readfy: ein erster Blick in die Beta des kostenlosen Bücher-Dienstes

3. Februar 2014 Kategorie: Android, Mobile, geschrieben von:

Heute ging ein neuer Dienst in die Beta-Phase, der sehr vielversprechend klingt. Bücher kostenlos lesen, dafür Werbung in Kauf nehmen, alternativ ein Premium (oder Premium Light) Abo abschließen. Flatrate Lesedienste gibt es bereits, insofern will ich hier nur auf den kostenlosen Dienst eingehen. Der Nachteil: Zum Lesen muss eine Internetverbindung bestehen. Wer unterwegs, beispielsweise in der Bahn liest, wird hier früher oder später auf Probleme stoßen. Das liegt natürlich nicht an readfy, sollte aber bedacht werden.

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Die Nutzung der App setzt einen readfy-Account voraus, logisch. Meldet man sich bei der App dann an, bekommt man Highlights aus 15.000 Büchern präsentiert. Alternativ kann man auch nach Titeln, Autoren oder einem Genre suchen oder über die 14 Kategorien einsteigen. Egal, wie man die Bücher auswählt, man bekommt immer das Buch-Cover, das Genre, die Bewertung durch Nutzer, den Titel und den Autor angezeigt. Direkt aus den Listen lassen sich die Bücher zur eigenen Leseliste hinzufügen, man kann eine Rezension verfassen oder einen Kommentar zu dem Buch hinterlassen. Außerdem kann man ein Buch über Twitter und Facebook teilen.

Das Wichtigste bei einer Lese-App ist allerdings das Lesegefühl. Die Inhalte können noch so toll sein, kann man sie nicht gut konsumieren, wird man nicht lange Freude an dem Dienst haben. Die Bücher werden in Kapiteln auf dem Gerät zwischengespeichert. Nach einem Kapitel wird das nächste nachgeladen. Bei langen Kapiteln kein Problem (es sei denn man hat keine Internetverbindung), am Anfang jedes Buches wird jedoch jedes umblättern mit einem nachladen belohnt, bis das erste Kapitel erreicht ist. Direkt beim Einstieg ist das schon nervig. Aber, es ist ja die Beta, vielleicht schafft man es ja, dass die ersten Seiten (Cover, Vorgeplänkel, etc.) als ein Kapitel gewertet werden, dann hat sich das auch erledigt.

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Die Informationen, wie die App im Finalstadium aussehen soll, habe ich nicht, insofern kann ich nur die Beta beurteilen, was unter Umständen dem Endprodukt nicht gerecht wird. Behaltet dies bitte im Hinterkopf, da die nächsten Zeilen nicht unbedingt positiv werden. Ich gehe davon aus, dass dies auch jemand von readfy lesen wird, seht es bitte als Verbesserungsvorschläge, nicht als Kritik an einem unfertigen Produkt.

Man kennt es von anderen Lese-Apps, auch e-Reader bieten die Funktion meistens. Die Personalisierung der Anzeige. Gibt es bei readfy nicht. Die Bücher werden in relativ kleiner Schrift (siehe Screenshots, 8 Zoll Tablet, Auflösung 1024 x 768) dargestellt. Weder die Schrift, noch die Schriftgröße, noch die Hintergrundfarbe lassen sich anpassen. Gut, kann man bei einem Buch aus Papier auch nicht, sollte digital aber schon zum Standard gehören. Wer schlechtere Augen hat, wird hier keine Freude haben.

Die Einstellungen beschränken sich auf die Anzeige der Seitenzahl (an/aus), die Bildschirmausrichtung (kann in allen vier möglichen Positionen gelocked werden), das Abstellen der Displaysperre und die Minimierung weißer Passagen (unnötige Leerzeichen werden entfernt). Ich gehe einfach einmal davon aus, dass sich dies mit kommenden Versionen noch ändern wird und es mehr Einstellungs-Optionen geben wird.

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Innerhalb eines Buchs kann man über einen Schieberegler schnell durch ein Buch navigieren. Leider wird hier nicht die Seitenzahl angezeigt, sondern der Prozent-Fortschritt des Buchs. Gut ist hingegen, dass die aktuelle Lesestelle auf der Leiste markiert ist, so kann man schnell noch einmal zurückblättern und findet die aktuelle Stelle ebenso schnell wieder. Auch merkt sich die App, an welcher Stelle man ein Buch verlassen hat, egal ob man die App beendet oder einfach wieder zurück ins Hauptmenü geht. Man muss also keine manuellen Lesezeichen setzen, kann dies aber tun.

In Leselisten kann man die Bücher sammeln, die man später lesen möchte. Die Listen müssen manuell benannt werden, es wird also nicht per Default beispielsweise das Genre als Listenname vorgeschlagen. Ist für viele eine Kleinigkeit, mich stört es.

Über die angebotenen Inhalte muss jeder selbst urteilen. Und hier kann readfy auch seine Stärke des kostenlosen Angebotes ausspielen. Jeder kann sich in Ruhe umschauen, ohne eine Investition tätigen zu müssen. Die 14 verfügbaren Genres sind bereits gut gefüllt, insofern ist genug Lesestoff geboten. Interessant wird es sein, wie schnell neue Bücher eingepflegt werden.

Insgesamt muss man sagen, dass readfy durchaus Potential hat. Die App wirkt jetzt schon relativ durchdacht, auch wenn man ihr den Beta-Status sofort anmerkt. Leider wurde mir noch keine Werbung vorgesetzt, ich kann mir aber vorstellen, dass diese bei der kostenlosen Version zwischen den Kapiteln erscheint. Nimmt man dann halt hin oder führt ein Upgrade auf die Abo-Versionen aus. Wer gerne liest, sollte sich die Beta einfach auf readfy.com schnappen und selbst hineinschnuppern (und danach gerne Feedback in den Kommentaren hinterlassen). Die Frage ist, ob sich so ein Dienst finanziell halten kann, vor allem mit einem werbefinanzierten Angebot. Aber da werden sich die Köpfe hinter readfy bestimmt Gedanken zu gemacht haben.


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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