Pebble entlässt zahlreiche Mitarbeiter, will Fokus auf Gesundheit und Fitness legen

24. März 2016 Kategorie: Wearables, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_pebbletimeroundMit der Pebble wurde quasi das Smartwatch-Zeitalter eingeleitet. Eine Uhr, die mit dem Smartphone kommuniziert, Informationen anzeigt und dazu noch eine lange Akkulaufzeit liefert. Kein Wunder, dass das erste Pebble-Kickstarter-Projekt alle Rekorde brach. Konkurrenz durch Android Wear-Smartwtaches war praktisch noch nicht existent, die Apple Watch noch ein Produkt der Gerüchteküche. Mit der Pebble Time, dem großen Nachfolger der ersten Pebble-Generation, wurde dann schon deutlicher, dass ein erfolgreicher Erstling alleine nicht ausreicht. Zwar war die erneute Kickstarter-Kampagne wieder ein sehr großer Erfolg, als die Pebble Time dann aber verfügbar war, machte sich bei einigen doch so etwas wie Ernüchterung breit.

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Der Markt für Wearables ändert sich, ist noch lange nicht da, wo ihn die Hersteller gerne sehen würden. Darunter leidet auch Pebble, wird diese Woche deshalb 40 Mitarbeiter, rund ein Viertel der Gesamtbelegschaft, entlassen. 26 Millionen Dollar konnte Pebble in den vergangenen 8 Monaten zusätzlich zur Kickstarter-Kampagne einsammeln, zu wenig, um auch künftig mit allen Mitarbeitern weiterzumachen. Denn Pebble möchte nicht einfach nur eine Smartwatch nach der nächsten auf den Markt werfen, vorsichtig die Möglichkeiten ausloten.

Und diese Möglichkeiten sollen im Gesundheits- und Fitnessbereich liegen. Pebble CEO Eric Migicovsky erklärt gegenüber Tech Insider, dass Pebble eine Vision verfolgt, wie Wearables in 10 Jahren aussehen werden. Und darauf arbeitet man hin, auch wenn es mit begrenzten Mitteln geschehen muss. Hilft den entlassenen Mitarbeitern vermutlich wenig. Fitness und Gesundheit ist sicher ein spannendes Gebiet, allerdings haben auch Wearable-Hersteller in diesem Bereich bereits Probleme.

Mal sehen, wo es für Pebble hingeht, das Unternehmen profitiert immerhin von einer recht treuen Fangemeinde. Vielleicht ist Pebble ein wenig kleiner als andere Hersteller, einen Platz gibt es für das Unternehmen aber allemal. Vielleicht werden auch die Smart Straps für den nächsten Schub sorgen, Pebble kündigte diese zusammen mit der Pebble Time an, seither ist es allerdings recht ruhig um die Armbänder mit Zusatzfunktionen für die Pebble Smartwatch geworden.


Über den Autor: Sascha Ostermaier

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