Safari 6: Welche Neuerungen bringt der Apple-eigene Browser mit?

12. Juni 2012 Kategorie: Apple, Internet, iOS, geschrieben von: caschy

Ich freue mich, hier nach einiger Zeit mal einen Gastbeitrag zu haben. Der kommt nämlich von einem, den deutsche Blogger vielleicht kennen, denn Sergej hat nicht nur das WPSeo-Plugin für WordPress auf dem Gewissen, sondern bekämpft unter anderem mit AntiSpamBee den Spam in unseren Blog. Von Sergej kommen also die folgenden Zeilen 🙂

Auf der gestrigen Worldwide Developer Conference hat Apple auch den kommenden Browser Safari in Version 6 kurz und bündig angeteasert. Dabei wurde der Augenmerk auf iCloud Tabs und Geschwindigkeit, angeblich sogar die schnellste JavaScript-Engine (Beweise, Benchmarks fehlen allerdings) gelegt. Wer in Safari viel und oft mit Tabs hantiert, wird Freude an synchron gehaltenen Tabs haben: Zusätzlich zu den Lesezeichen gleicht Safari seit Version 6 geöffnete Tabs innerhalb der Endgeräte im iCloud-Verbund ab. Browser anderer Hersteller synchronisieren bereits Tabs, setzen dabei auf eigene Sync-Services.

Kopieren statt erfinden

Ich habe mir die Developer Preview des neuen Safari heruntergeladen und im Alltag ausprobiert. Was gibt es noch Neues? Ganz klar: Die kombinierte Adress- und Suchbar. Endlich ein Feld für alles. Endlich mehr Platz für Erweiterungen. Weitere Modifikationen innerhalb der Adressbar: Der Apple-Browser hebt Webseiten mit SSL-Zertifikaten deutlicher ab, auch die Domain wird stärker hervorgehoben wie der Pfad. Dinge, die konkurrierende Browser seit Versionen mit an Board haben.

Breit soll es sein

Was die restlichen Browser nicht haben und an den Mobile Safari z.B. auf dem iPad angelehnt ist: Das Tab füllt immer die volle Breite des Fensters aus. In Chrome, Firefox und Opera ist die Breite eines Tabs immer fix. Safari 6 geht in volle (Fenster) Breite: Bei zwei aktiven Tabs ist die Aufteilung dann 50/50, bei 3 entsprechend dreigeteilt. Auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig. Auf den zweiten sieht man den Seitentitel der aufgerufenen Webseite nahezu in voller Länge (abhängig von der Anzahl der Tabs und der Fensterbreite). Das hat mich immer schon gestört, dass der Titel im Tab nur zum Teil abgebildet und meist sehr ungünstig „abgeschnitten“ ist.

Developer Love

Auch hat Apple in der neuen Browser-Version an Webentwickler gedacht und Safari 6 überarbeitete Entwicklerwerkzeuge spendiert. Übersichtlicher, informativer und zugänglicher sind sie geworden. Auch der Webseiten-Quelltext erscheint nicht länger als Plaintext. Vielmehr als formatierter, Syntax-hervorgehobener Code. So mag ich das.

Passwort-Manager & Do not Track

Ein Blick in die Einstellungen des Browsers zeigt kaum Überraschungen. Wobei ein paar Features können sich sehen lassen. Ein Applaus für den integrierten Passwort-Manager: Safari 6 verwaltet alle Zugangsdaten (Benutzername & Passwort) nun dort. Diese können einzeln oder auf Anhieb gelöscht werden. Auch eine Suche innerhalb der Einträge ist möglich.

Was noch? In den Programmeinstellungen lassen sich die Suchvorschläge in der Such/ Adressbar abstellen. Wenn man es ohne Hilfe mag, hier lang. Auch die bereits angekündigte Message „Do-not-track feature coming to Safari“ wurde umgesetzt. Ist per Default inaktiv und kann unter „Datenschutz“ scharf geschaltet werden.

Erweiterungen bleiben

So wie es aussieht, brauchen Entwickler von Safari-Erweiterungen keine Anpassungen tätigen, um die Kompatibilität der Extension sicherzustellen. Meine Wetter-Erweiterung funktioniert wunderbar auch in Safari 6. Fazit Das Update auf Safari 6 kann keine atemberaubenden Neuerungen bieten. Chrome und Firefox verwöhnen uns als Nutzer zu doll, um bei diesem Funktionsumfang laut zu jubeln. Doch sind es vielleicht doch die Gründe, die einem für den Switch gefehlt haben. Die Gelegenheit zum Test kommt mit OS X 10.8 Mountain Lion ab Juli.



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Über den Autor: caschy

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