PayPal: bald kein Käuferschutz für Crowdfunding-Projekte mehr

9. Mai 2016 Kategorie: Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Paypal Artikel LogoAb dem 26. Juni 2016 gibt es bei PayPal eine Änderung, die vor allem für Menschen interessant ist, die ihr Geld in Crowdfunding-Projekte stecken. Die Schwarmfinanzierung ist nicht immer erfolgreich, geht so ein Projekt in die Hose, ist die Investition in der Regel futsch, ein Risiko, das man mit jeder getätigten Finanzierung trägt. PayPals Käuferschutz griff in solchen Fällen bisher ebenfalls, wer Crowdfunding also via PayPal unterstützte, konnte sein Geld über PayPal eventuell zurückbekommen. Ab Ende Juni ist das nicht mehr der Fall, die AGB des Unternehmens werden dementsprechend geändert.

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Die Änderungen betreffen allerdings nur ein paar Länder, in den USA, Australien, Brasilien, Kanada, Japan und weiteren Ländern wird der Käuferschutz angepasst, um die Risiken des Crowdfunding zu reflektieren. PayPal ändert den Käuferschutz übrigens nicht nur für Crowdfunding, sondern auch für Gelder, die man an Behörden gesendet hat oder Zahlungen, die man für Glücksspiel tätigt.

Zu finden sind die Änderungen bei PayPal (auf der US-Seite). In Deutschland gibt es keine Änderungen, aber hierzulande sind zum Beispiel die in den USA neu hinzugekommen Gutscheinkarten schon immer vom Käuferschutz ausgeschlossen. Crowdfunding wird in den Käuferschutzrichtlinien allerdings in Deutschland nicht explizit erwähnt, vielleicht kommt da ja auch noch etwas, falls ja, dann an dieser Stelle zu finden.

Gegenüber Engadget gab PayPal folgendes Statement ab:

„In Australia, Brazil, Canada, Japan, United States and certain other countries, we have excluded payments made to crowdfunding campaigns from our buyer protection programs. This is consistent with the risks and uncertainties involved in contributing to crowdfunding campaigns, which do not guarantee a return for the investment made in these types of campaigns. We work with our crowdfunding platform partners to encourage fundraisers to communicate the risks involved in investing in their campaign to donors.“

So gut ich den Käuferschutz bei PayPal auch finde, so logisch erscheint es mir auch, dass Crowdfunding-Geschichten ausgeschlossen werden. Es ist nichts anderes als ein Risiko-Investment, das zwar meist in kleinem Rahmen stattfindet, aber eben lange keine Garantie für ein Produkt bietet. Anders sieht es da sicher aus, wenn Crowdfunding-Kampagnen einzig zum Zweck der Abzocke gestartet werden, aber das wiederum ist dann eher das Problem der verwendeten Plattform, nicht vom Zahlungsdienstleister.


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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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