Project Ara: Googles modulares Smartphone wird weniger modular, verzögert sich erneut

21. Mai 2016 Kategorie: Android, Google, Hardware, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_araProject Ara, seit 2013 macht Google uns mit dem modularen Smartphone den Mund wässrig, außer Prototypen und theoretischer Funktionsweise gab es bisher allerdings nicht viel zu sehen. Nun verzögert sich Project Ara erneut, wie Google auf einer ATAP-Session im Rahmen der I/O bekannt gab. Aber nicht nur das, Project Ara wird auch weniger modular als bisher geplant. Denn so richtig praxistauglich war das bisher angedachte modulare Design nicht wirklich. Anstatt alle Komponenten des Smartphones tauschbar zu machen, wird die neue Version, welche übrigens 2017 für den Nutzer verfügbar sein soll, eher auf Zusatzmodule setzen.

Denn anders als ursprünglich geplant, wird das Grundgerüst eines Project Ara-Smartphones nicht nur das Display, sondern auch Prozessor, GPU, Sensoren, Akku, und Antennen bereitstellen. Das nimmt natürlich ein wenig die Upgrade-Möglichkeiten, denn mal eben den Prozessor auf den neusten Stand bringen oder ein Display mit höherer Auflösung einsetzen, ist nicht vorgesehen.

Module werden sich dann mit Kameras, Audio, zusätzlichen Displays und anderen Sonderfunktionen beschäftigen. Das klingt schon sehr ernüchternd, da es im Prinzip nichts anderes als ein LG G5 ist, das sich ja ebenfalls mit Modulen erweitern lässt. Hat mich nicht wirklich überzeugt und ich setzte meine Hoffnung auf Project Ara. Nun ja.

Noch 2016 wird es eine neue Developer Edition geben, die Endkunden sollen dann 2017 in den Genuss der bis dahin weniger modularen Smartphones von Google kommen. Ich bin gespannt, ob sich damit neue Märkte erschließen lassen. Die Gesamtpakete werden technisch immer kompromissloser, warum sollte man sich da dann noch zusätzliche Module holen, um ein Smartphone aufzumotzen?

projectara_2016

Die neue Project Ara-Webseite erklärt zudem, dass es sechs Slots geben wird, die mit Modulen befüllt werden können. Greybus wird die Verbindung genannt, die auch einen Hot-Swap der Module ermöglichen wird. Wie sieht es mit Eurer Begeisterung für Project Ara aus? Bleibt die bis 2017 und weniger modular noch so bestehen wie sie 2013 aufkeimte?

(via Ars Technica)

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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