Patente: Samsung versucht Einhandbedienung, Apple die Gesichtserkennung

4. Dezember 2013 Kategorie: Android, Apple, Hardware, Mobile, geschrieben von:

Patent-Beschreibungen großer Unternehmen sind oft eine spannende Sache. Sie zeigen, was sich die Unternehmen so ausdenken und oftmals auch wieder verwerfen. Nur weil ein Patent vorliegt heißt dies nicht, dass die Beschreibung auch umgesetzt wird. In diesem Fall versucht sich Samsung in der einhändigen Bedienung großer Displays. Apple hingegen möchte bestimmte Inhalte nach Gesichtserkennung anzeigen.

Samsung_Patent_Einhand_01

Das von Samsung beschriebene Patent wäre eine Wohltat für Nutzer von Geräten, deren Displays immer größer werden. Der Nutzer legt einen Wirkungskreis fest, typischerweise der Bereich, der mit dem Daumen auf dem Display erreicht werden kann. In diesem Wirkungskreis werden dann Menüs und Buttons angezeigt und sind somit stets einhändig erreichbar.

Samsung_Patent_Einhand_02

Samsung beschreibt diesen Bereich als „Comfort Zone“. Die Steuerung des Musikplayers, die Anzeige von Icons und selbst die Tastatur könnten sich dann nutzerspezifisch in diesen Bereich legen. Ein weitaus praktischerer Entwurf als das, was Samsung beim Galaxy Note 3 anbietet. Dort kann man die gesamte Display-Anzeige verkleinern, um diese einhändig erreichen zu können. Nicht unbedingt logisch, hat man ja extra ein großes Display.

Apple wurde nun ein Patent zugesprochen, das bereits 2008 eingereicht wurde und sich mit Gesichtserkennung beschäftigt. Die Anwendung der Gesichtserkennung geht dabei weit über das schnöde Entsperren eines Gerätes hinaus. Geht es nach Apple, werden bestimmte Dinge angezeigt oder verborgen, je nachdem, wer auf das Display schaut.

Apple_Patent_Gesicht_01

Kommt beispielsweise ein Anruf auf dem Gerät an, wird überprüft, wer auf das Display blickt. Hat die Person nicht die Berechtigung, einen Anruf entgegenzunehmen, bleibt das Display schwarz. Erkennt das Gerät den Besitzer, gibt es das normale Anrufer-Bild. Ebenso könnte es sich mit Benachrichtigungen verhalten. Auf dem Lock-Screen wird nur etwas angezeigt, wenn der Nutzer erkannt wird.

Apple_Patent_Gesicht_02

Hierzu passt auch die Übernahme von PrimeSense. Diese kam zwar 5 Jahre nach der Einreichung des Patents, die Technologien von PrimeSense könnten aber viel dazu beitragen, Gesichtserkennung sicherer zu machen. Bei bisher im mobilen Bereich eingesetzten Erkennungen genügt oftmals ein Foto, um die Erkennung zu umgehen. Eine 3D-Abtastung eines Gesichts wäre da ein großer Fortschritt.


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