Remix OS 2.0: Android basiertes PC-System ab 12. Januar für alle verfügbar

7. Januar 2016 Kategorie: Android, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_remixosRemix OS ist Euch vielleicht ein Begriff, es ist das auf Android basierende Betriebssystem, das auch im 20 Dollar-PC Remix Mini zum Einsatz kommt. Remix OS 2.0 wird aber nicht nur für die Hardware von Jide verfügbar sein. Ab dem 12. Januar wird Remix OS kostenlos zum Download angeboten. Genutzt werden kann es mit den meisten PCs, die mit Prozessoren von Intel ausgestattet sind, sogar mit einigen Macs ist es verwendbar. Für die Kompatibilität hat sich Jide mit dem Android-x86-Projekt zusammengeschlossen. Remix OS 2.0 kann zudem als portables System auf einem USB-Stick installiert werden, sodass man es überall mit hin nehmen kann.

remixos_01

Remix OS 2.0 knallt einem aber nicht einfach ein angepasstes Android auf Stick oder Platte, sondern kommt mit diversen Anpassungen, wie zum Beispiel der Fenster-Anordnung, die eine Desktop-Nutzung natürlicher machen. Außerdem kommt Remix OS 2.0 direkt mit Google Play Services, man muss als Nutzer nicht noch irgendein GAPPS-Paket flashen, Remix OS bringt das Komplettpaket.

remixos_02

Vorteil von Remix OS ist natürlich nicht nur die Kompatibilität mit zahlreichen Geräten, sondern auch, dass es auch mit schwächeren Hardwarevoraussetzungen flüssig läuft. Zeigt ja schon die Hardware des Remix Mini, da steckt nicht mehr drin als in einem Mittelklasse Android-Smartphone. Damit eine Desktop-Nutzung zu ermöglichen ist schon toll. Sicher in unseren Regionen nicht allzu nötig, aber in Ländern, die technisch nicht so gut ausgestattet sind, kann so ein System viel bringen.

Ausprobieren könnt Ihr das Ganze dann ab dem 12. Januar selbst. Die Webseite für Remix OS 2.0 für den PC steht bereits. Aktuell basiert Remix OS 2.0 noch auf Android 5.0 Lollipop, ein Update auf Android 6.0 Marshmallow soll aber schon bald folgen.

(via XDA Developers, Danke Marcus!)


Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Sascha hat bereits 7062 Artikel geschrieben.

40 Kommentare

Uwe 7. Januar 2016 um 14:13 Uhr

super, habe noch einen älteren laptop mit win XP… vielleicht läuft der remix dort:-)

Robert Marcy 7. Januar 2016 um 14:13 Uhr

hier nochmal ein video von remix os 2.0 und was es alles kann. wirklich beeindruckend. für Eltern usw reicht sowas zum Beispiel vollkommen. Das könnte für MS Continuum der Genickschuss sein

Spexx 7. Januar 2016 um 14:15 Uhr

Ja hört sich interessant an, werde ich auch testen.

Farmer John 7. Januar 2016 um 14:17 Uhr

Werd ich mir auf jeden Fall angucken, danke für den Tipp.

Christian Voß 7. Januar 2016 um 14:20 Uhr

Feine Sache, dann kann ich mir ne gescheite Android-VM für den Kodi Tower machen … Die bisherigen Lösungen aka BlueStacks oder Andy oder Genymotion sind weniger mein Fall …

goldi 7. Januar 2016 um 14:43 Uhr

wo bekomm ich jetz ne alte intelkiste her? 😀
gleich mal zum schrottplatz pilgern…

Markus 7. Januar 2016 um 14:53 Uhr

Wäre auch cool in der virtualbox. Hat da jemand schon was gehört in die Richtung?

Martin 7. Januar 2016 um 14:55 Uhr

Läuft laut Webseite mit USB-Stick – minimum requirement USB 3.0. Und da geht sie hin, die Verwendung alter Laptops und Eeeboxen.

xdestitutex 7. Januar 2016 um 14:58 Uhr

im moment läuft zwar noch lubuntu auf der alten kiste meiner eltern, aber vllt. performed ja remix besser. sieht auf jeden fall gut aus
mal sehen. bin gespannt ^^

Susa 7. Januar 2016 um 15:01 Uhr

Danke für den Tipp! Soeben wurde mein Sony Vaio mit Windows XP und 40 GB HDD neues Leben eingehaucht… hoffe ich jedenfalls ☺

Torsten Meyer 7. Januar 2016 um 15:18 Uhr

Leider funktioniert keine Verschlüsselung. Zumindest nicht auf meinem Remix Mini. Das schränkt den Einsatz als Desktop-Ersatz leider stark ein.

tunii 7. Januar 2016 um 15:21 Uhr

in systemanforderungen steht usb 3.0 stick. geht es auch mit 2.0 ?

apropo kommt ein installer raus? das würde mir viel arbeit ersparen.

Wolfgang Denda 7. Januar 2016 um 15:44 Uhr

@Torsten Meyer
Wer, mit Verstand, nutzt als Privatier Verschlüsselung auf dem Desktopsystem? Viel Spaß bei Datenrettungsmaßnahmen.

Wenn ich schon sehe, wie die Leute ihre supersicheren Passwörter aus dem Notizbuch ablesen… Wenn *das* die Zukunft der Computernutzung sein soll, bin ich über den baldigen Ruhestand froh.

Torsten Meyer 7. Januar 2016 um 15:46 Uhr

@Wolfgang Denda
Ich zum Beispiel. Um Datenverlust (genau so wie Diebstahl oder Brand) vorzubeugen, macht man Backups. Eigentlich simpel, oder?

Roman 7. Januar 2016 um 16:00 Uhr

Das sind super Nachrichten. Die Stickversion würde ich einsetzen, sofern es funktioniert

Wolfgang Denda 7. Januar 2016 um 16:02 Uhr

@Torsten Meyer
Nichts für ungut, Verschlüsselung im Privatbereich ist aber Kanonen -> Spatzen. Meine Fotoalben und Leitzordner sind auch beim Aufklappen lesbar, und stehen im Regal.

Und Backup ist so eine Sache, gerade wieder einen Kunden mit ohne Backup, aber Verschlüsselungstrojaner gehabt. Das Konzept „Sicherung“ funktioniert bei den allermeisten Privatkunden nicht, und viele Dummbeutel klemmen das Sicherungsmedium wegen Stromverbrauch nach kurzer Zeit ab.

Torsten Meyer 7. Januar 2016 um 16:12 Uhr

@Wolfgang Denda
Klar, sind die lesbar, wenn man sie mehr oder weniger offen rumstehen hat. Aber auch die Ordner kann man wegschließen, wenn wichtige Dokumente drin sind. Die Unterlagen aus dem „echten Leben“ sind im Prinzip schwieriger zu schützen, als die digitalen Unterlagen oder Dokumente. Und wer einmal Datenverlust aufgrund von Faulheit oder Unwissenheit hatte, lernt in der Regel daraus.

Noxif 7. Januar 2016 um 17:02 Uhr

Wird dann auf dem Remix OS auch eine Chromecast-Funktion möglich sein. Sodass ich den ganzen Bildschirm von Laptop direkt auf den AndroidTV übertragen kann?
Das wäre echt schick…

Rico Weigand 7. Januar 2016 um 17:03 Uhr

Genau so etwas habe ich mir von Google gewünscht. Wundert mich, dass die noch an Chrome OS festhalten, wenn es auch wie oben beschrieben relativ einfach umgesetzt werden kann.

Alex 7. Januar 2016 um 17:11 Uhr

Weiß jemand, wo man eine Kompatibilitätsliste finden kann? Würde gerne wissen, ob das auf einem 2006er MacBook Pro laufen wird…

wolfi 7. Januar 2016 um 18:00 Uhr

Mega geil, freue ich mich jetzt schon drauf. Kommt gleich am ersten Tag auf mein altes Laptop!

Mikey 7. Januar 2016 um 18:43 Uhr

Läuft das auch auf den günstigen Windows BING Tablets mit Intel CPU?

Jimmy Jeans 7. Januar 2016 um 19:02 Uhr

Ich hab den Remix Mini (2 Gb + 16 GB Version) und war ein wenig enttäuscht Mitte Dezember nach dem ersten Star tdes Gerätes, weil ich es doch als etwas zu laggy empfand. Und ich bin niemand, den das normalerweise stört, wenn es sich in Grenzen hält.

Mit laggy meine ich die UI und auch das starten und abspielen von zB YouTube & ZDF App.

Platz für Optimierungen sind auf jeden Fall noch da.

tunii 7. Januar 2016 um 19:20 Uhr

Freut euch nicht zu früh , denn anscheinend wirds nicht auf alten LAPTOPS laufen. Da diese usb 3.0. nicht unterstützten

BennyX 7. Januar 2016 um 20:01 Uhr

könnte man sowas auf einem raspberry pi 2 installieren?

Lutz 7. Januar 2016 um 20:03 Uhr

Läuft das auch in einer VM, z. B. In Virtualbox?

Sascha Ostermaier 7. Januar 2016 um 20:04 Uhr

@BennyX: Sieht nicht danach aus. Aber kannst Dich gerne nochmal durchs Remix-Forum wühlen. Wenn ich das richtig verstanden habe, müsste ein extra Port dafür her.

https://forum.jide.com/index.php

pietz 8. Januar 2016 um 00:04 Uhr

Ich glaube das Hauptproblem ist der arm Prozessor im pi.

Ohne das OS schon mal benutzt zu haben, finde ich es um ein vielfaches interessanter als chrome OS. Warum hat Google sowas nicht schon vor Ewigkeiten raus gebracht? Das hätte doch nur Vorteile, weil chrome kann man ja immer noch benutzen.

MichaelFreebie 8. Januar 2016 um 00:44 Uhr

Wenn man das System auf einem USB-Stick installiert, muss dieser FAT32 sein, oder kann er auch extFAT haben.

BennyX 8. Januar 2016 um 07:51 Uhr

@ Sascha Ostermaier Danke muss ich wohl mal tun… weil ich hätte sehr gerne Android auf dem pi oben…irgendwie funktioniert es nur nie ☺

Karl Kurzschluss 8. Januar 2016 um 09:45 Uhr

Wieso schreiben einige hier, daß es Probleme mit älteren Laptops wegen des benötigten USB 3.0-Anschlusses gibt? Es KANN auf einem Stick installiert werden. Aber wer macht sowas schon? Der Normalfall ist eine Installation auf der Festplatte.

Matze.B 8. Januar 2016 um 20:36 Uhr

Was mich eigentlich am meisten positiv überrascht ist die Unkompliziertheit mit der man die Android Apps mit der Maus bedienen kann. Die sind ja nun überhaupt nicht darauf ausgelegt. Das hat Jide recht ordentlich umgesetzt. Auch 2-Finger Zoom funktioniert.

Thalon 9. Januar 2016 um 09:48 Uhr

@Matze.B
Wieso die Maus? Android lässt sich so auch schon gut mit der Maus bedienen.
Ich mag das Fensterhandling, sollte bei jedem Tablet optional so möglich sein.

Christian 12. Januar 2016 um 09:19 Uhr

Also jetzt steht da „Coming in mid-January“.
Ich habe zwar einen leaked Installer gefunden… aber der will Admin Rechte… denke nicht daß ich den ausprobieren werde, außer in einer VM.

BEN 12. Januar 2016 um 12:36 Uhr

abwarten….muss ja erstmal Tag werden in den US

Alex 12. Januar 2016 um 13:25 Uhr

Richtig , Zeitverschiebung ist es Stichwort
PS. ist jetzt online ^^

wolfigang 12. Januar 2016 um 13:46 Uhr

Hat es schon jemand ausprobiert?
Hatte eigentlich erwartet, dass die Installation auf dem USB Stick nur optional ist und man es auch richtig auf die Festplatte packen kann. Dem scheint ja aber nicht so zu sein, oder?

de13370r 13. Januar 2016 um 01:09 Uhr

omg ist das geil. Schreibe gerade von Remix OS. Es fuehlt sich einfach wie ein fullsize Betriebsystem an, fuer Windowsler naeher als jedes Linux bisher. Ratet mal, das Tastaturlazout ist noch nicht auf deutsch verf[gbar/ das wird aber sicher bald internationalisiert. Weitere Schlimme Dinge: Doch keine GAPPS mit drin, einige apps funktionieren noch nicht. Bei mir gerade z.B. Firefox.
Aber wenn das so weiter geht gibts bald richtige Viren fuer Android…
Nachtrag: Bisschen Einstellerei und auch das deutsche Keyboard funzt: äöü. Es wird 😉


Kommentar verfassen



Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung.