Samsung Creative Lab zeigt auf der CES 2017 drei frische Gadgets

28. Dezember 2016 Kategorie: Hardware, Mobile, Smart Home, Wearables, geschrieben von: André Westphal

Auf der CES 2017 wird Samsung bzw. dessen Creative Lab (C-Lab) drei neue Projekte vorstellen. Im Grunde will das südkoreanische Unternehmen über das C-Lab ungewöhnliche Konzepte fördern und den Mitarbeitern im Rahmen des Teams die Chance geben sich an Innovationen auszuprobieren. Auf der CES 2017 will Samsung dann mit S-Skin, Tag+ sowie einem tragbaren Gerät namens Lumini punkten. Dabei scheint Samsung vor allem Beauty-Fans anzuvisieren, denn sowohl S-Skin als auch Lumini beschäftigen sich mit Hautpflege. Tag+ soll hingegen die Funktionen von Kinderspielzeug erweitern.

Tag+ ist ein kleines Gadget in der Form eines Knopfes, das sich mit Spielzeugen sowie einer Smartphone-App via Bluetooth verbindet. Je nachdem, ob die Kinder den kleinen Smart-Tag kurz oder lange drücken, schütteln oder anstoßen, soll es in der App unterschiedliche Rückmeldungen geben. Während Samsungs Beschreibung hierzu mehr Frage- als Ausrufezeichen liefert, stellt das Video zu Tag+ das Gerät schon etwas greifbarer vor:

Ob es natürlich so eine schlaue Idee ist, dass kleine Kinder über die App Selfies von sich und ihren Spielzeugen posten sollen, sei mal so dahingestellt. Wer allerdings den Plan klasse findet, dass seine Kinder schon im Grundschulalter ihre Lego-Kreationen mit Selbstporträts garnieren und per Videochat miteinander interagieren, findet an der Idee eventuell Gefallen. Ich selbst bin, zumindest bei der Form, welche das Video vorstellt, noch skeptisch.

S-Skin hingegen richtet sich an Erwachsene und wirkt weniger kontrovers. Laut Samsung soll S-Skin „eine zeit- und kostensparende Alternative zu einer professionellen dermatologischen Behandlung“ anbieten. Besonders Ärzte könnten hier die Stirn runzeln, die Idee klingt aber durchaus nicht übel: Ein Pflaster mit Mikronadeln und ein tragbares Gadget machen S-Skin aus. Das Pflaster soll nicht näher beschriebene Inhaltsstoffe zur Hautpflege abgeben, während das tragbare Gerät den Zustand der Haut überwacht. So soll ein LED-Licht etwa den Feuchtigkeits- und Melaningehalt sowie die Rötung der Haut messen. In einer App werden dann die Daten zum Hautzustand gespeichert und langfristig ausgewertet.

Lumini schlägt in eine ähnliche Kerbe und soll Hautprobleme aufspüren – schon bevor sie entstehen. Ihr fotografiert euer Gesicht, das Gerät analysiert die Informationen und sendet die Daten an die Smartphone-App. Lumini soll unter der Hautoberfläche bereits Probleme entdecken wie Pickel, Sommersprossen, erweiterte Poren, Rötungen und Talgeinlagerungen. Auf Basis der Analysen soll Lumini dann kosmetische Produkte empfehlen oder eine Ferndiagnose durch einen Hautarzt vorschlagen. Interessant wäre hier, wie in der Praxis die Empfehlungen ablaufen sollen. Es ist wohl damit zu rechnen, dass hier Kooperationen mit bestimmten Herstellern von Pflegeprodukten das Ziel sein könnten.

Zusätzlich will Samsung auf der CES 2017 auch bereits vorgestellte C-Lab-Projekte in ihrer weiterentwickelten Form vorstellen – etwa Mangoslab, einen kompakten Drucker für Smartphones, der direkt auf Notizzetteln drucken soll oder JamEasy, ein Sensormodul, das an Instrumenten befestigt beim Üben helfen könnte. Wann und ob all diese Projekte allerdings jemals den Massenmarkt erreichen, ist völlig offen. Zunächst geht es vor allem darum technische Potentiale aufzuzeigen.


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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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