Olmose: Kickstarter-Projekt will alte Phones zu Sicherheitssystemen machen

26. Januar 2016 Kategorie: Hardware, Mobile, Smart Home, geschrieben von: André Westphal

olmose logoDie Kickstarter-Kampagne zu Olmose hat eine spannende Recycling-Idee für alte Smartphones: Besitzer eines neuen Geräts können ihre alte Schlorre als Schaltzentrale für ein Sicherheitssystem einsetzen. Grundsätzlich neu ist das Konzept dabei nicht. So gibt es etwa die Möglichkeit mithilfe der App IP Webcam herumliegende Android-Smartphones in Kombination mit einem NAS von Synology zur Überwachung zu verwenden. Olmose denkt aber etwas weiter und kombiniert Smartphone, App und eine sogenannten Dog Station für noch mehr Funktionen.

Smartphone-Recyling also mal anders: Die Idee kam den Machern laut eigenen Aussagen, da Sicherheitssysteme immer komplexer und kostspieliger würden, parallel aber immer mehr Menschen alte Smartphone in der Schublade rumliegen hätten. Jenen könne man nun mit dem Olmose Guardian neues Leben einhauchen. Über die App lässt sich der Guardian, also letzten Endes das alte Smartphone, fernsteuern und man kann von unterwegs aus auf dessen Kamera und andere Funktionen zugreifen. Im Gegensatz zu einfachen Webcams kann der Guardian beispielsweise auch Erschütterungen wahrnehmen, automatisch Nachrichten an die App senden, Audio-, Bild- und Videomaterial direkt in die Cloud laden und über einfache Nachtsicht im Dunklen operieren.

olmose

Über die App können Besitzer des Guardians das Gerät an- / ausschalten, die History der Ereignisse durchschauen, die Identität von Personen überprüfen, welche durch das Sichtfeld der Kamera gegeistert sind und natürlich besagte Benachrichtigungen erhalten und checken, was sich aktuell zuhause tut. Die App sollte sowohl auf dem alten wie auch dem neuen Smartphone installiert sein – das alte wird dann eben zum Guardian. Zusätzlich gibt es auch noch eine optionale „Dog Station“. Letztere dient als Ständer und Auflade-Dock für das Guardian-Gerät und bringt zudem erweiterte Nachtsicht-Funktionen über Infrarotsensoren mit.

olmose app

Das Komplettpaket aus Guardian-Lizenz und Dog Station kostet 93 Euro. Für die reine Guardian-Lizenz fallen mit einem Jahr Cloud-Abo 24 Euro an und für die Dog Station 69 Euro. Einzelne Cloud-Abos kosten 24 Euro im Jahr. Als Guardian-Smartphones eignen sich übrigens Geräte ab Android 4.0. Neue Smartphones, mit denen sich die Guardian-Einheit fernsteuern lässt,sollten ebenfalls mindestens Android 4.0, Windows 10 oder iOS verwenden. Ab Mai 2016 soll die Olmose-App in die App Stores wandern und die Dog Station in die Auslieferung gehen.

Bisher sind über 5500 Euro zur Finanzierung zusammengekommen – 100.000 Euro sind das Mindestziel für Olmose. Sollten die Stretchgoals durch weitere Mittel erreicht werden, sind mehr Funktionen wie Sprachsteuerung und die Vernetzung mehrerer Guardians geplant. Noch läuft die Kickstarter-Kampagne bis zum 29. Februar 2016. Early Birds können sich  aktuell noch bereits ab 60 Euro eine Dog Station und Guardian-Lizenz sichern. Unterstützen könnt ihr das Projekt, wenn ihr möchtet, direkt hier.



Anzeige: Infos zu neuen Smartphones, Tablets und Wearables sowie zu aktuellen Testberichten, Angeboten und Aktionen im Huawei News Hub.

Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

André hat bereits 1452 Artikel geschrieben.