Pearl Android Tablet-PC Touchlet X2

11. Dezember 2010 Kategorie: Android, Hardware, Mobile, geschrieben von: caschy

Heute klingelte der DHL-Mann bei mir und brachte mir das Android-Tablet von Pearl, welches ich hier schon vorgestellt hatte. Es handelt sich um das Touchlet X2 und dieses wird mit Android 2.2 ausgeliefert. Ich versuche mich mal in kurze Worte zu fassen, da ich mich noch mental auf die Bundesliga & Bier vorbereiten muss. Das Gerät hat einen 17,8 cm großen resistiven Bildschirm.

Angetrieben wird das Touchlet X2 von einer 800 MHz CPU, welche von 256 MB RAM unterstützt wird. Auch dabei: WLAN und ein G-Sensor. Interner Speicher sind 2 GB NAND, welcher sich mit einer microSD-Karte noch einmal um bis zu 32GB erweitern lässt. Webcam mit VGA-Auflösung befindet sich in der Front. Bevor ich hier zu vernichtend werde: immer den Preis von 169 Euro bedenken 😉

Ich hab mal wieder riesiges Glück gehabt. Schon beim Auspacken fiel mir der große Einschnitt im Karton auf. Da hatte man beim Umpacken wohl zu großzügig mit dem Packmesser zugeschlagen. Das zog sich dann auch bis auf mein Testgerät durch, Einschnitt seitlich des Displays. Aua.

Also mal wacker ausgepackt, angemacht und angeschlossen. Wertige Verarbeitung des Steckers. Dieser brach nämlich gleich. Nach dem Anschalten: gewöhnliche Android-Oberfläche. Kein Google Market. Nur ein eigenes App Center, welches von AndroitPit gebaut wurde. Aber: keine Verbindung möglich. Nein, nicht nur bei mir, auch andere Testgeräte-Besitzer konnten sich nicht verbinden.

Damit wäre für Otto-Normal-User der Spaß vorbei. Außer Surfen nichts gewesen. Alternativ muss man sich einen alternativen Android Market installieren. Nachtrag: das Datum steht standardmäßig auf 2020, dieses auf das aktuelle ändern, dann klappt’s auch mit dem App Center. Danke an René von mobiflip, wir plauderten im Messenger und probierten das Gerät quasi synchron aus.

Ohne Market ist so ein Gerät ja langweilig, also mal ein paar APKs auf das Touchlet X2 geschoben. Tweetdeck, Angry Birds und Frozen Bubble. Lediglich letzteres funktionierte. Jau. Dann habe ich schon gute Laune. Das ist in etwa so, als versuche man seit ner halben Stunde nen Faden ins Nadelöhr zu bekommen. Da bekomme ich ne Halsschlagader wie ne Fleischwurst sag ich euch 🙂

Ja ich weiß: der Hobel kostet 170 Euro. Für viele ist das aber ne ganze Stange Geld. Ich persönlich werde mich wohl nie an resistive Touchscreens gewöhnen können. Beim Surfen musste ich zum Scrollen leichten Druck ausüben, damit überhaupt etwas geschah. Kurzer Anriss: resistive Screens gibt es bereits länger, ihr tippt halt zum zoomen an, nicht so wie beim iPad, wo ihr mit Daumen und Zeigefinger vergrößern und verkleinern könnt. Ist hier ganz gut beschrieben.

Dieses „wow, cooles Gadget“-Gefühl wollte bei mir bisher leider nicht aufkommen, was es mir schwer macht, ein Fazit zu ziehen. Wer im WLAN Surfen will – mit einem Display, welches größer als das des Handys ist – ja der könnte vielleicht etwas damit anfangen. Alternativ frage ich nachher mal meinen Besuch, welchen Eindruck das Touchlet X2 auf sie macht. Das Gerät wird sicherlich einige Liebhaber finden, da der Preis recht niedrig in Vergleich zu anderen Geräten ist. Man bekommt noch etwas für sein Geld. Wer mehr blinki-blinki und Fluffyness will, der muss eben tiefer in die Tasche greifen. Alles eine Frage des: Was will ich und was will ich dafür ausgeben?

Falls ihr größere Fotos braucht, diese habe ich hier hochgeladen.


Über den Autor: caschy

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