Qualcomm soll in Taiwan 773 Millionen Dollar wegen Ausnutzung einer Monopolstellung zahlen

12. Oktober 2017 Kategorie: Mobile, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Qualcomm hat es im Moment nicht einfach. An vielen Fronten wird gegen den Chiphersteller gekämpft, nicht einmal wegen der SoCs, die nach wie vor zu den Standard-Optionen in Android-Smartphones zählen, sondern wegen fragwürdiger Lizenzierungsmethoden. Vor allem im Bereich der Modems soll Qualcomm unverhältnismäßig die Hand aufhalten. Das sieht nun auch die Fair Trade Commission in Taiwan so und hat dem Hersteller eine ordentliche Strafe aufgebrummt. Rund 773 Millionen Dollar soll Qualcomm bezahlen, da das Unternehmen seine Monopolstellung im Bereich CDMA und LTE ausgenutzt habe.

Qualcomm ist mit dieser Entscheidung logischerweise nicht einverstanden und möchte gegen sie auch vorgehen. Interessant ist dabei aber, dass Qualcomm nicht gegen die Strafe an sich vorgehen möchte, sondern nur gegen die Höhe und die Berechnungsmethode. Die Strafe stehe nämlich in keinem Verhältnis zu den Umsätzen, die Qualcomm in Taiwan erwirtschaftet.

Allerdings kann Qualcomm erst gegen die Entscheidung vorgehen, wenn diese offiziell an Qualcomm gegangen ist, was in den nächsten Wochen der Fall sein sollte.


Über den Autor: Sascha Ostermaier

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