwatches könnten natürlich auch Fitnesstracker oder sogar Virtual-Reality-Headsets diese Projektionstechnik nutzen. Sensoren in der Smartwatch sollen übrigens Gesten und Bewegungen erfassen, damit die Eingaben auf den Projektionsinhalten korrekt erfasst werden. Wie das ganze konkret funktionieren soll, bleibt aber noch offen.

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Die Idee Samsungs ist auf jeden Fall interessant. Denn einer der aktuell größten Kritikpunkt an Smartwatches ist der kleine Bildschirm, der sich oft nur hakelig bedienen lässt. Das kann ich selbst als Besitzer eines Exemplars, das ich genau aus diesem Grund nur selten trage, bestätigen. Leider muss ich wiederholen: Unternehmen wie Samsung sichern sich natürlich etliche Patente – und nur auf wenigen bauen sie am Ende in der Praxis Produkte auf, die tatsächlich den Massenmarkt erreichen. Denn oft scheitern die vielversprechenden Ideen, weil sich keine Möglichkeit finden lässt das Konzept wirtschaftlich tragbar umzusetzen. Bleibt zu hoffen, dass es in diesem Fall gelingt – für Smartwatches wäre Samsungs Idee eines integrierten Projektors für zusätzliche Eingabemethoden eine feine Sache.


 

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