Periscope Producer: Werbepartner bekommen neues Tool für Livestreams an die Hand

14. Oktober 2016 Kategorie: Internet, Streaming, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Periscope Artikel LogoSeit März 2015 gibt es Periscope, den Livestreaming-Dienst, der seinerzeit erst einmal ins Schwitzen brachte. Mittlerweile scheint es – so zumindest mein Eindruck – eher Richtung Facebook Live zu gehen, wenn die Masse streamen möchte. Vielleicht kann aber ein neues Tool für Aufmerksamkeit sorgen. Periscope Producer ermöglicht es Partnern, professionelle Livestreams anzubieten. Periscope Producer ist für Marken und Werbepartner verfügbar und ermöglicht den Stream mit professionellem Equipment. Das geht zwar etwas gegen den ursprünglichen Sinn von Persicope – Live-Inhalte ungeschönt wiederzugeben – aber so ist das eben, wenn Geld ins Spiel kommt.

periscope_producer

Mehrere Kameras und Live-Schnitte sind so möglich, wie das Ganze aussieht, kann man sich am 15. Oktober anschauen. Dann gibt es mit Live@McDonald’s ein Event, das Periscope Producer nutzt, um zwölf Stunden lang aus verschiedenen Filialen der Fast Food-Kette eine Einblick hinter die Kulissen zu geben. Genutzt wird auch Twitter First View in Kombination mit dem Live Stream.

Hier noch ein paar Worte von Kayvon Beykpour, CEO von Periscope, zu Periscope Producer:

“Menschen die Möglichkeit zu geben, professionell produziertes Live-Video über Periscope zu streamen, war immer Teil unserer Vision. Dies ermöglicht völlig neue Inhalte, die jeder weltweit live mitverfolgen kann. Egal ob tägliche Shows, Events oder anderer Live-Video Content. Mit Periscope Producer können Kreative jetzt hochqualitativ produzierte Live-Videos über einen einzigen Tweet mit ihrem Publikum teilen.”

Klingt etwas anders als „ist für Werbepartner und Marken verfügbar“ und ich halte es auch für falsch, dass man sich genau diese heraussucht, um ein solches Tool einzuführen. Es sind nicht die Werbepartner, die Periscope zuerst eine Chance gegeben haben, sondern es sind diejenigen, die es ab Tag 1 nutzten und tatsächlich einen Einblick in interessante Dinge gaben.

Aber es passt irgendwie sehr gut ins Gesamtbild von Twitter und Periscope. Dem Nutzer etwas aufzwingen, das er vielleicht gar nicht möchte, die interessanten Dinge, zu denen Producer sicherlich gehört, dann aber nur für die verfügbar machen, die auch für Einnahmen bei Periscope sorgen. Meiner Meinung nach eine sehr schwache Nummer. Oder freut sich von Euch jemand darüber, dass nun Marken und Werbepartner hochqualitativ ihre Werbung verbreiten können?



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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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