PC-Auslieferungsmengen nehmen weiterhin ab

9. Oktober 2015 Kategorie: Hardware, geschrieben von:

inspiron pcLaut den Analysten der Firma Gartner sind die Auslieferungsmengen klassischer Desktop-PCs und Notebooks im dritten Quartal 2015 gesunken. Als Ursachen macht man beispielsweise in Europa den schwachen Euro aus, welcher im Vergleich zum stabilen US-Dollar zu verhältnismäßig hohen Verkaufspreisen geführt habe. Rund 73,7 Mio. PCs wurden laut Gartner weltweit im dritten Quartal 2015 ausgeliefert. Das entspricht einem Minus von 7,7 % im direkten Vergleich mit dem dritten Quartal 2014. Dabei schwächelt der Markt für Desktop-PCs deutlich stärker als die Sparte für Notebooks – welche jedoch ebenfalls mit abnehmenden Auslieferungsmengen zu kämpfen hat.

Die Preise für PCs seien außerhalb der USA teilweise um bis zu 10 % gestiegen, was Kunden nicht gerade verzückt habe, so Analyst Mikako Kitagawa der Firma Gartner. Wenig überraschend konnte auch die Veröffentlichung des Betriebssystems Microsoft Windows 10 den PC-Markt leider nicht merklich in Schwung bringen. Hier ist zu vermuten, dass die kostenlosen Upgrade für Nutzer von Windows 7, 8 / 8.1 Kunden vielfach bei ihren alten Systemen gehalten haben. Dazu kam Kritik an der Datensammlungswut des OS.

gartner pc 1

Auch wenn die Zahlen des dritten Quartals 2015 ernüchternd für PC-Hersteller sind, gebe es laut Gartner positive Ausblicke: Viele Kunden (50 %) hätten in einer Umfrage ausgesagt, sich innerhalb der nächsten 12 Monate einen neuen Rechner zulegen zu wollen. Nur 21 % planten die Anschaffung eines neuen Tablets. Für 2016 rechnet Gartner daher mit einer Stabilisierung des PC-Marktes. Der erfolgreichste Hersteller ist laut Daten der Analysten weltweit Lenovo mit ca. 20,3 % Marktanteil.

gartner pc 2In den USA, für welche Gartner separat Daten erhebt, liegt HP mit 27,8 % Marktanteil weiterhin vorne. Hier findet sich Lenovo hinter Dell und Apple nur auf dem vierten Platz mit 12,5 %. Allerdings verzeichnete Lenovo zuletzt das größte Wachstum innerhalb der wichtigsten fünf PC-Anbieter in den USA und könnte damit weiter aufsteigen.

In der EMEA-Region, zu der auch Deutschland zählt, wurden im dritten Quartal 2015 ca. 20 Mio. PCs ausgeliefert. Das entspricht einer herben Abnahme um 17,4 % im Vergleich mit dem gleichen Zeitraum 2014. Wie bereits erwähnt, macht Gartner vor allem die schwachen Währungen verantwortlich, welche hohe Verkaufspreise zur Folge hatten. Dabei betonen die Analysten, dass alle Ergebnisse vorläufig sind. Die finalen Statistiken, stehen Kunden des Gartner’s PC Quarterly Statistics Worldwide by Region Programms bald als Ergänzung zur Verfügung.

Fazit: Der PC-Markt schwächelt weiterhin und zwar besonders in Europa. Hersteller versuchen dem unter anderem mit einem neuen Fokus auf Gaming entgegen zu wirken. Dadurch wird 2016 ein spannendes Jahr und vielleicht kann ja auch der VR-Hype die Verkaufszahlen traditioneller Rechenknechte ankurbeln.


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