Sammelklage gegen Instagram

26. Dezember 2012 Kategorie: Social Network, Software & Co, geschrieben von: Casi

Sieht nicht danach aus, als bekomme Instagram so schnell wieder Ruhe in die eigene Bude. Wir haben euch erzählt von den geplanten Änderungen bei den Nutzungsbedingungen und dem anschließenden Zurückrudern. Nach wie vor will man dort nicht eure Bilder verhökern, aber zu Werbezwecken behält man sich das Recht vor, diese Fotos weiter zu verwenden. Das gilt auch, wenn ihr bei Instagram die Segel streicht und euren Account löscht.

Instagram_logo

In Kalifornien möchte man sich das scheinbar nicht so einfach bieten lassen und so hat die Anwalts-Klitsche Finkelstein und Krinsk Sammelklage gegen Instagram eingereicht, um eine erneute Änderung der Datenschutzbestimmungen zu erwirken. Dazu lässt man in der Klageschrift u.a. verlauten:

Instagram nimmt seinen Nutzern ihre Rechte, während es sich selbst von jeder Verantwortung abschirmt

Man hat die Klage eines einzelnen Instagram-Nutzers in eine Sammelklage umgewandelt und somit können sich nun unzählige weitere Instagram-Nutzer anschließen und versuchen, auf diesen Weg was zu bewirken. Facebook, seit einiger Zeit das schützende Dach über Instagram, sieht da wenig Chancen auf Erfolg, hält die Klage für “wertlos” und werde energisch dagegen vorgehen.

Mir persönlich ist es eigentlich egal, was die mit den Bildern machen, die ich dort hochlade. Ich knips mal ein Haus, ‘ne Mahlzeit oder ähnliches. Wenn die das verwenden wollen, um für ihre Anwendung zu werben, ist es mir zum einen egal, zum anderen habe ich meine leisen Zweifel, dass die Qualität meiner Fotos jemanden zum Verwenden dieser App bringt ;) Wer das anders sieht und aus gutem Grund fordert, mehr Macht über seine eigenen Bilder zu haben, der sollte meiner Meinung nach einfach die Finger von Instagram lassen. Wem es um das Posten von mit Filtern versehenen Fotos geht, der dürfte auch mit tausend anderen Anwendungen wie Pixlr Express mindestens genau so glücklich werden. Und wem es um die Community an sich geht, der lebt vermutlich auch damit, dass seine eigenen “Werke” zu Werbezwecken verwendet werden könnten, oder liege ich da falsch? So oder so: der Ärger um Instagram ist noch nicht ausgestanden und wir behalten die Dinge natürlich weiter im Blick.

Quelle: Reuters via Handelsblatt

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Über den Autor: Casi

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