Nokias Plan B: Android und Ende der Microsoft-Partnerschaft Ende 2014

14. September 2013 Kategorie: Android, Mobile, Windows, Windows Phone, geschrieben von:

Eine relativ bekannte Geschichte zieht wieder ihre Kreise. So berichtete die New York Times gerade, dass Nokia wohl die Möglichkeit auslotete, auf die Android-Plattform zu wechseln. Nun werden sicherlich Fans von Nokias Hardware die Hände vor den Kopf schlagen und sich ärgern – und ja, nachvollziehbar ist es. Auch ich hätte gerne ein Android-Gerät von Nokia gesehen, wie wahrscheinlich viele andere Android-Benutzer auch.

Nokia-Lumia-1020

Ein Team innerhalb von Nokia hatte bereits lange vor den Verhandlungen mit Microsoft Android auf die Lumia-Geräte gebracht, ein Projekt, von dem die Microsoft-Führung angeblich auch wusste. Eigentlich nicht überraschend, Firmen sollten im besten Falle einen Plan B in der Tasche haben und Nokias Plan B konnte eigentlich nur Android geheißen haben.

Ein funktionierendes Smartphone mit Android hätte aber der Partnerschaft mit Microsoft mehr als geschadet, dessen kann man sich sicher sein – schließlich werden mittlerweile ungefähr 3 von 4 Smartphones mit dem offenen System verkauft. Die Partnerschaft, die 2011 begann, verpflichtete Nokia zu Windows Phone, laut Informationen der New York Times hatte Nokia die Option, Ende 2014 aus dieser auszusteigen.

Laut NYT wäre für beide Partner eine Trennung schmerzhaft gewesen. Nokia-Smartphones sollen für 80 Prozent der Windows Phone-Verkäufe zuständig sein, für Nokia soll der Wechsel zu teuer gewesen sein. Eine weitere Diskussion ist an dieser Stelle eigentlich nicht mehr vonnöten. Man weiss nicht, was passiert wäre, hätte Nokia Android-Smartphones hergestellt. Hätte, hätte – Fahrradkette.

Microsoft wird richtig viel Geld in die Hand nehmen und weiterhin an Windows Phone schrauben. Es handelt sich um ein Betriebssystem mit einem riesigen Potential und dahinter steht mit Microsoft eine Firma, die einen verdammt langen Atem hat – und mit Nokia hat man jemanden, der fantastische Hardware bauen kann. Es ist doch auch irgendwie schön für uns Kunden, wenn es Konkurrenz auf dem Markt und vor allem – Auswahl gibt. Ich freue mich, dass wir derzeit drei „große“ mobile Systeme haben, die unabhängig entwickelt werden.


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