Recht auf Vergessenwerden: Google weitet Sperrungen auf alle Google-Domains aus

5. März 2016 Kategorie: Google, Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel google logoGoogle und das Recht auf Vergessenwerden. Frankreich forderte letztes Jahr, dass die zu löschenden Suchergebnisse nirgends bei Google mehr zu finden sind. Die bisherige Praxis sah vor, dass entsprechende Inhalte nur von der Domain des Antragsteller-Landes entfernt werden, in Frankreich also zum Beispiel von Google.fr. Google wollte gegen diese neue Forderung Berufung einlegen, scheiterte damit aber und wird nun ab nächster Woche die Inhalte rückwirkend für alle Google-Domains sperren. Das gilt natürlich nur für Länder, in denen das Recht auf Vergessenwerden auch Anwendung findet. Die Suche außerhalb der Länder bringt weiterhin alle Suchergebnisse hervor, Google wird unter anderem die IP nutzen, um das „Aufrufs“-Land zu bestimmen.

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Das Ganze funktioniert dann folgendermaßen. Stellt jemand erfolgreich einen Antrag aus einem Land in der EU und dieser wird genehmigt, werden Suchergebnisse diesen Inhalt in diesem Land nicht mehr anzeigen, egal ob von der Google-Landesdomain aus gesucht oder über die Google-Domain eines anderen Landes. Außerhalb des Landes ist der Inhalt wiederum über alle Google-Domains auffindbar.

Google kommt mit dieser Änderung der Forderung der EU nach und wird auch weiterhin mit Datenschutzbehörden zusammenarbeiten, um das Urteil des Europäischen Gerichtshof umzusetzen. Interessant dürfte in diesem Fall sein, wie Google mit Nutzern von VPN-Diensten umgeht. Die Landes-Erkennung anhand der IP ist damit nicht möglich, aber Google nennt die IP auch nur als Beispiel für die Erfassung des Standortes.



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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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