Samsung Serif TVs sollen Fernseher-Designs aufpeppen

24. September 2015 Kategorie: Hardware, geschrieben von:

SerifTV_Main_2.1Manch einer fragt sich bereits, ob Curved-Fernseher in der Praxis bis auf ihren Knick in der Optik auch wirklich den TV-Genuss selbst verbessern. Einen Schritt weiter geht Samsung nun mit seinem Serif TV, bei dem es wirklich ausschließlich um die Mehrwerte eines neuen Designs geht. Zu diesem Zweck hat der südkoreanische Hersteller mit  den franzözischen Designern Ronan und Erwan Bourullec kooperiert. Seinen Namen zieht der Serif TV daraus, dass er im Profil wie ein „I“ in der Serif-Schriftart geformt ist.

Vorgestellt hat Samsung den Serif TV auf dem London Design Festival, welches gestern begonnen hat. Es erstreckt sich noch bis zum 27. September 2015. Um seine I-Form zu erreichen, ist der TV zwangsweise an der Ober- sowie der Unterseite breiter. Laut Samsung stehe der Fernseher dadurch nicht nur stabiler, „er wird zu einem Teil des Raumes, statt in der Wand zu verschwinden“. Samsung überschlägt sich geradezu vor Begeisterung über die revolutionäre Neuerung, dass man nun beispielsweise Vasen und andere Objekte auf den TV stellen könne. Verbesserte Kontraste, optimierter Schwarzwert, erweiterte Farbräume? Das alles ist nichts gegen die Revolution eine Petunie auf dem TV platzieren zu können.

SerifTV_Main_1.1Für diejenigen, die nicht bereits vom Stuhl gefallen sind: Man kann außerdem noch optional zusätzliche Beine am Samsung Serif TV anbringen. Jedenfalls kriegen sich auch die Bourullec-Brüder vor Begeisterung kaum ein: „Von Anfang an war es unser Ziel bei der Gestaltung des Serif TVs, ein Gerät zu kreieren, das Technologie mit unserem eigenen Wissen über die Möbel-Gestaltung vereint. Wir wollten eine starke Präsenz erschaffen, die sich zugleich natürlich in jede Umgebung integriert“, so Erwan Bourullec. Das wird durch die nächste, atemberaubende Revolution betont: An der Rückseite überzieht gewebter Stoff das Gehäuse und verdeckt so Anschlüsse und Kabel.

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Zudem haben die Brüder auch die Software-Oberfläche mitgestaltet: Vergesst Rauschfilter und Weichzeichner oder die Möglichkeit den TV einfach auszuknipsen: Der Serif TV bietet den „Curtain Mode“, der die aktuellen Bildschirminhalte zu einem verschwommenen digitalen Vorhang umwandelt, während man die Menüs navigiert. Immerhin: Design-Websites beschreiben den Samsung Serif TV bereits als „Meisterleistung„. Im Handel soll der ungewöhnlich gestaltete TV ab dem zweiten November zu haben sein. Vorerst gilt das Angebot aber nur für Dänemark, Frankreich, Schweden und das Vereinigte Königreich. Ob und wann der Serif TV auch Deutschland beehren könnte, ist offen. Auch zu den Preisen schweigt Samsung noch. Es werden Varianten in den Farben Blau, Rot und Weiß sowie mit Diagonalen von 24, 32 und 40 Zoll zu haben sein.

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Spannend wäre ja noch, mit welchem Aufschlag sich Samsung das Design des Serif TV versilbern lässt. Auch zu den technischen Daten dieses revolutionären Produkts schweigt der Hersteller noch. Na ja, mal ehrlich: Die Idee einen Fernseher mit ansprechendem Design in die Wohnraumumgebung zu integrieren ist per se sicherlich super. Doch zugleich ist das kein neuer Ansatz. Denn auch Bang & Olufsen gehen auf diese Weise seit Jahren vor und verkaufen beispielsweise neben TVs und Audio-Anlagen gleich die darauf abgestimmten Möbel mit dazu. Und wenn die technischen Daten möglicherweise nicht stimmen, nutzt es auch nichts, wenn ich auf meinem TV in Zukunft einen Notizblock ablegen kann. Zumal ich vermute, dass der Aufpreis für die Optik derart saftig sein wird, dass sich die Serif TV wirklich nur für absolute Design-Liebhaber lohnen könnten – nicht für Anwender, welche ihren Fokus auf die eigentliche Funktionalität legen: Bildqualität, Bedienbarkeit, Anschlussmöglichkeiten, etc.

Aber warten mir mal ab. Noch schweigt Samsung geflissentlich zu Preis und Spezifikationen der Serif TVs. Große Revolutionen erwarten uns da sicherlich nicht, aber vielleicht überrascht und Samsung ja auch positiv.


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