Samsung Display zeigt spiegelnde und transparente OLED Displays

10. Juni 2015 Kategorie: Hardware, geschrieben von:

Normalerweise erwartet man von Displayherstellern, dass sie alles daran setzen, ein Display so wenig spiegelnd wie nur möglich zu gestalten. Aber es gibt auch Einsatzgebiete, in denen spiegelnde Displays erwünscht sind. Samsung Display hat nun ein OLED Spiegeldisplay gezeigt, dass eine Reflexion von 75 Prozent erreicht wird, wesentlich mehr als vergleichbare LCD-Panels bieten. Und auch bei transparenten Displays scheint Samsung mit OLED ganz gut zu fahren, hier werden ebenfalls bessere Werte in verschiedenen Bereichen erzielt als bei erhältlichen LCDs.

Spiegeldisplay

Mit den Spiegeldisplays will Samsung langfristig den normalen Spiegel ersetzen und dem Nutzer Informationen anzeigen. Kurzfristig sind die Spiegeldisplays jedoch für den Einsatz im Verkauf gedacht. Hier wird zusammen mit Intels Real Sense-Technologie gearbeitet. Auf diese Weise ist es möglich Kleidung oder andere Accessoires virtuell anzuprobieren. Das Bild vom Kunden wird durch die 3D-Kameras erfasst und auf dem Display angezeigt – mit dem Kleidungsstück, an dem man Interesse hat natürlich. Eingesetzt wird das Ganze auf der gerade stattfindenden Messe in Hongkong bereits von Chow Sang Sang, einem Juwelier, der auf diese Weise Halsketten anprobieren lässt.

Technisch bietet das Spiegeldisplay neben den 75 Prozent Reflexion auch eine verbesserte Farbpalette (über 100 Prozent), einen hohen Kontrast (100.000:1) und eine schnelle Reaktionszeit (unter 1ms). Außerdem muss das OLED-Display nicht hintergrundbeleuchtet werden, wie es bei LCDs der Fall ist.

transparentdisplay

Das FullHD transparente Display der Südkoreaner will in Sachen Spezifikationen ebenfalls die LCD-Konkurrenz schlagen. Auch hier wird eine Farbpalette von 100 Prozent erreicht, die Lichtdurchlässigkeit liegt bei über 45 Prozent. Gleichzeitig kann das Display aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden und bleibt dabei auch transparent. Die Transparenz selbst ist mit über 40 Prozent angegeben.

Interessante Technologie, die sich vielleicht nicht unbedingt für den Heimgebrauch eignet, aber gerade im Bereich Shopping große Vorteile bringen kann. Sowohl für den Kunden, als auch für den Verkäufer. Es werden aber wohl noch ein paar Jahre ins Land ziehen, bevor wir diese Technik auch tatsächlich weit verbreitet im Einsatz sehen werden. Konzepte dazu gibt es seit Jahren, technisch scheint man nun aber auch langsam so weit zu sein.

(Quelle: BusinessWire)

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