RedTube: Anzeige gegen abmahnenden Anwalt

10. Dezember 2013 Kategorie: Internet, geschrieben von: caschy

Die RedTube-Abmahnungen beschäftigen Internet-Deutschland. Bereits heute morgen berichteten wir über die Ansicht eines Fachanwaltes, der die Abmahnungen als unwirksam erachtet, ferner haben wir darauf hingewiesen, dass es momentan Trittbrettfahrer gibt. Diese verschicken „Abmahnungen“ per E-Mail, teilweise mit Malware im Anhang. Bleibt zu hoffen, dass die Empfänger der Mail ein bisschen nachdenken, bevor sie blind klicken.

Neue Nachrichten gibt es aus der Rechtsanwaltskanzlei Werdermann / von Rüden, die in der Vergangenheit schon Dokumente zum aktuellen Fall online stellte. Nun hat die Rechtsanwaltskanzlei am Dienstag bei der Berliner Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen den abmahnenden Berliner Anwalt und einen Mitarbeiter der Firma itGuards Inc eingereicht.

Der auf die Abwehr von Filesharing-Abmahnungen spezialisierte Rechtsanwalt Johannes von Rüden wirft seinem Kollegen vor, das Landgericht Köln bewusst in die Irre geführt zu haben. „Die Anträge an das Landgericht Köln waren dabei so geschickt formuliert und allgemein gehalten, dass keiner der Richter damit rechnen musste, dass hier wohl erstmals ein Streaming-Portal überwacht wurde.“

Von Rüden erhofft sich durch die Einleitung des Ermittlungsverfahrens auch weitere Einblicke in das Netzwerk der Abmahnkanzleien. „Hier wird noch viel aufzuklären sein.“

„Ich nehme nicht an, dass die Filesharing-Ermittlungssoftware „GLADII 1.1.3.“ überhaupt dazu geeignet und bestimmt ist, den Internetverkehr zwischen einem Internetnutzer und einem seriösen Streaming-Portal zu überwachen und beweissicher zu dokumentieren.“ sagte Rechtsanwalt Johannes von Rüden am Dienstagnachmittag in den Räumen seiner Berliner Kanzlei.

Weiter sagte der Berliner Anwalt: „In diesem Zusammenhang werden wir auch versuchen, das Gutachten vom 22.03.2013 der Rechtsanwaltskanzlei Diehl & Partner einzusehen, das angeblich die Zuverlässigkeit der eingesetzten Software bestätigen soll. Aus diesem wird sich wohl auch ergeben, dass die eingesetzte Software sich nicht dazu eignet, den Internetverkehr zu überwachen.“


 

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Über den Autor: caschy

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