Rufmord per Internet

2. August 2008 Kategorie: Internet, geschrieben von:

Noch nie in der Geschichte der Menschheit war es so einfach, andere Menschen zu verleumden oder zu denunzieren. Sei es via sozialer Netzwerke, Foren, Blogs oder wie auch immer. Noch einen drauf setzt die Internetseite RottenNeighbor, die vor einiger Zeit auch Thema bei Spiegel TV war. Und so geht es: Anmelden, Punkt auf der Karte setzen (Umsetzung via Google Maps) und Kommentar schreiben. Ungeprüft. So einfach geht das heute. Vorab informieren wohin man zieht? Kein Thema – einfach Postleitzahl eingeben und schauen, wie das Umfeld bewertet ist. Nachbarn bewerten – oder auch: Denunziantentum 2.0.

Wen wundert es da, dass die negativen Beispiele überwiegen – denn wenn ich jemanden schlecht machen möchte, geschieht das zumeist durch Verleumdung. Bei friedlichen Nachbarn würde ich persönlich nicht auf die Idee kommen, diese lobend im Internet zu erwähnen. Warum auch? Von einem Menschen muss sich jeder ein eigenes Bild machen.

Nicht verwunderlich ist es da, dass für das beschauliche Bremerhaven auch fast ausschließlich negative Bewertungen existieren – die gehäuft in dem Stadtteil auftreten, der eh nicht als die beste Wohnadresse bekannt ist.

Die Problematik besteht in der Tatsache, dass man sich nicht einmal gegen unwahre Behauptungen wehren kann. Hand aufs Herz – wer ist so niveaulos und nutzt aktiv solche Dienste, um systematisch Rufmord zu betreiben?

Nützlich wäre so ein Dienst nur, wenn man Stadtteile oder Straßenzüge nach Lärm, Sauberkeit, Kultur- / Einkaufsangebot und sonstigem bewerten könnte.

(Bildquelle: Screenshots der RottenNeighbors Webseite)


Du entscheidest mit! Wir suchen das Smartphone des Jahres 2017! Jetzt abstimmen!

 

Über den Autor:

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. Persönliches Blog. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Carsten hat bereits 25423 Artikel geschrieben.