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„Resident Evil 7 Teaser Demo: Beginning Hour“ durchgezockt

15. Juni 2016 Kategorie: Games, geschrieben von: André Westphal

resident evil 7 beginning hourZugegeben, die Suche nach der Demo zu „Resident Evil 7“ hat mich mehr Zeit gekostet als das Durchspielen. Kleiner Tipp: Versucht es erst gar nicht mit der Store-Suche. Ihr findet die Demo entweder am PC direkt hier, um den Download anzustoßen oder müsst an der Konsole im PlayStation Store in der E3-Übersicht rumfuhrwerken. Habt ihr „Resident Evil 7 Teaser Demo: Beginning Hour“ erspäht, beginnt das Warten. Fast 3 GB bringt der Download auf die Waage. Doch das Anzocken lohnt sich. Seid ihr Serien-Fans? Dann fühlt euch aber nicht zu sehr vor den Kopf gestoßen. Denn wie der Trailer bereits angedeutet hat, erinnert die Demo eher frappierend an „P. T.“, den Teaser zum eingestampften „Silent Hills“, als an die letzten Spiele der Reihe „Resident Evil“. Aus meiner Sicht muss das aber beileibe nichts Schlechtes sein.

Nach einem flimmernden Testbild einer Videokamera, erwacht man benommen in einem heruntergekommenen Zimmer. Es mischen sich Aufnahmen, in denen man sich aufrappelt und versucht aus dem Haus zu stapfen, mit Szenen, in denen ein unbekannter Mann einen aus Fesseln befreit. Was ist hier passiert? Nun, seid gewarnt: Ohne Spoiler kann ich die Demo nicht beschreiben. Besitzt ihr also eine PS4 und habt PlayStation Plus abonniert bzw.wollt die Demo ganz unbedarft anzocken – legt erstmal los und lest danach weiter. Alle Screenshots hier im Artikel habe ich übrigens In-Game für euch angefertigt – sieht grafisch nett aus, würde ich sagen.

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Im Verlauf der rund 30-minütigen Demo kommt heraus, dass der Spielecharakter Clancy heißt und als Kameramann für eine TV-Sendung arbeitet. Mit zwei anderen Männern war er in das verlassene Haus stolziert, um Material zu drehen. Im Haus ist eine Familie unter seltsamen Umständen verschwunden, was sich für eine Boulevard-Story wohl geradezu anbietet. Hier vollzieht Capcom übrigens einen interessanten Twist: Während man anfangs etwas desorientiert im Haus herumhampelt, findet man eine Videokassette des Kamerateams. Legt man jene ein, sieht man die Ankunft. Doch mehr noch: Man sieht die Ankunft nicht nur, sondern spielt sie erneut aus Sicht des Kameramanns nach. Coole Idee, zumal auch ein spezieller Filter über dem Bild liegt, der den klassischen Look abgenudelter Videokassetten imitiert.

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Das Gameplay ist in „Resident Evil 7 Teaser Demo: Beginning Hour“ noch sehr eingeschränkt und erinnert am meisten an Titel wie „Gone Home“. Man läuft herum und schaut sich Objekte an bzw. sammelt sie ein. Etwa nimmt man einen Bolzenschneider mit, um damit das Schloss eines Schrankes zu knacken. Wirkt bisher extrem für Virtual Reality optimiert – kein Wunder, dass die finale Version von „Resident Evil 7“ komplett mit PlayStation VR spielbar sein wird. Ich selbst bin aber vor allem baff, weil der Kontrast zu dem knalligen „Resident Evil 6“ wahrlich extremer nicht sein konnte. Vorbei sind die Zeiten überkandidelten Geballers und abstruser C-Movie-Einlagen. Wie gesagt, die Demo erinnert deutlich mehr an Spiele aus der Reihe „Silent Hill“ als an „Resident Evil“.

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Das merkt man auch am Grafikstil: Die Farben sind von Gelb und Brauntönen dominiert, der erdige, ausgewaschene Look unterstreicht die triste Stimmung im heruntergekommenen Haus. Die Umgebung sind übrigens wirklich klasse aus. Knackscharfe Texturen, endlose Details an den zerfallenen Wänden und Decken, stimmungsvolle Beleuchtung und viele Physikeffekte für die Umgebung. Ob man diese Qualität durchs ganze Spiel durchhalten wird, lässt sich schwer sagen – die Demo gefällt jedenfalls.

Storytechnisch scheint „Familie“ eine besondere Rolle zu spielen. So endet die Demo mit einem erschreckenden „Welcome to the family“ und es scheint sich wohl mehr hinter der verschwundenen Familie zu verbergen. Die Demo weckt in vielerlei Bezügen dadurch auch Erinnerungen an „Texas Chainsaw Massacre“. Ich selbst habe übrigens seit dem ersten PS1-Spiel jeden Serien-Haupteil gezockt – nur Ableger wie „Revelations“und Co. habe ich wegen mangelnder Zeit ausgeklammert. Durch die sehr ballerlastigen „Resident Evil 5“ und „Resident Evil 6“ hatte ich aber, wie wohl viele Fans, etwas das Interesse verloren. Und auch wenn die Demo sicher aufgrund der massiven Neuausrichtung für Kontroversen sorgen dürfte: „Resident Evil“ ist zurück und zumindest ich bin extrem gespannt, wie das finale Spiel aussehen wird. „Resident Evil 7 Teaser Demo: Beginning Hour“ erfüllt seinen Zweck: Macht Lust auf mehr und weckt Interesse.

Habt ihr die Demo schon angezockt? Wie hat sie euch gefallen? Ich bin doch sehr positiv überrascht und Capcoms Mut zu Neuem gefällt mir. Nur die Umbrella Corporation…Bitte, irgendwie muss sie wieder vorkommen.



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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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