Opera: der vernachlässigte Browser

14. Februar 2010 Kategorie: Apple, Internet, Portable Programme, Windows, geschrieben von:

Ja ich gestehe: ich habe den Browser Opera hier im Blog sträflich vernachlässigt. Ich habe hier zwar des Öfteren ab und an über die Neuerungen wie Opera Unite & Co berichtet – aber das Ganze eben nicht produktiv verfolgt. Aber wie schaut es aus, wenn ich gezwungen wäre, irgendwelche Browser zu nutzen? Internet Explorer? Hätte sich bei mir eh erledigt, habe ja sowohl Windows als auch Mac OS X. Safari? Keine Ahnung, nicht großartig verfolgt. Google Chrome? Noch nicht, ist aber auf einem guten Weg. Opera? Ich muss zugeben: ich habe jetzt mal wieder ein wenig rumgespielt und bin einigermaßen beeindruckt. Firefox? Noch mein absoluter Favorit. Ich würde aus Sentimentalitätsgründen nie an einem schlechten Produkt festhalten, bei mir gewinnen Features und Co.

Mein Browser muss zumindest für Windows und Mac OS X verfügbar sein, Bookmarks und Passwörter synchronisieren können und portabel sein. So mal als grober Umriss. Opera passt da sicherlich gut rein, aber wie erwähnt: ich habe leider nicht so wirklich die Zeit, mir das immer anzuschauen. Privates Blog, ein Schreiber dahinter der auch noch eine „normale“ Arbeit hat. Deshalb bin ich ganz froh, dass mir zwei Leser ihre Meinung zu Opera geschickt haben.

Hier also mal ein Gasttext zu Opera 10.5 – geschrieben von heldenlama und WiZaRd:

Tja, heute will ich mich mal um das absolute Stiefkind der Browserwelt kümmern… klar, jeder mit ein wenig Ahnung weiß jetzt worum es geht: Opera, das Multitalent aus der norwegischen Softwareschmiede.
Mit Version 10.5 schlägt Opera nun gegen Firefox und Chrome zurück, die ihm in der Vergangenheit in Punkto Geschwindigkeit den Titel „Schnellster Browser der Welt“ abspenstig gemacht haben. Carakan (die neue JavaScript Engine) und die neue Grafikbibliothek Vega lassen Opera in nahezu allen Tests an seinen Konkurrenten vorbeiziehen – 100% Acid3-Kompatibilität gibt es noch obendrauf.

Weiterhin wurde Operas Oberfläche überarbeitet und viele Aufgaben lassen sich nun noch effektiver und intuitiver erledigen, hervorzuheben sind hier v.a. die neue Inline-Suche, sowie die intelligenten Such- und Adressfelderweiterungen.

Operas Widgets sind ebenfalls zurück und überarbeitet worden, es ist nun z.B. möglich Widgets unabhängig von Opera und jedes Widget in einem separaten Prozess zu starten (und zu debuggen).
Die Menüleiste und viele Dialoge in Opera wurden komplett überarbeitet und ist nun übersichtlicher, ausserdem unterstützt Opera nun auch Windows7-Features wie Aero-Glass, Aero Peek, Jump Lists.

Zum Schutz der Privatsphäre seiner User bietet Opera nun „Private Tabs“ an. Aktionen in diesen Tabs werden komplett von Opera „ignoriert“ und Daten werden nicht im Verlauf, etc. gespeichert.

PS: „Alte“ Features wie Mausgesten, Opera Unite, Opera Link, etc. sind natürlich weiterhin an Board. 😉

Fazit: Der König ist tot, es lebe der König!

Opera taucht wie der Phoenix aus der Asche auf, holt sich den Thron zurück und verweist seine Mitbewerber auf ihre Plätze. Der schnellste Browser der Welt kommt nun wieder aus Norwegen.
Zugegeben, Opera ist gewöhnungsbedürftig. Es bietet nicht die gewohnte Ansicht, nicht das gewohnte Handling, wer sich jedoch einmal darauf eingelassen und sich ein paar Minuten mit Opera beschäftigt hat, der wird mir hoffentlich zustimmen: Opera ist mehr als nur eine Alternative.

Ich hoffe, dass der eine oder andere sich nun doch hinreissen lässt und Opera mal eine Chance gibt – ihr werdet es nicht bereuen.


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Über den Autor:

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