Qualcomm kommentiert Kontroversen um USB Type-C und Quick Charge

25. April 2016 Kategorie: Android, Hardware, Mobile, geschrieben von: André Westphal

qualcomm snapdragon chipErst gestern hatte ich darüber gebloggt, dass es aktuell seitens des Google-Mitarbeiters Benson Leung Kritik an Qualcomms proprietärer Schnellaufladetechnik Quick Charge 2.0 / 3.0 gibt. Im Wesentlichen sagt Leung, dass Quick Charge mit dem Standard für USB Type-C breche bzw.dessen Vorgaben nicht einhalte. Offenbar wollte der Hersteller das nicht auf sich sitzen lassen. Qualcomm hat uns direkt ein Statement zugeschickt. Der Hersteller erklärt, dass die OEM-Partner, die Quick Charge für ihre Geräte einbinden, die Chance hätten die Spannungen genau so einzurichten, dass sie innerhalb der USB-Type-C-Vorgaben verblieben.

Qualcomm fährt im Bezug auf Quick Charge fort: „Wir haben bisher keinerlei Berichte über Probleme von Nutzern oder Fehlfunktionen bei Geräten erhalten – egal ob mit oder ohne USB Type-C.“ Was folgt, ist dann das übliche Selbstlob für die Technik und Aussagen zur immer höheren Verbreitung.

quick charge 3.0 logo

Im Klartext bestreitet Qualcomm also mit Quick Charge 2.0 / 3.0 per se den Standard für USB-Type-C zu ignorieren. Allerdings ist interessant, dass Qualcomm zu vielen Details aus der Analyse des Google-Mitarbeiters Leung schweigt. So erklärt Qualcomm zwar, dass die Hersteller die Spannungen zu konfigurieren könnten, dass sie im Bereich des Standards verblieben. Doch laut Leung dürften proprietäre Aufladetechniken bis maximal 5 Volt gehen. Nur Power Delivery dürfe die VBUS-Spannung bis 20 Volt hochschrauben. Nun ja, man darf gespannt sein, wie sich die Debatte weiterentwickelt.


 

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Über den Autor: André Westphal

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