NSA sammelte Adressbücher aus Email-Konten und Instant Messengern

15. Oktober 2013 Kategorie: Internet, geschrieben von:

Es kamen wieder einmal neue Dokumente ans Licht, die belegen, dass die NSA weltweit hunderte Millionen Adressbücher aus Email-Konten und Instant-Messengern gesammelt hat. Die Kontaktlisten wurden dann abgegriffen, wenn sich Nutzer in Dienste einloggten oder eine Nachricht verschickten, da die Dienste die Daten dann häufig komplett übertragen.

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Anstatt sich gezielt auf verdächtige zu konzentrieren, wurden die Daten einfach global abgegriffen und gespeichert. Oftmals enthalten Email-Kontakte weitere Informationen, wie Adresse oder Telefonnummer des Kontakts. Der NSA soll es so möglich sein, nach versteckten Verknüpfungen zu suchen und gezielter gegen Terroristen (oder vor wem auch immer man Angst hat) vorzugehen.

Aus dem Bericht geht hervor, dass das typische tägliche Aufkommen rund 450.000 Email-Adress-Listen von Yahoo, 105.000 von Hotmail, 83.000 Listen aus Facebook, 34.000 von Gmail und 23.000 Kontaktlisten nicht näher benannter Provider beträgt. Im Jahr würden sich so über 250 Millionen Adressbücher anhäufen.

Die Sammlung basiert auf geheimen Abkommen mit Telekommunikations-Anbietern und auf befreundeten Geheimdiensten, die dafür sorgen, dass der Traffic über die entsprechenden Hauptleitungen läuft. „Wir sind nicht an persönlichen Informationen gewöhnlicher Amerikaner interessiert,“ sagt der Sprecher des Büros des Nationalen Geheimdienstdirektors. Man fokussiere sich vielmehr auf Daten, die beim Kampf gegen Terroristen, Menschenhändlern und Drogenschmugglern helfen.


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