Online statt Hotline: o2 versüßt Hotline-Fernbleibern den Tarif

6. Juli 2017 Kategorie: Internet, Mobile, geschrieben von: caschy

Bonusprogramme sind nicht neu. Kaufe 10 Kaffee und erhalte einen kostenlos. Aber es gibt auch andere. Ist man in einem bestimmten Zeitraum nicht krank, so kann man von manchen Krankenkassen oder Arbeitgebern Boni bekommen. Aber es gibt auch Boni, wenn man eine Hotline nicht versperrt. Das versucht o2 nun offenbar. Die laden seit Ende Juni Mitglieder per SMS und E-Mail ein, doch an dem Programm „Online statt Hotline“ teilzunehmen. Online statt Hotline lädt auf der Webseite zwar zum Mitmachen ein, ohne Einladung ist aber kein Mitmachen möglich.

o2 weist hier auf die typischen Dinge hin, die man schon jetzt online so treiben kann. Den Vertrag verwalten, das Volumen abrufen oder aber auch die Rechnung einsehen. Aber man soll offenbar auch Probleme selbst online beheben, ohne die Hotline in Anspruch nehmen zu können. Ich hab mal in den o2-Foren gewühlt und habe Nutzer gefunden, die vom Angebot berichten. Sie schreiben, dass man sich gratis Datenvolumen sichern kann, wenn man nicht die Hotline behellige. Genaue Infos fehlen aber, da sich besagte Nutzer trotz Einladung nicht einloggen konnten. Das Medium teltarif scheint weitere Informationen zu haben, herauszulesen ist hierbei aber nicht, über welchen Zeitraum das Gratisvolumen zu haben ist:

Als Belohnung verspricht o2 600 MB für alle, die sich für den Mein-o2-Bereich registrieren. Nochmals 600 MB winken Kunden, die sich ein Rechnungs-Video ansehen. Weitere 600 MB erhält, wer die Mein-o2-App herunterlädt und auf dem Smartphone installiert. Anschließend heißt es „tapfer sein“: Wer neun Monate durchhält, ohne auch nur einmal die Hotline anzurufen, kann zusätzlich 1,8 GB Datenvolumen erhalten.

Persönliche Meinung dazu: Meine Erfahrungen mit o2 waren in der Vergangenheit eigentlich ok – zumindest, was deren Support bei Twitter betrifft. Da das Unternehmen es nicht geschafft hat, Nutzer automatisch auf EU-Roaming umzustellen, war ich neulich gezwungen anzurufen. Ein Erlebnis, welches ich mir lieber erspart hätte. Unfreundlicher Mensch, der letzten Endes aber mein Problem lösen konnte (trotz EU-Roaming war ich gezwungen, Datenpässe für das Ausland zu kaufen). Bleibt abzuwarten, ob ein Twitter-Support wie eine Hotline bewertet wird, wenn das Bonusprogramm startet – denn auch dort werden ja Menschen benötigt.


Über den Autor: caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, XING, Linkedin, Instagram und YouTube. Persönliches Blog. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Carsten hat bereits 24828 Artikel geschrieben.