Privatsphäre: Blackphone kann ab 14. Juli wieder bestellt werden

30. Juni 2014 Kategorie: Android, Hardware, Mobile, geschrieben von:

Das Blackphone wurde bei seiner Vorstellung damals kritisch gesehen, zumindest bei denen von Euch, die kommentierten. Die ersten Vorbestellungen werden aktuell ausgeliefert, wie SGP Technologies aktuell verkündet. Die erste Charge scheint recht schnell vergriffen gewesen zu sein, ab dem 14. Juli werden aber wieder neue Bestellungen für das Smartphone mit Fokus auf Privatsphäre entgegengenommen. Die Hardware ist bei diesem Smartphone zweitrangig, in erster Linie ist es die Software, mit der man die Kunden überzeugen will.

Blackphone

Für 629 US-Dollar erhält der Käufer ein Gerät mit 4,7 Zoll HD-Display, einem Tegra 4i Prozessor (2 GHz) und 1 GB RAM. 16 GB Speicher stehen zur Verfügung, eine Erweiterung kann mittels microSD-Karten erfolgen. Außerdem hat das Smartphone eine 8 Megapixel-Kamera auf der Rückseite (5 Megapixel vorne) und kann auch das LTE-Netz nutzen.

Herzstück des Geräts ist PrivatOS, das auf Android 4.4 (KitKat) basiert. Verschlüsselte Anrufe, Video-Chats und SMS werden über die Silent-Apps realisiert. Über den Kismet Smarter WiFi-manager wird verhindert, das WLAN-Hotspots das Smartphone bezüglich seiner WLAN-Historie ausspionieren. Diese Daten werden nicht übermittelt.

Das Security Center regelt die Berechtigungen von Apps, die sofort übernommen werden, ohne dass das Smartphone neu gestartet werden muss. Über Remote Wipe lässt sich das Smartphone im Ernstfall löschen. Kein einzigartiges Feature mehr, bieten andere Hersteller ebenfalls. Auch sind ein privater Browser und ein VPN auf dem Gerät vorhanden. So soll verhindert werden, dass der Nutzer bezüglich seiner Surfgewohnheiten abgehört werden kann. Zu guter Letzt können Blackphone Nutzer auch auf Dateien zugreifen, die in der SpiderOak Cloud verschlüsselt liegen.

Sicher ein sehr spezielles Smartphone, das aber zeigt, dass es eben auch ein Stück privater geht, als es uns die großen Firmen glauben machen wollen. Auf Komfort muss man beim Blackphone angeblich nicht verzichten, das ist ja oft so ein Kriterium, was viele Leute davon abhält, auf sichere Kommunikation zu setzen.

Falls sich von Euch zufällig jemand ein Blackphone gesichert hat, hinterlasst gerne einen Kommentar, ob dies tatsächlich so komfortabel ist, wie es vom Hersteller beschrieben wird. Da die Hardware nicht vom Hocker reißt, der Preis aber schon, dürfte sich der Kundenkreis wohl auf diejenigen beschränken, die tatsächlich etwas zu verbergen haben, zum Beispiel Firmen.


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Über den Autor:

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