Patent beschreibt Kommunikation von Googles fahrerlosen Autos mit Fußgängern

28. November 2015 Kategorie: Google, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_googlecarAutos ohne Fahrer an Bord, noch ist das Zukunftsmusik, aber wohl nicht mehr allzu lange. Prominentes Beispiel ist Googles selbstfahrende Knutschkugel, die dann auch schon einmal von der Polizei aufgehalten wird, weil zu langsam. Während die Entwicklung mit zu den spannendsten Sachen gehört, die man in der Technik unserer Zeit beobachten kann, sind aber auch viele Fragen offen. Eine davon könnte nun durch ein Patent geklärt werden, es geht um die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Fußgänger. Einen durchwinkenden Fahrer gibt es ja in diesem Fall nicht.

Google_Car_patent

Das letzten Dienstag bewilligte Patent beschreibt mehrere Methoden, am ausführlichsten die mit Displays auf den Türen. Hier könnten dann Verkehrszeichen für Fußgänger erscheinen, die mitteilen, ob es für den Fußgänger in diesem Moment sicher ist, die Straße zu überqueren. Auch oberhalb der Stoßstange ist ein Display angebracht. Der Fußgänger könnte so zum überqueren der Straße bewegt werden, ohne dass das Fahrzeug zwangsläufig zum Stehen kommen muss, die Anzeige könnte schon entsprechend vor dem Eintreffen des Fahrzeugs aktiv sein.

Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz eines Lautsprechers, der Fußgängern dann via Sprachausgabe mitteilt, wie sie sich verhalten können. Sicherheit ist bei autonom fahrenden Vehikeln oberstes Gebot. Bisher war keiner der Unfälle, in die ein Google Auto verwickelt war, vom Fahrzeug verschuldet. Im Gegenteil, das System verhinderte sogar schon Unfälle.

Eine dritte Möglichkeit sieht Google in der Robotik. Eine Roboterhand und auch Augen könnten die typischen Gesten simulieren, wie sie heute von Autofahrern verwendet werden. Wobei das sicher schon wieder etwas gruselig wirkt, wenn so ein Fahrzeug dann mit Hand und Augen ausgestattet ist. Interessant wäre es in diesem Fall, ob eine solche Hand auch einmal einen Mittelfinger zeigen kann oder ob es für unterschiedliche Länder andere Gesten gibt. Diese unterscheiden sich doch ein wenig zwischen den Ländern.

(via The Verge)

Anzeige: Der neue Karriereservice von Caschys Blog in Kooperation mit Instaffo. Lass dich von Unternehmen finden. Jetzt kostenfrei anmelden!

Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Sascha hat bereits 8769 Artikel geschrieben.