Russischer Malware-Ring durch Operation „Dragon Lady“ aufgedeckt

5. August 2013 Kategorie: Android, Backup & Security, iOS, Mobile, geschrieben von:

Der mobile Sicherheitsexperte Lookout hat auf der Hacker-Konferenz Defcon eine seit Dezember 2012 durchgeführte Beobachtung vorgestellt. Ein kleines Netzwerk von gerade einmal 10 Unternehmen ist für 60% des Betrugs mit Premium-SMS in Russland verantwortlich. Weltweit machen diese 10 Unternehmen immerhin noch 30% aus, das ist nicht gerade wenig.

Dragon-Lady-Infografik

Mehrere tausend Affiliate-Partner bauen sich ihre Malware-Apps im Baukasten-Prinzip zusammen. Bringt man genug Leute dazu, sich die Malware zu installieren, sind Verdienstmöglichkeiten von bis zu 12.000 Dollar möglich. In Ost-Europa scheint das Geschäft mit dem Premium-SMS-Betrug zu boomen, oder der Markt dort wird gezielt ins Visier genommen, da eine rechtliche Handhabe gegen die Betrüger fehlt.

Die Malware-Entwickler sorgen für ein Rundum-Sorglos-Paket. Neben der Registrierung der Kurzwahl-Nummern wird auch dafür gesorgt, dass es alle 14 Tage frischen Malware-Code gibt und sind sogar bereit, die Malware selbst zu hosten. Bei Fragen hat man stets einen Ansprechpartner. Klingt alles sehr professionell.

Schützen kann man sich nur, wenn man nicht aus jeder Quelle Apps installiert. Man kann natürlich auch auf einen der Virenscanner für mobile Systeme setzen, bei normaler Nutzung eines Smartphones sollten sich die Gefahren aber in Grenzen halten. Die ganze Geschichte von Operation „Dragon Lady“ kann man auch direkt bei Lookout noch einmal bis ins Detail nachlesen.


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Quelle: PM

Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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