Gastartikel: Opera@USB 10 Beta 3

28. August 2009 Kategorie: Portable Programme, Windows, geschrieben von:

Als Caschy mich via Twitter fragte, ob ich nicht Lust hätte, im Rahmen seiner Gastbeitrag-Aktion einen Artikel über Opera@USB bzw. Opera 10 zu verfassen, habe ich natürlich gleich zugestimmt.

Auf meinem Blog blogge ich sonst über „alles, was mich in den unendlichen Weiten der IT-Welt bewegt“, also von Web 2.0, über Windows & Co bis zum Opera Browser. Da ich großer Norwegenfan bin, betreibe ich mit Fjordblick außerdem eine (auf WordPress-basierende) Webseite rund um Norwegen mit Informationen und Fotos.

Markus Obermair hat kürzlich die (inoffizielle) portable Version des Opera Browsers „Opera@USB“ in der Version 10 Beta 3 veröffentlicht. Die Version enthält allerdings genauso wie die offizielle Beta-Version des Desktop-Browser nicht das Unite-Feature, da es derzeit noch im Alpha-Stadium ist. Die Version 10 von Opera enthält aber dennoch noch einige weitere neue Features:

Oberfläche
An der Oberfläche an sich haben die Opera-Entwickler generell etwas Feintuning betrieben.

Ich persönlich stelle die Oberfläche gerne auf „Windows Native“ (unter „Extras“ > „Erscheinungsbild“) um, da ich eh ein Freund der alten Windows 2000 Oberfläche bin. Seit den ersten Beta-Version hat man auch bei der „Windows Native“-Oberfläche ein bisschen was getan, sodass vor allem das neue Tab-Thumbnail-Feature bessere zur Geltung kommt.

OperaUSB_GUI

Tab-Thumbnails

Da der Fensterbereich, in dem einem die Webseite angezeigt wird, durch das neue Tab-Thumbnail-Feature kleiner wird, könnte es für manchen durchaus gewöhnungsbedürftig sein. Hat man sich erst dran gewöhnt, ist es ein hilfreiches Feature, das einem in der Tableiste nicht nur den Titel der Seite, sondern auch ein Vorschau anzeigt.

OperaUSB_TabThumbnails

Seit der Beta 3 ist es möglich, die Tableiste inklusive Tab-Thumbnails auch als Seitenleiste anzuzeigen, was besonders bei Widescreen-Bildschirmen zu empfehlen wäre, da einem so kein Platz in der Höhe der Webseite verloren geht.

Dazu wählt man erneut „Extras“ > „Erscheinungsbild“ und dann auf Symbolleisten. Hier markiert man nun die Tableiste und wählt bei Platzierung z.B. „Rechts“ aus.

OperaUSB_TabThumbnails2

Rechtschreibprüfung

Die neue Rechtschreibprüfung erstreckt sich nicht nur über die Mail-Komponente, ferner wird die Rechtschreibung auf Wunsch in jedem Eingabefeld überprüft, bspw. In der Twitter-Statuseingabe. Bis dato ist standardmäßig nur ein englisches Wörterbuch hinterlegt, über einen Eintrag im Kontextmenü sollen sich in der finalen Version auch weitere Wörterbücher hinzufügen lassen.

Bisher ist dies nur über einen kleinen Umweg möglich. Dazu muss zunächst das entsprechende Wörterbuch heruntergeladen und im Profilverzeichnis unter „Dictionaries“ abgelegt werden.

OperaUSB_Rechtschreibpruefung

Nicht im Wörterbuch existierende Begriffe werden nun an rot unterstrichen, über das Kontextmenü kann man, wie von Office bekannt, entweder das Wort dem Wörterbuch hinzufügen oder durch ein anderes ersetzen.

Optimiertes Speed Dial

Das mit Opera 9 eingeführte Speed-Dial hat ebenfalls ein wenig Feintuning erhalten. Nun kann man ohne umständliche Wege über Konfigurationsdateien z.B. den Hintergrund und die Anzahl der Speed-Dial Fenster ändern. Dazu einfach auf dem Speed-Dial über das Kontextmenü „Schnellwahl konfigurieren“ wählen und die gewünschten Einstellungen vornehmen.

OperaUSB_Speeddial

Opera Mail mit RTF

Opera hat mit Opera Mail aus einer Philosophie heraus lange Zeit nur Plain-Text im Schreibmodus unterstützt. Für die Version 10 hat man sich nun entschieden, RTF bzw. HTML-Formatierungen zu unterstützen, wodurch Text nun formatierbar sind (Fett-, Kursivdruck, andere Schriftwarten etc.).

OperaUSB_MailRTF

Opera Turbo

„Opera Turbo“ ist vor allem aus den mobilen Versionen von Opera bekannt und dort sehr nützlich, besonders wenn man keine Flatrate, sondern z.B. einen Volumentarif, im Einsatz hat.

Im Desktop-Bereich dürfte die Implementierung der Funktion vor allem für Anwender mit ISDN und „schwächelnden“ DSL-Bandbreiten interessant sein. Webseiten werden je nach verfügbarer Bandbreite auf den Servern von Opera aufbereitet und komprimiert, sodass beim Anwender weniger Daten über die Leitung geschoben werden müssen.

Derzeit werden allerdings noch keine Flash-Inhalte (bspw. YouTube-Videos unterstützt, dies soll aber noch folgen)

OperaUSB_Turbo

Weitere Neuerungen

  • An E-Mail Adressen, die auf einer Webseite dargstellt werden, lassen sich per Kontextmenü direkt E-Mails verfassen. Entweder über den internen Mail-Client, über den Standard-Systemclient wie z.B. Thunderbird oder über einen Webmail-Dienst.
  • Integrierte Auto-Update Funktion
  • Vergrößerbares Suchfeld
  • Automatische Fehlerberichte
  • Überarbeitete und verbesserte Entwicklertools (Dragonfly)
  • Die neue Engine Presto 2.2 besteht den ACID3-Test zu 100% und verspricht eine Performancesteigerung von bis zu 40%

Und was ist jetzt mit Unite?

Die Unite-Funktion ist in der offiziellen Beta-Version nicht enthalten, auch die aktuelle Opera@USB-Version enthält derzeit kein Unite, es kann jedoch das älteres Build 1585 vom 16. Juni 2009 getestet werden. Das Opera Desktop Team selbst stellt eine separate Beta-Version zur Verfügung, in der Unite integriert ist.

Noch ein Tipp zum Schluss

Die (offizielle) deutsche Sprachdatei findet man bei Opera-Info, welche Karsten, Betreiber der Seite, laufend mit den neuen Snapshots und Beta-Versionen pflegt. Ebenfalls erhältlich sind von ihm angepasste Menü-, Symbolleisten- und Chat-Konfigurationsdateien.


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Über den Autor:

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