Pebble: CEO nennt weitere Details, was man von der nächsten Smartwatch erwarten darf und was nicht

13. Februar 2015 Kategorie: Wearables, geschrieben von:

Erst am vergangenen Mittwoch durften wir dank Tim Cook einige Aussichten auf das genießen, was wir von der Apple Watch erwarten können. Klar ist, die Apple Watch wird spätestens bis zur kommenden Google I/O Ende Mai die größte mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen, zumindest im Bereich Wearables. Doch auch Pebble hat hier noch ein Wörtchen mitzureden. Die haben trotz zunehmenden Konkurrenzdruck kürzlich die ein Millionste Smartwatch verkauft und ließen gleichzeitig durchblicken, dass man 2015 viel vor habe. Doch außer der nebulösen Aussage, dass die eine neue Pebble-Smartwatch samt neuer Software kommen werde, die “anders sei als die, die andere Smartwatches bislang genutzt haben”, war soweit nichts bekannt. Gegenüber CNET gab Pebble-CEO Eric Migicovsky nun ein Interview, in dem er einige weitere Details fallen ließ.

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Zunächst geht Migicovsky erneut darauf ein, dass die kommende Pebble Watch eine neue Art der Interaktion voraussetzt. Er ist der Meinung, dass das Interface auf Wearables von niemandem – Pebble eingeschlossen – bislang signifikant verbessert wurde. Daher vermutet CNET, dass Pebble ein komplett neues Hard- und Software-Design präsentieren könnte, das uns alle überraschen könnte. Dies wird durch die weitere Aussage von Migicovsky untermauert, der sagt: „You’ll actually interact with the watch in a completely different way than you do today.“

Erneut betont Migicovsky, was er bereits vor kurzem von sich gab. Smartwatch-Hersteller bauen nach wie vor auf das App-Modell, das man von Smartphones und Tablets kennt. Das würde Migicovskys Meinung nach nicht funktionieren – schon gar nicht auf einer Pebble. „We’ve tried that on Pebble, and it’s not the right model…what we’ve got on the horizon, and the vast part of the company is spending time on, is what’s the new metaphor?“, sagt er im O-Ton. Weitere Details darüber, wie die nächste Pebble funktionieren würde, wollte er dann aber doch nicht preisgeben. Dennoch gab er zur Kenntnis, dass viele Menschen immer noch physische Buttons präferieren.

Hinsichtlich der Konkurrenz gibt Migicovsky gemischte Gefühle von sich. In Googles Smartwatch-OS Android Wear sieht er offensichtlich keine große Bedrohung. Seiner Meinung nach ist Android Wear nichts weiter als Google Now, das sich nicht vom Google Now auf dem Smartphone unterscheidet. Das System fühlt sich einfach in seinen Augen nicht richtig an, daher ist ein Android Wear-ähnliches OS keine Option für Pebble. Die Apple Watch hingegen erscheint Migicovsky die spannendere Smartwatch zu sein. Dennoch bleibt er auch hier skeptisch und meint: „I’m looking forward to this next step in the tradeoff between how useful it is and how complicated it is to use.“

Auch zum Thema Sensoren in Smartwatches äußert er sich kritisch und kann sich nicht mit der Vorstellung anfreunden, die Pebble mit allerhand solcher Tracking-Sensoren auszustatten. „What we think Pebble is great for, it’s great for being the display for all these different sensors in your life,“ sagt er hierzu. Zudem ließ er kein gutes Wort an Herzfrequenzmessern, die seiner Meinung nach schlichtweg „scheiße“ seien. Man konzentriere sich lieber darauf, Bluetooth Low Energy auf Pebble Smartwatches zu bringen, statt sich mit Fitness-Tracker-Funktionen zu beschäftigen.

Zum Thema mobile payment hatte der Pebble-CEO ebenfalls einige Worte zu sagen. Er sehe in NFC-basierten Lösungen, wie sie Apple und Google einsetzen, keine Zukunft für mobile Zahlweisen, sondern glaubt eher an QR-Codes. Diese haben sich bereits durch Drittanbieter-Apps wie PebbleBucks in der Vergangenheit als nützlich erwiesen und daher würde man sich bei Pebble eher hierauf fokussieren.

Zu guter Letzt gibt Migicovsky dann doch noch einen etwas konkreteren Ausblick auf das, was die nächste Pebble nicht haben wird: Ein großes, helles OLED-Display. Migicovsky präferiert hier eher Displays, die „always on“ bleiben können, ohne den Akku in kürzester Zeit runterzuziehen. „It’s an extremely important thing for us. I like being able to look down at my wrist and see what time it is.“ Daher darf man davon ausgehen, dass auch die kommende Pebble-Smartwatch wieder mit der E-Ink-Technologie ausgestattet sein wird.

Er will sich aktuell jedoch noch nicht darauf festlegen, welche Form das Display der nächsten Pebble haben wird. Es hänge davon ab, was man mit der Software auf der Uhr anstellt und das würde schließlich entscheidend für die Display-Form sein.


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