Samsung gegen Microsoft: Gerichtsunterlagen offenbaren neue Vereinbarungsdetails

1. November 2014 Kategorie: Mobile, geschrieben von:

Samsung und Microsoft sind sich seit längerer Zeit nicht so ganz einig. Es geht um Zahlungen, die Samsung an Microsoft leisten muss. Samsung hat die Gültigkeit des Abkommens nach der Übernahme von Nokia durch Microsoft aber in Frage gestellt, ein Gericht soll entscheiden, ob die Abmachungen noch Gültigkeit haben. Im Zuge des ganzen Verfahrens kommen immer wieder Details ans Licht, die durchaus interessant sind. So erfuhren wir bereits, dass alleine Samsung 1 Milliarde Euro pro Jahr an Lizenzgebühren Richtung Microsoft schickt (beziehungsweise nicht mehr schickt, deshalb auch der Prozess).

Samsung

Durch neue Unterlagen wird die ganze Geschichte jetzt ein bisschen klarer, zumindest kann man so vielleicht nachvollziehen, warum Samsung plötzlich nicht mehr zahlt, beziehungsweise die Vereinbarung prüfen lässt. 2011 traf Samsung eine Vereinbarung mit Microsoft. Hier ging es zum Lizenzzahlungen für die Android-Smartphones von Samsung. Diese Zahlungen hat Samsung bis zur Übernahme von Nokia auch getätigt. Allerdings erklärte Samsung sich auch bereit, Smartphones mit Windows Phone auszustatten, eine weitere Vereinbarung wurde getroffen. Samsung muss beim Verkauf einer bestimmten Anzahl an Windows Phone-Geräten weniger Lizenzgebühren für seine Android-Smartphones an Microsoft bezahlen. Außerdem- und das ist wohl der Knackpunkt – gewährt Samsung Einblick in gewisse Betriebsgeheimnisse im Zusammenhang mit Smartphones.

Als Microsoft dann Nokia übernommen hat, wurde das Unternehmen zu einem direkten Hardware-Konkurrenten von Samsung. Samsung stellte daraufhin das Teilen der sensiblen Informationen ein, begründet dies damit, dass man damit eventuell gegen amerikanische Kartellgesetze verstoßen würde.

Deshalb lässt Samsung nun gerichtlich prüfen, ob die Vereinbarungen nach der Nokia-Übernahme noch gültig sind. Samsung meint nein, Microsoft sieht sich in einer starken Position. Wie die Geschichte letztendlich ausgeht, werden wir natürlich verfolgen. Zwischendurch dürfen gerne noch ein paar solcher Informationen ans Tageslicht gelangen. Das sind sehr interessante Einblicke in die Industrie, die man nicht alle Tage bekommt.


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Quelle: Reuters |

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