PC-Markt hat sich Ende 2016 wieder leicht erholt

14. Januar 2017 Kategorie: Apple, Hardware, Windows, geschrieben von: André Westphal

Laut den Daten der International Data Corporation (IDC) hat sich der internationale PC-Markt Ende 2016 wieder etwas erholt – trotz der Knappheit einiger Komponenten. So wurden im vierten Quartal des letzten Jahres ca. 70,2 Mio. PCs ausgeliefert. Unter dem Begriff „PCs“ bündelt die IDC dabei nicht nur klassische Desktop-PCs, sondern auch Workstations und Notebooks. Gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2015 entspricht das zwar immer noch einem Minus von 1,5 %, insgesamt bescheinigen die Analysten dem PC-Markt aber etwa seit Mitte 2016 eine zunehmende Stabilisierung. Weltweit wurden 2016 etwa 260 Mio. PCs ausgeliefert.

Auch das entspricht gegenüber dem Jahr 2015 einem Minus – von 5,7 %. Mittlerweile finde sich der Markt jedoch wieder. In der ersten Jahreshälfte 2016 behinderte das kostenlose Upgrade auf Windows 10 noch bei einigen Kunden die Kauflust, doch dieser Faktor fällt ja nun weg. In Japan und Kanada kam es sogar zu Wachstum, während sich die Märkte in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika stabilisieren. Das Minus in den USA reduzierte sich zumindest.

Die Top 5 der PC-Hersteller belegen aktuell, in dieser Reihenfolge: Lenovo, HP, Dell, Apple und Asus. Lenovo konnte dabei besonders zu den Feiertagen in Europa punkten. Die Konkurrenz von HP holt allerdings auf, zumal jene ein höheres Wachstum verzeichneten. Das trifft auch auf Dell zu, die bei den Top 5 der PC-Hersteller insgesamt das größte Wachstum verbuchen durften. Apple musste hingegen im vierten Quartal 2016 ein Minus von 0,9 % hinnehmen. Deutlich schlechter sieht es für Asus aus: Der Hersteller verbuchte im vierten Quartal ein Minus von 11,3 %.

Betrachtet man hingegen das Gesamtjahr, sehen die Zahlen teilweise etwas anders aus: So tauschen hier dann Apple und Asus in den Top 5 die Plätze. Dafür hat Lenovo im Gesamtjahr kein Wachstum, sondern ein Minus hinzunehmen. Für Asus sieht das Minus wiederum im Gesamtjahr gnädiger aus, während es bei Apple 9,8 % beträgt. Das liegt sicherlich auch daran, dass die neuen MacBook Pro des Herstellers erst Ende 2016 auf den Markt kamen.

Insgesamt sind die Daten der IDC keine große Überraschung, zeigen aber immerhin, dass der PC-Markt sich langsam stabilisiert. Aufgrund der Etablierung von Smartphones und Tablets geschieht diese Stabilisierung natürlich nicht mehr auf dem Niveau, das vielleicht vor einigen Jahren seitens der Hersteller erwünscht wurde, aber dafür verdienen jene ja im mobilen Markt auch kein schlechtes Geld. Lukrativ ist aktuell vor allem der Gaming-Bereich, in dem immer noch etwas kürzere Lebenszyklen an der Tagesordnung sind und die Kunden auch bereit sind mehr Geld für beispielsweise eine neue Grafikkarte auszugeben. Bereits 2016 stürzten sich viele Hersteller auf jenen Bereich, der wohl auch 2017 eine große Rolle im PC-Markt spielen dürfte.

(via BusinessWire)

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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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