QNAP veröffentlicht neue NAS-Systeme mit QTS- und Linux-Unterstützung

16. Dezember 2015 Kategorie: Hardware, Linux, geschrieben von: Oliver Pifferi

qnap logoQNAP hat aktuell verkündet, sein Portfolio an NAS-Systemen für Heimanwender und den KMU-Bereich um die NAS-Serie TS-x53A erweitert zu haben. Das X in der Produktbezeichnung entspricht einmal mehr der Anzahl der im System enthaltenen Festplatten-Einschüben, gibt es diese neue Serie doch wie gewohnt in Ausführungen mit zwei, vier, sechs und acht Schächten. Mit an Bord ist bei allen Einheiten ein 1,6 GHz Intel Celeron Quad-Core Prozessor samt Intel-HD Grafik, dazu kommt nach Herstellerangaben noch eine hardwarebasierte Verschlüsselung. Wofür ein NAS-System nun eine Intel HD-Grafikeinheit benötigt und als erstes „Kombi-NAS“ beworben wird, wird sich der ein oder andere von Euch jetzt sicherlich nun fragen.

Ganz einfach – die neue NAS-Generation tanzt auf zwei Hochzeiten und kann nicht nur über das bekannte und auf Linux basierende QTS-System die Grundlage für Euer NAS bieten, sondern soll auch per direkter Verbindung via HDMI einen vollwertigen Linux-Desktop auf Ubuntu-Basis ermöglichen, um das Thema IoT noch weiter zu befeuern. Ein ähnliches System mit eigener Oberfläche konnten wir ja bereits bei dem aktuellen Silent NAS HS-251+, welches unter anderem die Unterstützung für Kodi und andere modular installierbare Applikationen am Fernseher mitbringt, beobachten.

Interessant ist, dass man sich offensichtlich mit aller Macht weg von dem starren Korsett eines NAS-Systems, das irgendwo steht, lösen möchte: Zwei HDMI-Anschlüsse, die maximal 4K-UHD-Auflösung bei duplizierter oder erweiterter Desktop-Konfiguration liefern können, sprechen da eine deutliche Sprache und lassen neben allen NAS-Funktionen den Linux-Desktop deutlich in den Vordergrund treten, denn für eine reine IoT-Unterstützung wirkt das Ganze meiner Meinung nach deutlich zu hoch angesetzt. Zur Medienwiedergabe – bis 4K-UHD mit Durchschleifen von bis zu 7.1-Kanal-HD-Audiosignalen – können Anwender das NAS über den Kodi-Medienplayer mit einem HDMI-Fernseher oder A/V-Empfänger verbinden – auch das kennen wir bereits vom HS-251+. Zudem soll die TS-x53A-Serie hardwarebeschleunigte Echtzeit-4K- Videotranskodierung im H.264-Format unterstützen, so dass sich Videos reibungslos über verschiedene Geräte und Smart-TVs wiedergeben lassen.

Die bekannte QNAP-Fernbedienung (RM-IR002 ) ist auch hier im Lieferumfang enthalten und trotz aller schönen Optik wieder dasselbe bekannte Kunststoffmodell – schade, hier hätte schon ein anderes, eher hochwertiges Material mehr zum angebotenen Gesamtpaket gepasst.

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Die bei allen Modellen identischen technischen Eckdaten schauen mit Ausnahme des Unterschieds bei den integrierten Netzwerkkarten wie folgt aus:

  • Intel-Celeron-N3150-1,6-GHz-Quad-Core-Prozessor (maximal 2,08 GHz)
  • 4-GB-/8-GB-Dual Channel-DDR3L-1600-SODIMM-RAM (bis 8 GB aufrüstbar)
  • Hot-Swapping-fähige 2,5-/3,5-Zoll-SATA-6-Gb/s-Festplatte/-SSD
  • 2 x Gigabit-LAN-Port (TS-253A)
  • 4 x Gigabit-LAN-Port (TS-453A, TS-653A und TS-853A)
  • 2 x HDMI-Ausgang (Auflösung bis 4K-UHD)
  • 4 x USB 3.0-Port; Taste zum Kopieren mit einem Tastendruck an der Frontblende
  • 2 x 6,3-mm-Mikrofonanschluss (unterstützen dynamische Mikrofone)
  • 1 x 3,5-mm-Line-Ausgang (zur Verwendung mit einem Verstärker)

Erhältlich sollen die neuen Modelle der QNAP TS-x53A-Reihe sind ab sofort sein, ab 392 EUR inklusive Mehrwertsteuer seid Ihr bei der TS-253A dabei, das Modell mit vier bzw. sechs Schächten gibt es für 534 bzw. 749 EUR und die 8-Bay-Einheit für eine UVP von 868 EUR. Dies gilt jeweils für die Varianten mit 4 GB Arbeitsspeicher, die optionalen 8 GB-Varianten kosten noch den ein oder anderen Euro mehr – schlussendlich seid Ihr bei der größten Version mit 987 EUR Listenpreis dabei und benötigt natürlich noch die entsprechenden Festplatten.

Sollten Eure Anforderungen mit den Aufgaben weiter wachsen, können die NAS-Systeme noch bequem durch die QNAP-eigenen Erweiterungseinheiten UX-800P mit acht und UX-500P mit fünf Schächten erweitert werden.


 

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Über den Autor: Oliver Pifferi

Digital Native, der trotzdem gerne das Mittelalter erlebt hätte und chronischer Device-Switcher. Multimediafreak. England-Fan. Freier Autor & Tech Blogger. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hoffnungsvoller Idealist. Gladbacher Borusse und hauptberuflicher IT-Consultant. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und XING. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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