Samsung Galaxy Note 3 nutzt Benchmark-Tweak

1. Oktober 2013 Kategorie: Android, Mobile, geschrieben von:

Im Juli 2013 musste sich Samsung einige Vorwürfe gefallen lassen. Stimmen wurden laut, dass das Unternehmen wohl ein wenig mit Benchmark-Ergebnissen beim Samsung Galaxy S4 geschummelt hätte. Blogger hatten herausgefunden, dass die Grafikeinheit des Samsung Galaxy S4 beim Ausführen von diversen Benchmarks eine höhere Taktfrequenz aufwies.

Samsung Galaxy Note 3

So sorgt die kurzzeitige Übertaktung von 480 MHz auf 530 Mhz für mehr Leistung und mehr Punkte – dies geschah aber nur beim Ausführen einiger Apps – wie dem Benchmark. Arstechnica hat nun herausgefunden, dass diese Tricksereien ebenfalls beim Samsung Galaxy Note 3 durchgeführt werden. Auch hier werden bei einigen bestimmten Apps die Prozessoren in einen anderen Modus versetzt, sodass die Benchmark-Apps erhöhte Werte auswerfen.

Bildschirmfoto 2013-10-01 um 20.19.37

Dass das Gerät nur bei den Benchmarks hochschaltet, wurde ebenfalls bestätigt: wurde die App umbenannt, wurde sie normal – wie jede andere App auch behandelt, bei einem gängigen Benchmarknamen kam die „Speed-Option“ zum Einsatz. Nun könnte man Samsung natürlich wieder Betrug vorwerfen, aber ganz so ist es nicht. Die Benchmarks nutzen die vier Kerne des Gerätes eben aus, während eine normale App unter Umständen nicht alle Cores nutzt – aus Energie- und Performancegründen.

The difference is remarkable. In Geekbench’s multicore test, the Note 3?s benchmark mode gives the device a 20 percent boost over its “natural” score. With the benchmark boosting logic stripped away, the Note 3 drops down to LG G2 levels, which is where we initially expected the score to be given the identical SoCs.

Dennoch: hier zeigt sich einmal, wie kritisch nackte Benchmark-Ergebnisse betrachtet werden sollten. Sie zeigen zwar unter Umständen eine machbare Leistung an, was aber nicht heißt, dass das Gerät diese Leistung auch nutzt – muss es im Normalfall ja eigentlich gar nicht. Dennoch wird man durch dieses Vorgehen seitens Samsung nun immer genau die Benchmark-Ergebnisse messen oder infrage stellen.

Einheitliche Standards gibt es noch nicht wirklich – und nun kommt der Witz des Tages, von dem ich neulich las: unter dem Namen Mobilebench hat sich ein Konsortium für Benchmarks gebildet, welches einheitliche Tests sicherstellen will. Mit an Bord? Samsung.

Was Apples Phil Schiller dazu sagt? Jenes – was man mit Schummler oder Trickser übersetzen könnte.

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