Opera hat Übernahmeangebot in Höhe von 1,2 Mrd. US-Dollar erhalten

11. Februar 2016 Kategorie: Internet, Software & Co, geschrieben von: André Westphal

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Opera hat bestätigt, dass das Unternehmen von einem Konsortium aus China ein Übernahmeangebot in stattlicher Höhe von 1,2 Mrd. US-Dollar erhalten hat. Zu dem Konsortium zählen auch die Unternehmen Kunlun und der Anbieter von Antiviren-Software Qihoo 360 sowie die Investmentfonds Golden Brick und Yonglian. Als Wert von Opera setzte man 10,4 Mrd. norwegische Kronen an, was 53 % über dem Marktpreis vor den Übernahmemeldungen gelegen hat. Der Aufsichtsrat von Opera hat das Angebot angenommen und rät den Aktionären das Übernahmeangebot zu bestätigen, damit das Unternehmen in asiatische Hände wandern könne.

Einige Großaktionäre sollen ebenfalls bereits ihre Zustimmung signalisiert haben. Operas CEO Lars Boilesen erklärt, das chinesische Konsortium würde Opera mehr Möglichkeiten geben Innovationen zu entwickeln und zu wachsen. Während Operas gleichnamiger Desktop-Browser insgesamt im Verhältnis zu Mozilla Firefox oder Google Chrome nur geringe Marktanteile erzielt, sind die mobilen Browser des Unternehmens durchaus beliebter. Für das Konsortium dürften zusätzlich Operas Techniken zur Datenkompression und Advertising interessant sein. Speziell im Bereich der Videokompression spielt Opera vorne mit.

Opera

 

Was die chinesischen Kaufinteressenten betrifft, hat der CEO des Entwicklerstudios Kunlun, Yahui Zhou, das Wort ergriffen. Zhou erklärt, man hoffe mit vereinten Kräften international eine führende Rolle unter den Internetfirmen einzunehmen. Ein Konsortium aus Opera, Kunlun, Qihoo und Golden Brick sei dafür der perfekte Weg. Ob die Übernahme aber tatsächlich stattfinden wird, lässt sich aktuell noch nicht ganz abschließend sagen. So sind wie immer diverse Zustimmungen notwendig – sowohl vonseiten der Opera-Aktionäre als auch mehrerer Regierungsbehörden. Ob also mit Opera Software nun ein weiteres europäisches Unternehmen in chinesische Hände wandert, ist zwar abzuwarten – aber nun wahrscheinlich.



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Über den Autor: André Westphal

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