Nintendo will Spiele in die App Stores bringen, aber anders als Ihr denkt

28. Januar 2014 Kategorie: Android, iOS, Mobile, geschrieben von:

Nintendo steckt in einer Krise, das habt Ihr vielleicht schon mitbekommen. Hohe Verluste und kein Ausblick auf Besserung, auch wenn die mobilen Konsolen des Herstellers sich gar nicht so schlecht verkaufen. Ein neuer Weg muss her, und dieser Weg könnte Smartphone heißen. Nein, das heißt nicht, dass sämtliche Nintendo Spiele-Klassiker nun in die App Stores getragen werden, das heißt nur, dass Nintendo die Smartphone-Plattformen als Antrieb für das Konsolengeschäft nutzen will.

Nintendo_2DS

Von kostenlosen Mini-Games ist die Rede. Nintendo will mit diesen Games nicht direkt die Smartphone-Nutzer schröpfen, sie sollen komplett kostenlos angeboten werden. Quasi als Werbung für die eigene Konsole, ein digitales Anfixen der Nutzer. Das kann durchaus funktionieren und ist an sich gar nicht so unschlau. Um die Klassiker auf Smartphones zu bringen, müssten diese angepasst werden. Man stelle sich Super Mario auf dem Smartphone vor, mit Touchscreen-Steuerung, nein, das kann nicht funktionieren. Es gibt gewisse Spiele, die brauchen einfach echte Tasten zum Steuern. Das kann Nintendo bekanntlich.

Kommen aber Mini-Games zu neuen auf den Konsolen veröffentlichten Spielen, kann dies eine sehr gute Werbung für das Spiel an sich, aber auch für die dazugehörige Konsole sein. Nintendo könnte so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die Marke Nintendo taucht plötzlich auf Smartphones auf, die Mini-Games als Werbung für Konsolen-Spiele, zusammen mit der Möglichkeit, das Spiel direkt für die Konsole zu erwerben.

Details zu Nintendos Strategie sind rar, aber allzu lange dürfte es sicher nicht mehr dauern, bis man die ersten Früchte dieser Strategie zu sehen bekommt. Vorerst soll es aber definitiv keine Komplettausrichtung auf Smartphones geben, also keine Kauf- oder Freemium-Games (wobei sich Pokemon ja schon sehr für ein Freemium-Game eignen würde). Ich bin gespannt wie Nintendo letztendlich den Smartphone-Markt für sich nutzen wird, das lange Fernbleiben von diesem deute ich aber als gutes Zeichen, dass man nicht einfach einen Schnellschuss heraushaut.


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Quelle: CNet |

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