„Rayman Adventures“ angespielt: Freemium zum Draufhauen

6. Dezember 2015 Kategorie: Android, Games, iOS, Mobile, geschrieben von: André Westphal

rayman adventuresDiese Woche hat Ubisoft sowohl für Apple iOS als auch Android das neue Spiel „Rayman Adventures“ veröffentlicht – für den Apple TV steht es schon seit einiger Zeit zur Verfügung. Im Gegensatz zu den beiden mobilen Vorgängern, „Rayman Jungle Run“ sowie „Rayman Fiesta Run“, ist der neue Titel kostenlos. Ich selbst habe die beiden Vorgänger noch gekauft und sehr gerne am Smartphone gezockt. So bin ich auch enormer Fan der Jump ‚N‘ Runs „Rayman: Origins“ und noch mehr „Rayman: Legends“, die für mich zu den besten 2D-Titeln der letzten Konsolengeneration zählten. Meine Begeisterung ging so weit, dass ich sogar die PS4-Variante von „Rayman: Legends“ nochmal durchgezockt habe. Grund genug „Rayman Adventures“ anzuspielen und euch von meinen ersten Erfahrungen mit Raymans Freemium-Einstand zu berichten.

„Rayman Jungle Run“ und „Rayman Fiesta Run“ empfand ich beide als recht erfrischend: Keine In-App-Käufe, angemessener Preis für verhältnismäßig viele Levels und sogar nachträglich kostenlose Updates mit neuen Inhalten. In meinen Augen hatte Ubisoft da alles richtig gemacht. Dazu entsprach die quietschbunte 2D-Grafik nahezu 1:1 in der Qualität den Konsolenspielen. Ja, sogar die total überkandidelte Musik war zu den großen Brüdern identisch. Klar, die Steuerung hatte man extrem vereinfacht, um der reinen Touschreen-Bedienung gerecht zu werden: Selbst manövrieren konnte man nur noch sehr eingeschränkt. Im Grunde beschränkte sich die Aktivität des Spielers auf perfekt getimte Sprünge und Faustschläge sowie etwas Herumgesegel durch die Lüfte. Aber das hat am Touchscreen dafür auch perfekt funktioniert.

rayman channel

Auftritt „Rayman Adventures“: Das Spiel erlebt bei mir gleich eine Schlappe, denn der „Rayman Channel“ auf dem es Videos und Artworks zu bestaunen geben soll, bleibt bei mir mehrfach in einer Warteschleife hängen. Immerhin läuft das Spiel tadellos. Das Spielprinzip der Vorgänger bleibt grundsätzlich erhalten, die Steuerung hat man allerdings verschlimmbessert. So entfallen die virtuellen Buttons und man muss sich neuerdings in „Rayman Adventures“ sehr stark auf Swipes / das Wischen verlassen. Dadurch kann man nun immerhin die Richtung wechseln und auch zurücklaufen. Wischt man in die Blickrichtung, greift man wiederum an. Ein Tippen auf den Bildschirm bringt Rayman zum Springen.

Leider ist es durch das Wischen schwieriger das Timing präzise zu beeinflussen und ich bin beim Zocken doch einige Male unverhofft gegen eine Wand gelaufen, obwohl ich rechtzeitig die Richtung wechseln wollte. Retten soll man dieses Mal übrigens nicht nur Klein-, sondern auch Grünlinge. Die Grünlinge helfen dabei in den Levels Geheimnisse aufzudecken, sprich verborgene, gefangene Kleinlinge zu finden. Jeder Grünling kann aber nur jeweils drei Geheimnisse pro Level aufzeigen. Je mehr man dabei hat, desto einfacher wird es also. Und damit fangen dann auch die Monetarisierungsoptionen an. Denn um die Grünlinge oder andere Kreaturen mitnehmen zu können, muss man sie erst füttern – und Futter kann man eben nicht nur erspielen, sondern sich eben auch kaufen.

rayman shop

Allerdings kann man Ubisoft hier nicht den größten Vorwurf machen: Wer Spaß am Suchen hat, und das macht eigentlich auch den Reiz der Rayman-Games aus, muss ja keine Hilfestellungen in Anspruch nehmen. Außerdem kann man noch Kostüme kaufen sowie Elixiere und Glückslose, die ebenfalls das Gameplay erleichtern sollen. Auch ein Starterpaket will Ubisoft dem geneigten Gamer gerne für 4,99 Euro unterjubeln. Zudem findet man nach einigen Levels jeweils Eier, die in einem Inkubator landen und erst ausgebrütet werden. Will man jenen Prozess beschleunigen, muss man mit Diamanten bezahlen oder halt eine festgelegte Zeitspanne abwarten. Diamanten kann man erspielen oder sich eben kaufen. Ihr seht, das Schema wird klar.

rayman starterpaket

Ansonsten macht auch „Rayman Adventures“ immer noch eine Menge Spaß: In den Levels gibt es viel zu entdecken, auch wenn der Schwierigkeitsgrad deutlich gesunken ist gegenüber den Vorgängerspielen. Man bemerkt hier also deutlich, dass Spieler durch die Abschnitte selbst eher bei der Stange gehalten werden sollen und die künstlichen Wartezeiten und gegen Echtgeld freischaltbaren Bonusinhalte und Gameplay-Erleichterungen zusätzlichen Antrieb liefern sollen. Mir wäre es im Endeffekt deswegen doch lieber einmal ein paar Euro auf den Tisch zu legen, als zwischen freischaltbaren Kreaturen, allerlei verschiedenen „Währungen“ wie Diamanten und Essen und anderem Brimborium den Überblick zu behalten. Dieses Mikro-Management lenkt mich eher vom Gameplay an sich ab.

rayman level

Meine ersten Eindrücke sagen mir trotzdem, dass „Rayman Adventures“ als Download lohnt – schon alleine wegen der immer noch tollen Grafik, der extrem abwechslungsreichen Musik (von Folk über Orchester bis hin zu Rock ist alles dabei) und natürlich dem skurrilen französischen Humor. Wie sehr ihr euch an den Monetarisierungs-Optionen stören werden, dürfte wiederum variieren. Ich kann damit leben und trauere eher der Steuerung der Vorgänger ein wenig hinterher. Trotzdem: Ausprobieren lohnt sich – ich springe dann mal ins nächste „Rabauken-Level“.

Rayman Adventures
Rayman Adventures
Entwickler: Ubisoft
Preis: Kostenlos+
  • Rayman Adventures Screenshot
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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

André hat bereits 1951 Artikel geschrieben.